Vorwort:
Die Walkman-Reihe findet bei Sony Ericsson erneut Erweiterung. Dieses Mal in Form des neuen Sliders W760i. Das Gerät bietet wie mittlerweile fast üblich HSPDA, UMTS und EDGE vereint in einem kompakten und handlichen Gehäuse. Das Display mit seinen recht großzügig dimensionierten 2.2 Zoll Diagonale stellt des Weiteren eine Augenweide dar und der integrierte GPS-Empfänger ist eine echte Neuerung. Doch das sollen nicht alles sein was das Gerät beherrst. Was dieses schicke und äußerst ansprechend designte Gerät so alles auf dem Kasten hat wird der nun folgende Testbericht zeigen.
Dateien:
- Gerätebilder: Galerie mit 50 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 58 Bildern
- Kamerabider: Galerie mit 23 Bildern*
* Bilder aus Trafficgründen auf 1024 x 768 Pixel verkleinert
Lieferumfang:

Hier eine kurze Auflistung des Lieferumfangs:
- Mobiltelefon - Sony Ericsson W760i (Rocky Silver)
- Li-Polymer Akku
- Standard Ladegerät
- 1GB Memory Stick Micro M2
- USB-Datenkabel
- USB-Kartenleser (Memory Stick Micro M2)
- portable Stereo-Freisprecheinrichtung HPM-70
- PC-Synchronisierungsprogramm
- Bedienungsanleitung

Gehäuse und Verarbeitung:

Das Sony Ericsson W760i kommt wie üblich im Sony Ericsson-typischen verschachtelten Karton daher. Es ist sehr dezent und ansprechend gestaltet in seinem ansehnlichen grau / silbernen Gehäuse. Das W760i ist aktuell in drei verschiedenen Farben erhältlich, Fancy Red, Intense Black und Rocky Silver. Für meinen Test habe ich mich für die Variante in Rocky Silver entschieden, da es nicht ganz so grell wie die kraftig-rote Farbvariante rüber kommt. Das Gerät misst handliche 103 x 48 x 15 mm bei einem Gewicht von durchaus als angenehm zu bezeichnenden 103 Gramm. Das Telefon ist also eine Spur dicker als der Walkman Slider W910i, dafür kann das W760i aber mit einem integrierten GPS Empfänger und eine besseren Kamera auswarten.
Fangen wir ganz oben an der Gehäuseoberseite an. Hier befindet sich der micro M2 Speicherkartenschacht, dieser ist wie beim W580i unter einer einfachen Plastikabdeckung verborgen. Gehen wir weiter zur Gerätefront. Hier finden sich ganz oben links und rechts am Rand die beiden vom K800i bekannten Zusatztasten wieder; in der Mitte die fünf kleinen Öffnung für den Lautsprecher. Direkt darunter befindet sich das große 2.2 Zoll messende Farbdisplay. Wiederum direkt unter dem Display befinden sich zwei recht schmale und leicht zugängliche Softkeys sowie die große Menütaste und die Anrufertasten.
Sehr hübsch ist als optisches Detail die lackierte Sliderabdeckung auf der Gehäsuerückseite anzusehen. Diese Abdeckung ist ähnlich dem S500i bzw. W580i mit einem dezenten Muster versehen worden. Der untere Teil der Rückseite macht auch einen guten Eindruck, so ist diese mit einer fein gepunkteten Kunststoff-Oberfläche versehen. Mittig wird die silbrige Rückseite von einem schwarzen Kunststoffteil unterbrochen der in der Mitte mit einem silbernen Walkman-Logo verziert ist (das Logo leuchtet übrigens rot wenn der Akku aufgeladen wird).

