Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


HTC Touch Diamond
(P3700) - Testbericht

Hier nun mein dritter, und wohl auch umfangreichster Testbericht eines Windows Mobile Gerätes. Man möge mir verzeihen wenn ich auch hier auf einige Punkte eingehe, die dem ein oder anderen Windows Mobile Nutzer nicht wirklich neu vorkommen, bzw. zu den Windows Mobile "Basics" gehören. Neben den ganzen Standardfeatures gibt es aber auch viel Neues bei diesem HTC "Innovation" Gerät zu entdecken.

Bei dem vorliegenden Gerät handelt es sich quasi um den neuesten Sproß der Touch Serie. Die Rede ist vom "Roh-Diamanten" HTC Touch Diamond. Ob es HTC geschafft hat dem Diamant den nötigen Schliff zu versehen wird mein nachfolgender Testbericht zeigen. Aber genug der Vorworte, los gehts:

Bilder:


- Galerie:
Gerätebilder (35 Bilder)
- Galerie:
Screenshots(51 Bilder)
- Galerie:
Kamerabilder (30 Bilder)*

* aus Trafficgründen auf 1024x768 Pixel runtergerechnet


Lieferumfang:


Der HTC Touch Diamond kommt in einem äußerst stylischen, kantigen Karton daher. Das Design findet sich neben der Rückseite des Telefones auch am Ladegerät und den Kopfhörern wieder. Man bekommt also wirklich den Eindruck für sein Geld ein äußerst schönes und auch durchgestyltes Telefon bekommen zu haben.

Doch zurück zum Lieferumfang. Hier findet sich das nötigste um mit dem HTC P3700 gleich loslegen zu können:

- HTC Touch Diamond (P3700)
- Li-Polymer Akku (900 mAh)
- USB-Netzteil
- USB-Datenkabel
- kabelgebundenes Stereo-Headset
- Stoff-Schutztasche
- Ersatz-Stift (Stylus)
- CD mit PC-Sync-Software
- Bedienungsanleitung



Gehäuse und Verarbeitung:


Gehäusegröße: 102mm (L) x 51mm (W) x 13mm (T)

Das Gerät wirkt wirklich sehr edel in seinem schön tiefschwarz. Die Verarbeitung ist für ein Touchscreen-Gerät echt gut, kein Wackeln oder Knarzen, soweit das Auge reicht. Selbst nach einsetzen des Akkus ist wirklich alles fest und sitzt solide. Hier gibt es im Grunde nichts zu meckern außer das dass Gehäuse komplett aus Kunststoff besteht und dadurch kein hochwertiger Eindruck entsteht wie es beispielsweise das iPhone oder ein HTC P4350 vermittelt. Das Gerät hätte ruhig etwas edlere Materialen vertragen können, auch wenn sich das vielleicht etwas im Gewicht niedergeschlagen hätte.

Aber kommen wir zu den einzelnen Tasten die sich am Touch-Diamond befinden: An der linken Gehäuseseite befinden sich einzig und alleine die Lautstärkentaste, die für die Regelung der Systemlautstärke zuständig ist. Wer hier eine Scroll-Taste vermisst, der kann die Lautstärken Taste per Zusatzprogramm umbelegen und somit die Lautstärkentaste zum hoch- und runterblättern benutzen.

An der Oberseite des Gerätes befindet sich die Ein-Aus Taste wie zumeist bei den Windows Mobile Geräten. Die Datenschnittstelle befindet sich Handy und PDA-typisch an der Geräteunterseite. Einen Speichereinschub sucht man vergebens das ist aber nicht weiter tragisch da der Touch Diamond mit 4 GB internem Speicher aufwarten kann der somit nicht erweiterbar ist.

Unterhalb des Display befinden sich die Windows Mobile-typischen Tasten. Einseits die "Home-Taste" sowie die "Zurück-Taste", anderereseits die "Rufannahme-" und "Auflegen-Taste". Mittig befindet sich die 5-Wege Navigationstaste, die alternativ zum Touchscreen zur Auswahl und Bestätigung der Gerätefunktionen dient.



Die Beleuchtung ist sehr gut gelungen. Alle Tasten sind schön hell weiß beleuchtet und perfekt abzulesen, es gibt dieses Mal übrigens einen Lichtsensor der für eine entsprechende Zu- oder Abschaltung der Tastenbeleuchtung sorgt.

Design:

Wie der Name des HTCTouch Diamond schon vermuten lässt, hat die Firma HTC (High Tech Computer Corporation) dem Touch einen Diamentenartigen Schliff verpasst. Dieses Design spiegelt sich vor allem auf der Rückseite des Gerätes wieder, hier ist ein kantiges diamantenartiges Design wiederzufinden. Ansonsten ist das Gehäuse relativ glatt und eckig gehalten.

Die Front ist etwas verspiegelt und bietet auch so ein sehr hochwertiges Finish. Da das ganze Gerät eine komplett schwarze, glänzende Optik hat, sind natürlich Verschmutzungen durch Staub oder Fingerabdrücke vorprogrammiert. Es empfiehlt sich also ein Microfaser- oder Brillenputztuch mit sich zu führen um das Gerät gelegentlich zu säubern. Alternativ eignet sich auch eine weich gefütterte Schutzhülle um das Gerät gegen Staub und sonstige Schmutzpartikel zu schützen.

Display:


Display Auflösung: 640x480 Pixel (65.536 Farben, TFT-Technologie)

Kommen wir zum zweiten Punkt des HTC P3700 - die Rede ist vom hochauflösenden Farbdisplay. Das Display hat eine Auflösung von 640 x 480 Pixeln bei üblichen 65.536 Farben und einer Größe von 2,8 Zoll in der Diagonalen. Von der Ablesbarkeit her ist es vergleichbar mit den anderer HTC PDAs, d.h. selbst unter direkter Sonneneinstrahlung ist das Display dank TFT-Reflexiv-Technik gut ablesbar. Die Auflösung ist gegenüber PDAs mit den alten QVGA Displays wirklich erstklassig. Mit bloßem Auge ist selbst bei genauerem hinsehen keinerlei Pixel zu erkennen. Ansonsten ist die Schrift schön fein und das Display ist angenehm hell ausgeleuchtet.

Bei dieser Gerätegröße ist die Displayauflösung absolut erstklassig und stellte bei der Geräteklasse den aktuellen Maximalwert dar. Die Helligkeit lässt sich übrigens perfekt einstellen, dazu gibt es eine mehrstufige Auswahlliste. Selbst eine niedrigere Stufe reicht locker für eine gute Ablesbarkeit und spart somit Strom.

Verpasste Anrufe und SMS werden im Standbymodus leider nicht dauerhaft auf dem Display angezeigt, hier schaltet das Display nach einer gewissen Zeit ab, vermutlich um Strom zu sparen. Um das Gerät also wieder zu erwecken muss man die "Ein-Aus"-Taste an der Geräteoberseite drücken und schon springt das Display an. Doch keine Angst verpasste Events werden per Status-LED signalisiert, mehr dazu im folgenden Testbericht Oberpunkt.

Status-LED und Status-Anzeige:


Wer in Abwesenheit über verpasste Events wie Anrufe, SMS, etc. informiert bleiben möchte, für den hat HTC eine Status Anzeige im Bereich des 5- Wege Steuerkreuzes integriert. So wird der Rand des Steuerkreises mit einer drehenden weißen LED-Animationssequenz (im Abstand von 3 Sekunden) beleuchtet. Dem Anschein nach befinden sich 4 LEDs unter dem Steuerkreuz die für diese Animationsmöglichkeit zuständig sind und nacheinander kurz aufleuchten.

Gegenüber früheren Windows Mobile Geräten fehlt eine Status-LED Anzeige für die Nutzung von Bluetooth oder WLAN. Mich persönlich stört dies nicht sonderlich, da ich diese Art der Anzeige oft relativ aufdringlich und störend empfand.

Die Status Leiste oben im Display ersetzt quasi die zuvor genannte, fehlende LED-Anzeige für WLAN und Bluetooth. So gibt es eine Menge Icons die für die verschiedensten Programme und Signalisierungen zuständig sind.


Abb. Status Icons

Touch-FLO 3D Oberfläche:


Die wohl augenscheinlichste Neuerung beim HTC Touch Diamond ist die Touch Flow 3D Oberfläche. Die Oberfläche ist optisch sehr ansprechend gestaltet und kann komplett mit dem Finger bedient werden. Beim Gerätestart dauert es im Schnitt ca. 15 Sekunden bis die Touch FLO Oberfläche gestartet ist. Dies ist aber nicht so tragisch da dies nur einmal pro Gerätestart der Fall ist, danach läuft die Anwendung aus dem Gerätespeicher ohne Ladezeiten.

Mit der Touch Flow 3D Oberfläche sind die wichtigsten Telefonfunktionen aus dem Standby heraus direkt erreichbar. Die einzelnen Menüpunkte sind bewußt so groß gewählt dass die Bedienung per Finger problemlos möglich ist. Dank der ansprechenden Gestaltung macht die Nutzung dieses Bildschirms immer wieder Spaß, auch wenn das Menü manchmal etwas träge reagiert.

Hier eine Übersicht der einzelnen Oberpunkte:

- Startseite
- Personen
- Nachrichten
- E-Mail
- Internet
- Fotos und Videos
- Musik
- Wetter
- Einstellungen
- Programme


Abb. Touch-Bedienung

Nette optische Spielereien sind die per Finger blätterbaren Menüoberflächen. So kann man die Kontaktbilder oder Nachrichten wie in einer Karteikarte durchblättern und auswählen. Auch bei der Nutzung der Musik oder Videofunktion wird dieses Prinzip angewandt, so blättert man wie eine Kartei durch Bilder oder Musik-Albumcover. In einer Vielzahl der Menüunterpunkte kommt dann auch der Neigungssensor zum Einsatz, d.h. dreht man das Gerät quer dreht sich auch das Displayformat automatisch ins Querformat oder andersherum wieder ins Hochformat.

Etwas Ernüchterung macht sich allerdings bei der Nutzung des "Start" Symbols am oberen Bildrand breit. So hat HTC im eigentlichen Hauptmenü doch wieder die normale Windows Mobile Benutzeroberfläche untergrebracht. Hier ist es in vielen Punkten dann doch nicht möglich das Gerät mit den Fingern zu bedienen und der seitlich untergebrachte Stift muss doch wieder herhalten. Schade hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

Kameras:


Hier hat HTC gegenüber vielen seiner PDA-Brüdern eine Kamera mit relativ hoher Pixelzahl verbaut - so findet man beim P3700 eine 3,2 Megapixel Hauptkamera mit Autofocus wieder. Eine kleine VGA Zweitkamera (hauptsächtlich zur Videotelefonie) findet sich auf der Gerätefront wieder.

Die 3.2 Megapxiel Hauptkamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Die Fotoqualität reicht zwar nicht an 5.0 Megapixel Geräte aus dem Hause Nokia, Samsung oder Sony Ericsson heran, doch besser als das Touchscreen-Konkurrenzprodukt aus dem Hause Apple ist es allemal. Es ist also immer noch für halbwegs gute Fotos verwendbar, wenn mal keine echte Digitalkamera dabei ist. Allerdings muss man hier und da mit Abstrichen leben, da die Bilder stellenweise vorwaschen wirken und es bei Gegenlicht leicht verschwommen aussieht.

Im Auslieferungszustand passen dank der 4 GB Speicher massig Bilder auf das Gerät. Die Bilder werden, wie bereits gesagt, dank 3,2 Megapixel für ein Windows Mobile Telefon relativ gut; so kann man durchaus in Betracht ziehen, das ein oder andere Bild auf Fotopapier auszudrucken.

An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:

Foto:

- 3 M – 2048 x 1536 Pixel
- 2 M – 1600 x 1200 Pixel
- 1 M – 1280 x 960 Pixel
- L – 640 x 480 Pixel
- M – 320 x 240 Pixel

Video:

- CIF – 352 x 288 Pixel
- L – 320 x 240 Pixel
- M – 176 x 144 Pixel
- S – 128 x 96 Pixel

Für das optimale Bild sorgen unzählige Einstellmöglichkeiten und diverse Aufnahmemodi. Wie bei vielen Kamerahandy oder auch Digitalkamera zeugen auch hier die Bilder selbst schon in minimal dunklerer Umgebung allerdings von einigem Grundrauschen. Aufgrund des fehlenden Blitzlichtes werden Aufnahmen inder Dämmerung bzw. in völliger Dunkelheit leider absolut unbrauchbar.

Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei sehr umfangreich aber trotzdem denkbar einfach umgesetzt. Das Gerät wird hierfür einfach quer gehalten und man bewegt sich per Steuerkreuz seitlich durchs Menü (ähnlich der Sony Ericsson Benutzeroberfläche), ausgelöst wird dann über die in dieser Position rechts/mittig angebrachte Menütaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.

Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten, hier ein kleiner Auszug:

- Aufnahmemodus (Foto, Kontaktbild, etc.)
- Bildgröße (3MP, 2MP, 1MP, L, M)
- Weißabgleich
- Helligkeit
- Kamera (Front- oder Rückseitige Kamera)
- Selbstauslöser

- Erweitert:
(Ansichtdauer, Qualität, Aufnahmeformat, Zeitstempel, Speicher, Auslöserton, Aufnahmeoption, Bildeigenschaften, Effekt, Belichtung, Präfixtyp, Zähler, Flimmer-Anpassung, Gitter, Hilfe, Info)

Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man die Möglichkeit alle Bilder in einer 4x3 Ansicht als Vorschaubilder anzuzeigen. Ein weiteres Feature hierbei ist die die Anzeige der Bilder in einer Präsentation. Hier werden die Bilder nach einer fest definierten Zeit automatisch durchgeblättert. Alles in allem sind somit also für den Bilderfreak und Gelegenheitsfotographen genug Möglichkeiten zum Rumspielen gegeben sein.

Die Videofunktion ist eher als durchschnittlich zu bewerten, da HTCs P3700 / Touch Diamond nur bis zu 352 x 288 Pixel als Videoauflösung erlaubt bei immerhin absolut flüssiger Framerate.

Bei der integrierten Video-Kamerafunktion hat man die folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Auflösung (CIF, L, M, S)
- Weißabgleich
- Helligkeit
- Kamera (Front- oder Rückseitige Kamera)

- Erweitert:
(Ansichtdauer, Aufnahmeformat, Aufnahmebeschränkung, Speicher, Beleuchtung beibehalten, Aufnahme mit Ton, Auslöseton, Aufnahmeoption, Bildeigenschaften, Effekt, Belichtung, Präfixtyp, Zähler, Flimmer-Anpassung, Hilfe, Info)

Die entstandenen Videos werden flüssig aufgenommen / wiedergegeben und es ist auch schön dass es kaum Kästchenbildung gibt. Einziges Manko das HTC nicht auch noch VGA als Videoauflösung integriert hat. So wäre man auf Augenhöhe mit Nokias NSerie Geräten gewesen.

Für die einzelnen Kamerafunktionen kann man übrigens einfach zwischen der Haupt- und Zweitkamera wechseln. Wobei je nach Kamera automatisch in der entsprechenden Auflösung aufgenommen wird. Die VGA Frontkamera eignet sich aber in erster Linie für das knipsen von Anruferbildern oder eben zur Videotelefonie.

Bildschirmeingabe:

Der HTC Touch Diamond besitzt wie man unschwer erkennen kann keine Hardware-Tastatur. Die Eingabe wird also einzig und alleine über den Touchscreen realisiert. Schön ist hierbei das HTC dem User einen Vielzahl an Eingabevarianten an die Hand gibt, so kann man die Eingabe wahlweise per Finger oder Stylus (der Stift befindet sich auf der Rückseite unten am Gerät) stattfinden lassen. Die möglichen Eingabearten sind:

- Telefontastatur
- Kompaktes QWERTZ
- Vollständiges QWERTZ
- Buchstabenerkenner
- Strichzugerkennung
- Tastatur
- Transcriber


Abb. QWERTZ Tastatur

Einige der Eingaben sind nur mit dem Stift zu realisieren, andere lassen sich wunderbar mit dem Finger bedienen. Die kompakte QWERTZ- und die Telefontastatur eignen sich in meinen Augen bestens zur Eingabe per Finger. Mit aktivierter T9-Texteingabe kann man mit dem Touch Diamond eine gute SMS-Geschwindigkeit an den Tag legen. Sicherlich ist eine konventionelle Handy-Tastatur immer noch schneller, doch kann auch mit dem Touch Diamond erstaunlich gut und unkompliziert SMS oder andere längere Texte schreiben.

Wer mag kann natürlich auch zum Stift greifen, dann eignet sich die vollwertige QWERTZ Tastatur oder die altbekannte Buchstaben- / Strichzugerkennung bestens zur Eingabe. Auch hier geht die Eingabe schnell vonstatten, auch wenn man in diesem Fall eventuell etwas Ein
gewöhnungszeit einplanen sollte.

Ein weiteres sinnvolles Feature bei der Texteingabe per Finger ist die Rechtschreibkorrektur und die Wortvervollständigung. Beides sorgt dafür das Texte noch schneller und einfacher auf dem Gerät eingegeben werden und eventuelle Fehler bei der Eingabe minimiert werden.

Menü:



Das Hauptmenü (Programme) besteht, wie auch bei andere Microsoft Smartphone Geräte aus relativ vielen Punkten, aber es lassen sich problemlos neue Ordner im Startmenü erstellen und Menüpunkte verschieben. Einige Screenshots vom Menü habe ich oben in der Galerie mit zusammengefasst.

Hier nochmal eine Übersicht der Menüpunkte bzw. Programme:

- Spiele
- ActiveSync
- AdobeReader LE
- Album
- Audio-Verstärker
- Aufgaben
- Bilder & Videos
- Bluetooth Explorer
- Comm Manager
- Datei Explorer
- SIM-Dienste
- Erste Schritte
- FM Radio
- Google Maps
- Heute
- Hilfe
- Internet-Freigabe
- Internet Explorer
- Java
- Kamera
- Kalender
- Kontakte
- Messenger
- Messaging
- MP3 Trimmer
- Notizen
- Office Mobile
- Opera Browser
- Quick GPS
- Rechner
- RSS Hub
- SIM-Manager
- Sprachrekorder
- Sprachwahl Einstellungen
- Streaming Media
- Suchen
- Windows Live
- Windows Media
- Youtube
- Zip

Das eigentliche Programme-Menü ist im Gegensatz zur neuen Touch Flo 3D Oberfläche im Groben schon von diversen XDA, MDA Geräten oder anderen Microsoft Smartphones bekannt und relativ logisch durchdacht. Man kommt auf Anhieb zurecht, ohne die Bedienungsanleitung lesen zu müssen (sofern man schon mal ein Microsoft Mobile Geräte hatte).

Die Menügeschwindigkeit ist dank der starken QUALCOMM 528MHz CPU sehr gut. Dank dieser Voraussetzungen ist es also kaum möglich längere Wartezeiten beim Starten von Programmen zu erkennen. Wie oben bereits erwähnt ist einzig die Touch Flow 3D Oberfläche etwas langsam und hier und da etwas träge (pro Menüpunkt ca. 1-2 Sekunden). Hier kommt es also leider trotzdem zu leichten hängern in der Handhabung. Kommende Firmware-Versionen werden hier sicherlich nochmals nachbessern und für einen Geschwindigkeitszuwachs sorgen

Telefonbuch:


Das Telefonbuch speichert unzählige Kontakte. Es lassen sich folgende Felder eintragen:

- Name (Anrede, Vorname, 2. Vorname, Nachname, Spitzname, Titel)
- Bild
- Position
- Abteilung
- Firma
- Tel. Büro
- Fax Büro
- Adr. Büro (Straße, Ort, Region, PLZ, Land/Region)
- IM
- E-Mail
- Handy
- Klingelton
- Webseite
- Büro
- Tel. privat
- Privatadr.
- Kategorien
- Weitere-Adr.
- Pager
- Autotelefon
- Fax privat
- Tel. Firma
- Tel. 2 Büro
- Tel. 2 privat
- Funktelefon
- IM2
- IM3
- E-Mail2
- E-Mail3
- Sekretariat
- Tel. Sekret.
- Vorgesetzt.
- Reg-ID.
- Konto
- Kundennr.
- Geburtstag
- Jahrestag
- Partner(in)
- Kinder

Zusätzlich gibt es auch noch einen Karteireiter pro Kontakt der ein Notizfeld bietet.

Von den Feldern her also mehr als ausreichend und für ein Smartphone absolut perfekt umgesetzt. Des Weiteren ist die Rufnummernwahl bzw. Kontaktsuche wie auch bei anderen Microsoft Smartphone genial und einfach umgesetzt. So erhält man durch drücken der Zifferntasten gleich eine Vorschlagsliste der möglichen Vor- oder auch Nachnamen.

Darüber hinaus lassen sich natürlich auch persönliche Details, wie ein individueller Rufton einstellen, sodass man wirklich jeden Kontakt unterscheiden kann.

Akku:


Der Akku hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen, so ist das Gerät trotz seines vielen Features bei moderater Nutzung in der Lage locker 3 Tage durchzuhalten. In erster Linie erreicht man dies wenn Schnittstellen wie Bluetooth oder WLAN möglichst ausgeschaltet bleiben wenn sie nicht genutzt werden müssen.

Nutzt man die Multimedia-Features des Gerätes verstärkt so kann der Akku schon mal ein ganzes Stück schneller in die Knie gehen. Bei sehr starker Nutzung ist das Gerät schon nach nichteinmal 24 Stunden in die Knie zu zwingen. Hier wird dann wie schon damals beim Nokia N95 der Featuresfülle Tribut gezollt.


Abb. Akku HTC Touch Diamond

Laut Hersteller soll der Touch Diamond eine maximale Standbyzeit von ca. 396 Stunden ermöglichen sowie eine Gesprächszeit von max. 5,5 Stunden. In der Praxis hat sich bei mir im getesteten E-Plus Netz gezeigt dass ca. 3,5 Stunden Telefonie möglich waren, bevor der Akku seinen Geist aufgegeben hat. Hinzufügend muss ich allerdings erwähnen das hierbei permanent die Bluetooth-Schnittstelle aktiviert war und gelegentlich eine SMS geschrieben wurde.

Empfang und Sprachqualität:


Den Empfang empfinde ich bisher als ziemlich gut. Ich habe parallel noch ein Nokia E51 getestet und würde das HTC Gerät auf ähnlichem Niveau einstufen. Besondere Aussagen zu empfangsschwächeren Gegenden kann ich leider nicht machen, da sich der Empfang hier immer auf hohem Niveau befindet. Zu Gesprächsabbrüchen oder Störungen ist es bisher nicht gekommen. Auch der Klang ist sehr angenehm und weich darzustellen.

Insgesamt ist der Lautsprecher auf jeden Fall gut, die Wiedergabe ist klar und sauber. Auch der integrierte Lautsprecher ist wirklich brauchbar von der Lautstärke her, so kann man hierüber wunderbar Freisprechen oder aber auch Musik hören.

Büro und Business:


Das Gerät besitzt einen großen Kalender sowie eine Aufgabenliste. Natürlich lässt sich eine akustische Erinnerung für Termine und Aufgaben setzen, und auch Wiederholungen von Terminen sind möglich. Der Kalender bietet eine Tagesordnung-, Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresansicht, wobei wie gewohnt die Termine in einer Art Balkenansicht mit Start- & Endzeit dargestellt werden. Außerdem verfügt das Gerät über eine Sprachaufzeichnung, diese Aufzeichnung geht auch mehrfach, bis kein Speicherplatz mehr auf dem Gerät vorhanden ist.

Wie andere Microsoft Smartphone hat das Gerät einen E-Mail Client der POP3 / IMAP / IMAP idle kompatible ist. Dieser erlaubt das Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Dateianhang. Mit entsprechender E-Mail Adresse kann man auch die E-Mail Push Funktion nutzen und kann sich den manuellen E-Mail Abruf ersparen.

Ein nettes Feature ist auch der automatische E-Mail Konfigurations-Dienst. Hierbei wird nach Eingabe der E-Mail Adresse eine Server Verbindung aufgebaut, wodurch die passenden E-Mail Provider Details automatisch hinterlegt werden. Dies spart Tipparbeit und ist für Anfänger sicher eine große Hilfe.

Schön das auch Mobile Programme wie Adobe Reader LE , Office Mobile: (Excel Mobile, Word Mobile, OneNote Mobile und Powerpoint Mobile) auf dem Gerät vorinstalliert sind. So kann man diese Dateien problemlos auf dem Gerät lesen und selbstverständlich auch bearbeiten (Ausnahme Powerpoint und Adobe Reader LE 2.5 (PDF).

Es gibt außerdem einen Wecker und Taschenrechner. Des Weiteren finden dank Micrsoft OS fast unbegrenzt SMS auf dem Gerät Platz. Die Eingabe per Tastenfeld ist sehr gut umgesetzt. Das Schreiben einer SMS geht sehr gut von der Hand, man kann rasend schnell SMS und E-Mail verfassen.

Verbindungsmöglichkeiten:


Das Gerät lässt sich über mini-USB und ActiveSync einwandfrei abgleichen und auch der Datenzugriff ist hierüber sehr schnell gegeben. Alle Ordner wie Musik, Video, usw. stehen so sehr schnell zur Verfügung. Alternativ bietet sich natürlich auch die Verbindung per Bluetooth an, in diesem Fall ist die Übertragung nur unwesentlich langsamer, zumindest wenn es um den Sync von Kontakten und Kalendereinträgen geht.

Es stehen somit die Microsoft üblichen Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Software zur Verfügung. Der Abgleich per Datenkabel ist wie gewohnt rasendschnell und unkompliziert, so würde ich mir das auch bei einigen anderen Herstellern wünschen.

Ein Sync des Telefonbuches mit Microsoft Outlook ging reibungslos und extrem rasant vonstatten. Auch Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen stellen kein Problem für MS Active Sync dar.

Hier nochmal die Bluetooth Profile im Überblick:

- BIP (Basic Imaging)
- DUN (Dial-Up Networking)
- HFP (Hands-Free)
- HID ( Human Interface Device Profile)
- HSP (Headset Profile)
- SPP (Serial Port)
- FTP (File Transfer Profile)
- GAP (Generic Access Profile)
- OPP (Object Push)
- PAN (Personal Area Network Profile)
- PBAP (Phonebook-Access-Profile)
- SAP (SIM Access Profile)
- A2DP (Advanced Audio Distribution)
- AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile)

Als schnellste und einfachste Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da hier die Geschwindigkeit sehr gut ist. Diese Variante ist dank USB 2.0 Standard (max. 480 Mbit/s in der Theorie) ausreichend schnell und die Kopie von ca. 100 MB dauert in der Praxis nur ca. 75 Sekunden.

Alternativ geht die Übertragung natürlich über die integrierte Bluetooth Schnittstelle, hierbei ist die Übertragung allerdings nicht allzu schnell. Für größere Datenmengen ist dies also nicht unbedingt die ratsamste Variante.

An Schnittstellen ist das Gerät vollwertig ausgestattet, es verfügt über WLAN (54MBit), GSM (inkl. EDGE), UMTS (inkl. HSDPA), Bluetooth sowie mini-USB. Es sind also keine Wünsche offen was die Kommunikation nach außen betrifft.

Für die mobile Datenübertragung im Mobilfunknetz steht sowohl die GSM Ausbaustufe EDGE sowie die UMTS Ausbaustufe HSDPA zur Verfügung.

MP3 Funktionen und Features:


Das Gerät kommt mit einem über die Touch Flo 3D Oberfläche realisierten MP3 Player sowie dem Windows Media Player daher, welcher relativ gut realisiert ist. So spielt dieser MP3 oder WMA / WMV in sehr guter Qualität wahlweise über den Lautsprecher oder über das mitgelieferte Headset ab, alternativ ist dank A2DP auch die Verwendung eines drahtlosen Bluetooth möglich. Des Weiteren verfügt der Player über eine zufällige Wiedergabe und Wiederholen Funktion. Schön, dass der Speicher mit insgesamt 4 GB integriertem Speicher sehr üppig dimensioniert ist, so stößt man nicht so schnell an seine Grenzen. Selbstverständlich kann man die Wiedergabeliste nach Interpret, Album, etc. sortieren, so wie man es mittlerweile von vielen Mobiltelefonen kennt.

Was die Visualisierung des Album-Covers angeht so kommt auch hier wieder das karteireiterähnliche Blättern zum Einsatz. Man blättert mit dem Finger durch die Alben um das gewünschte Musikstück herauszusuchen, ähnlich wie man es früher in einer Schallplattenbox gemacht hätte. Bei Apples iPhone nennt man diese Anzeigeart wohl "Cover-Flow". HTC hat sich hier also bei der Idee etwas an Apple angelehnt.

Einziges kleines Manko des Gerätes ist der HTC-eigene USB-Anschluss für Headsets, so kann nur das werksseitige Headset angeschlossen werden. Andere Headsets können nur über einen miniUSB-auf-Klinke Adapter angeschlossen werden, solch ein Adapter ist nur im Zubehörhandel erworben werden.

Klar dass das Gerät Multitasking fähig ist, so kann man natürlich SMS schreiben und gleichzeitig MP3 hören - auch wieder ein Vorteil des offenen Betriebssystems.

Für User die mit dem werksseitigen MP3 Player nicht zurecht kommen kann man selbstverständlich andere Programme nachinstallieren wie z.B. Mortplayer oder TCPMP, welche stellenweise mehr Funktionen wie der Standard-Player bieten.

Neben dem MP3-Player hat man auch gleich noch ein UKW-Radio integriert. Dieses bietet Player für 20 Sender und ist des Weiteren auch mit RDS ausgestattet, was beim Diaomond u.a. für die Sendernamen-Anzeige verwendet wird.

Browser:


Der HTC Touch Diamond kommt mit zwei vorinstallierten Browsern daher, einerseits mit dem altbekannten Internet Explorer, andererseits mit dem Opera Browser in der Version 9.5. Der bessere der beiden Browser ist in meinen Augen der Opera Browser, weshalb ich im weiteren auch nur auf diesen eingehe. Der Browser rendert die Webseiten in einer Desktopähnlichen Ansicht, möchte man in einen Bildschirmausschnitt hineinzoomen so tippt man nur kurz doppelt auf den jeweiligen Bildbereich. Diese Bedienung erinnet vermutlich nicht nur zufällig an das Apple iPhone.

Der Browser bietet eine Menge an Einstellmöglichkeiten:

- Auto-Vollbild
- Bilder anzeigen
- Pop-Up Blocker
- Mobil-Ansicht
- Schriftgröße (klein, mittel, groß)
- Cachegröße
- Plugins aktivieren
- Cookies zulassen
- Javascript aktivieren
- Verlauf leeren
- Cookies löschen
- Startseite definieren

Selbstverständlich beherrscht der Browser das Tabbed-Browsing, also das öffnen von mehreren Websites parallel. Außerdem gibt es eine Favoritenliste für die wichtigsten Seiten. Insgesamt lässt sich der Browser gut mit den Fingern bedienen, auch das scrollen und navigieren auf einer Website geht einfach vonstatten

Zusammenfassung der Key-Features:


- GSM Quadband (850/900/1800/1900) / UMTS (900/2100)
-
Abmessungen: 102 x 51.5 x 11.3 mm
- HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS
- Microsoft® Windows Mobile® 6.1 Pro
- QUALCOMM CPU mit 528 MHz
- integrierter QUALCOMM GPS Empfänger
- VGA Display mit 640x480 Pixeln Auflösung
- Direct Push Email
- 256 MB ROM, 192 MB RAM
- 2.8 Zoll Touch Screen LCD
- 3.2 Mega-Pixel Kamera
- 4 GB interner Speicherplatz
- UKW-Radio
- Touch-Flo 3D Oberfläche
- Bluetooth, WLAN, mini USB
- SAP (SIM Access Profile)
- Accelerometer (Neigungssensor)
-
Office Mobile,Youtube und Google Maps vorinstalliert

Getestete Software:


Ich habe mir natürlich mal angeschaut was so auf dem Gerät läuft. Hier mal eine kleine Liste was ich getestet habe:

Programme:

- iGo
- CoPilot 7
- Sygic Drive+
- SBSH iLauncher
- TCPMP
- PHM Registry Editor
- SKTools
- Total Commander 2.0
- ICQ Messenger
- mChat
- Opera mini (Java Midlet)
- Engineering Calculator 1.12
- SMS Tools
- Real One Player 1.00
- Phone Alarm
- Active Sync
- SlovoED
- ScummVM
- Sodoku Classic
- Calendar Bar

Viele weitere Windows Mobile Programme sollten auf dem HTC Touch Diamond problemlos laufen. Eine große Auswahl und Übersicht gibt es in den vielen Windows Mobile Foren und kommerziellen Software-Webseiten.

Fazit:


Der HTC Touch Diamond ist ein wirklich schönes und auch umfangreich ausgestattetes Mobiltelefon. Es ist sowohl für den anspruchsvollen Multimedia-Nutzer interessant als auch für all diejenigen Nutzer die einen umfangreichen und vollwertigen Office-Teil in ihrem Telefon haben wollen. Sicherlich setzt die reine Bedienung per Touchscreen irgendwo Grenzen, doch kann man mit etwas Eingewöhnung gut mit der Bildschirmtastatur zurechtkommen, egal ob per Finger oder per Stift-Bedienung.

Wer mag kann das Gerät auch als vollwertiges Navigationsgerät nutzen, hierzu hat HTC dem Gerät einen integrierten GPS Empfänger spendiert. Abgesehen von der o2 XDA Version muss eine Onboard-Navisoftware separat erworben werden. Hier gibt es viele Lösungen diverser Dritthersteller, egal ob TomTom, Route66, Teleatlas, usw. - viele Hersteller haben eine passende Lösung parat.

Wer allerdings ein rasantes Menü (wie beispielsweise beim iPhone) und eine konsequent auf die Bedienung per Finger ausgelegte Benutzeroberfläche erwartet, der wird vom Touch Diamond ein wenig enttäuscht. Beim genaueren Hinsehen findet sich unter der Haube des neuen Touch FLO 3D Menüs dann doch wieder die normale Windows Mobile Oberfläche wieder. Gemessen am Preis gibt es allerdings nichts zu meckern, für knapp 450 Euro (Stand August 2008) erhält man ein nahezu vollwertig ausgestattetes Gerät.

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