Kommen wir jetzt zum Slidermechanismus, dieser ist um Welten besser verwirklicht als beim ähnlich aufgebauten W580i. Der Slider rastet in beiden Positionen angenehm fest ein und es kommt zu keinerlei Wacklern.
Den beiden Sliderteilen ist selbst beim leichten verwinden der Gehäuseteile kein bisschen Spiel zu entlocken. So muss in meinen Augen ein Slider aufgebaut sein.
Der komplette Rest des Gehäuses ist aus hochwertigem und stabilem Kunststoff. Das Gehäuse ist insgesamt gesehen sehr gut verarbeitet; Sony Ericsson leistet sich keine Schwächen und liefert ein wirklich solides Gerät ab.
Display:

Das Display ist in seiner Qualität und Größe vergleichbar mit dem Display des Sony Ericsson K850i. Es werden 240 x 320 Pixel bei 262.144 Farben dargestellt, die aktive Fläche liegt bei sehr angenehmen 2.2 Zoll (diagonal) was somit eine Ecke über der W890i und W580i Displaygröße anzusiedeln ist.
Um bei diesem großen und hellen Display Akkuleistung zu sparen hat Sony Ericsson in der rechten unten Displayecke einen Lichtsensor verbaut (es ist der kleine, helle Punkt auf den Livebildern). Der Lichtsensor lässt sich nicht per Menü beeinflussen sondern findet automatisch seine Anwendung. Dies ist insofern etwas schade, da es stellenweise so zu Helligkeitsschwankungen während der Bedienung der Softkeys kommt (da stellenweise ein Finger den Lichtsensor verdecken kann).
Der Kontrast des Displays ist vorbildlich, und auch die Schriftgröße ist durch das recht üppige Display angenehm groß (jedoch nicht in ihrer Größe einstellbar). Somit passen beim W760i trotz des 2.2 Zoll Displays nicht mehr Textzeilen auf das Display als z.B. beim vergleichsweise kleinen 1.8 Zoll Display des W880i. Hier wurden also die Vorteile der zur Verfügung stehenden Displayfläche nicht in mehr Textzeilen umgesetzt.
Kommen wir wieder zurück zur Ablesbarkeit des Displays.
Gerade bei direktem Sonnen- und Lichteinfall spielt das Display seine Vorteile gegenüber einigen der alten Displays aus. So ist das Display selbst unter direkter Sonneneinstrahlung noch bestens abzulesen und auch die Farben werden recht gut wiedergegeben.
Schön, dass man auch die Displayhelligkeit einstellen kann (zwischen 50% - 100% Helligkeit) - so kann man bei guten Lichtverhältnissen Akkuleistung sparen. In den Untermenüs werden in der Regel rund 6 Menüpunkte bzw. Zeilen gleichzeitig angezeigt. Hinzu kommen hierbei wie immer noch die Überschrift für den jeweiligen Menüpunkt sowie die Schrift für die drei Softkeys. Auch gut, dass man die Optik des Menüs immer noch nahezu komplett mit eigenen Themes personalisieren kann. Dank der Walkmanzugehörigkeit gehören auch wieder Flash-Themes mit zur Grundausstattung des W760i.
Abschließend noch eine negative Sache zum Displayverhalten im Standby-Betrieb. Das Display beherrscht leider keine permanente "Energiesparuhr", so wird weder der Uhrzeit noch verpasste Anrufe oder SMS dauerhaft angezeigt. Das ist insofern schade weil man immer eine Taste drücken muss um die Beleuchtung zu aktivieren und zu schauen ob ein Anruf in Abwesenheit oder ähnliches stattgefunden hat.
Tastatur:

Dank des Slidermechanismus und der daraus resultierenden, zur Verfügung stehenden Fläche ist ausreichend Platz für große, gut bedienbare Tasten vorhanden. So sind die Softkeys, die Menütaste und die Anruftasten ausreichend groß dimensioniert und haben einen guten Einzelabstand. Die Zifferntasten im unteren Sliderteil sind da etwas enger miteinander verbunden da dies über 3 zusammenhängene Spalten mit je 4 Tasten realisiert wird. Das heißt es gibt fast keinen fühlbaren Zeilenunterschied und man muss die Tasten anhand ihrer gewohnten Tastenposition treffen.
Dank der großen, zentralen Steuertaste macht die Handhabung des Menüs viel Spaß und es kommt sogut wie nie zu Fehleingaben. Sämtliche Taste sind sehr fest und stabil in das Gehäuse eingelassen. Das Steuerkreuz macht auf mich einen besseren Eindruck als das Steuerkreuz des Sony Ericsson W880i. Die Taste ist etwas größer dimensioniert und dadurch leichter zu bedienen.
Seitlich am Gehäuse befinden sich zwei weitere Tasten. Ganz oben an der (rechten) Gehäuseseite findet sich die Laut-/Leiste-Taste wieder. Diese dient bei aktivierter Kamera dann zur Nutzung des digitalen Zooms.
Weiter unten auf der anderen Gehäuseseite findet sich die Taste für den Walkmanplayer wieder.
Zur Tastenbeleuchtung kann ich sagen, dass diese ausreichend hell geworden ist. Das weiß ist zwar leider nicht 100%ig gleichmäßig was die Ausleuchtung der Tasten angeht, reicht aber um alle Tasten lesbar auszuleuchten. Im Walkman Modus kommt die orange Tastenbeleuchtung zur Anwendung, wodurch die speziellen MP3-Funktionen des Steuerkreuzes und der umherliegenden Tasten hervorgehoben werden soll.
Die konventionelle, weiße Tastenbeleuchtung bildet dank der Gehäusegrundfarbe aber sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen guten Kontrast zu der Gehäusefärbung. Das Steuerkreuz wird vom Tastenrand auch leicht beleuchtet, so ergibt sich ein weißlicher Schimmer um das Steuerkreuz und die Softkeys.
Grundsätzlich sei zur Tastatur und Ihrer Bedienung gesagt das jeder mit dieser Tastatur zurechtkommen sollte, auch SMS-Vieltipper sollten damit nach kurzer Gewöhnungsphase sehr gut klarkommen.
Menüoberfläche:

Das Menü hat sich bei Sony Ericsson von der Struktur her langsam bewährt. Es gibt folgende Oberpunkte:
PlayNow ------------------------- Internet ---------- Unterhaltung
Kamera -------------------------- Nachrichten ------ Medien
Ortsbezogene Dienste -------- Kontakte --------- WALKMAN
Anrufe --------------------------- Organizer -------- Einstellungen
Auch hier wieder der obligatorische Vergleich - so werden wie gewohnt die Symbole sehr fein und nett animiert dargestellt (sobald man mit dem Steuerkreuz über den jeweiligen Menüpunkt fährt), wobei natürlich die einzelnen Symbole dank der recht hohen Displayauflösung sehr fein gezeichnet wirken. Ein nettes Detail ist wie gehabt im Hauptmenü auch die permanente Anzeige der aktuellen Uhrzeit in der Statusleiste ganz oben im Menü.
Neu sind die Punkte "Medien" und "Ortsbezogene Dienste" im Hauptmenü. Einerseits wurde der überflüssige Punkt Radio ins Untermenü verfrachtet und andererseits der Datei-Manager durch den Punkt Medien ersetzt. Dies sind rein optisch erstmal die wichtigsten Unterschiede im Hauptmenü. Im Untermenü Medien kommt dann die zweite optische Neuerung, so ist hier ein Medienmenü wie bei Sonys PSP oder Playstation 3 zu finden. Mehr dazu aber später im Test.

Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber anderen Sony Ericsson Geräten nicht verändert - so kann es sich problemlos mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv keine echten Hänger oder Hakler im Menü.
Eine nette optische Spielerei sind die beiden neuen Menüansichten. So kann man das Menü einerseits als Matrix darstellen, alternativ als Rondell oder aber als Einzelsymbol. Gerade die Rondellansicht ist nett anzuschauen, da hier von links nach rechts durch das Hauptmenü rotiert wird.
Kamera:

Hier hat Sony Ericsson gegenüber seinen Cyber-shot Handys eher Standard-Hardware verbaut - so findet man beim W760i eine 3.2 Megapixel Hauptkamera ohne Autofocus und LED-Licht wieder. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Die Fotoqualität reicht zwar nicht an die Qualität der Sony Ericsson Geräte mit 5.0 Megapixeln und Autofocus heran, doch es ist reicht immer noch für den ein oder anderen einfachen Schnappschuss.
Im Auslieferungszustand passen noch weit über 300 Bilder auf das Gerät, sicherlich mehr als ausreichend bei einem freien Speicherplatz von knapp 1GB MB auf der mitgelieferten Speicherkarte. Die Bilder werden trotz des 3.2 Megapixel Bildsensors bei schlechten Lichtverhältnissen leider etwas verrauscht und unscharft, was vermutlich auch daran liegt dass das Objektiv ziemlich klein ist und deshalb wenig Licht aufnehmen kann. Bei guten Lichtverhältnisse, z.B. unter viel Sonnenlicht werden die Bilder durchaus brauchbar; so kann man gelegentlich in Betracht ziehen, das ein oder andere Bild auf Fotopapier auszudrucken.
An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:
Foto:
-
2048 x 1536 (3.2 MP)
-
1632 x 1224
Pixel (2 MP)
- 1280 x 960 Pixel (1 MP)
- 640 x 480 Pixel (VGA)
Video:
- 320 x 240 Pixel (QVGA)
- 176 x 144 Pixel (QCIF)
Für die Befriedigung des Spieltriebs sorgen unzählige Einstellmöglichkeiten und diverse Aufnahmemodi. Wie bei vielen Kamerahandy oder auch Digitalkamera zeugen die Bilder in dunklerer Umgebung allerdings von einigem Grundrauschen und aufgrund des fehlenden Blitzes (oder einer LED) sind richtige Nachtaufnahmen sogut wie unmöglich. So kann man verwertbare Ergebnisse nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen erzielen.
Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei ist schon von diversen Sony Ericsson Geräten bekannt und denkbar einfach. Das Gerät wird hierfür einfach aufgeschoben (um die Kamera im oberen Sliderpart zum Vorschein zu bringen) und man bewegt sich per Steuerkreuz seitlich durchs Menü (ältere Sony Ericsson Kamera-Menüoberfläche), ausgelöst wird dann über die zentrale Menütaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.
Im Kameramenü eine kleine Neuerung, dank des GPS Empfängers hat man die Möglichkeit seine Bilder mit GPS Koordinaten zu versehen. Das sogenannte geo-tagging bzw. die sogenannte Geokodierung sorgt dafür das man immer weiß so ein geschossenes Motiv entstanden ist. Der Satellitenfix dauert nur einen kleinen Moment da der "Sat-Fix" wahlweise durch A-GPS unterstüzt werden kann.
Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Zoomfunktion
- Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, Bildfolge)
- Bildgröße (3.2 MP, 2MP, 1MP, VGA)
- Nachtmodus (Ein, Aus)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Sepia, Negativ)
- Selbstauslöser (Ein, Aus)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
- Fotoqualität
- Speicherziel
-
Verschlusston
-
Überprüfung
- Position hinzu (GPS Koordinaten)
- Einstell. rücksetzen
- Dateinr. rücksetzen
Wer die Features und unzähligen Einstellmöglichkeiten schneller erreichen möchte der kann die einzelnen Shortcuts per Ziffer 0 anzeigen lassen und aufrufen.

Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man dank des großen Displays nun die Möglichkeit wahlweise 3x3 oder 5x5 Vorschaubilder anzuzeigen. Eine weitere Variante hierbei ist die Anzeige der Bilder über das neue Menü "Medien". Hier werden die Bilder nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet. Alles in allem sind somit also für den Bilderfreak und Hobbyfotographen genug Möglichkeiten zum Rumspielen gegeben sein.
Auf die Frontkamera zur Videotelefonie hat Sony Ericsson beim W760i verzichtet, sicherlich nicht weiter tragisch, da Videotelefonie in Deutschland zumeist selten verwendet wird.
Die Videofunktion ist zwar nicht unbedingt der Rede wert, doch immerhin hat man die Möglichkeit Videos in QVGA Qualität aufzunehmen, was einer Auflösung von 240x320 Pixeln entspricht.
Bei der Video-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Videolänge (MMS, Normal)
- Nachtmodus (An, Aus)
- Selbstauslöser (An, Aus)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
- Mikrofon (An, Aus)
- Überprüfung
-
Speicherziel
-
Dateinr. rücksetzen
- Einstekk. rücksetzen
Die aufgenommen Videos in 240 x 320 Pixel Auflösung werden meines Erachtens nach relativ flüssig wiedergegeben und es gibt wenig Kästchenbildung. Zwar ist die maximale QVGA Videoauflösung beim W760i immer noch nicht das gelbe vom Ei, doch für gelegenliche Videos ist es schon wesentlich brauchbarer als die alte QCIF Auflösung.
Bedienung:

Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem der letzten Sony Ericsson Geräte braucht man keine Bedienungsanleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden.
Für die Unbeholfenen unter uns hat Sony Ericsson wie üblich eine Kurzerklärung im Menü integriert. Diese führt dazu dass man über den linken Softkey „Info“ eine kurze Erklärung zum jeweiligen Menüpunkt erhält. Das heißt es gibt eigentlich so gut wie keinen Oberpunkt der nicht erklärt wird, so kann man wirklich getrost die Bedienungsanleitung beiseite liegen lassen.
Des Weiteren gibt es neuerdings insgesamt drei Softkeys, was eine Neuerung bei Sony Ericssons Menühandhabung ist. Der linke Softkey ist mit dem Medienmenü, der rechte Softkey mit den Kontakten belegt und der zentrale Softkey ist mit dem Hauptmenü belegt.
Direkt unterhalb der beiden äußeren Softkeys finden man zwei weitere Tasten wieder. Einerseits eine grüne "Annahmetaste" genauso wie eine rote "Auflegentaste"; wie mittlerweile hinlänglich bekannt geht Sony Ericsson den Weg wie Nokia und bietet einzelne Tasten zur Anrufabwicklung. Für Handyleihen sicherlich ein Bedienvorteil, für Sony Ericsson bzw. Handy-Kenner kein echter Vorteil.
Im linken Tastenbereich, direkt unterhalb der Rufannahmetaste befindet sich die Taste für das Aktivitätenmenü. Die Taste vereint die Features der früheren "Mehr"-Taste“, d.h. hier werden Verknüpfungen wie Bluetooth, Kamera, Kalender, etc. gesammelt. Insgesamt ist das immer noch ein super Feature, da dieses sog. "Aktivitäten-Menü" durch einen einfachen Druck auf diese Taste aus jedem Menüpunkt heraus direkt angesprochen werden kann und sogar eigene Shortcuts erstellt werden können.
Eine nettes Feature auch hier, so können auch eigene Java Applikationen direkt verknüpft werden. Wer also beliebte Programme wie Opera mini oder Jimm (ICQ Client) regelmäßig nutzt wird dieses Feature zukünftig zu schätzen wissen.
Ein netter Nebeneffekt der Tastenumstrukturierung ist der Wegfall der separaten Browser Taste, was für die meisten User sicherlich ein Segen sein wird da keine versehentliche Internet-Einwahl passieren kann. Die separate "Zurück-Taste" wurde auch gleich mit abgeschafft und auf den rechten Softkey verlegt, was die Handhabung somit nicht wirklich verändert.
Geblieben ist die von anderen Geräten schon bekannte "Walkman-Taste" zum starten des Walkman-Players und der Shake-Control sowie die "Aktivitäten-Menü Taste" für das entsprechende Untermenü.
Alles in allem Sony Ericsson-typisch leicht zu bedienen, wobei wie oben schon gesagt einige nützliche Features hinzugekommen sind.
Akku und Empfang:

Trotz des etwas größer gewordenen Gehäuses würde ich beim Empfang keine allzu großen Unterschiede zwischen dem W760i und Geräten wie dem kürzlich getesteten C902 sehen. Wenn ich von einem C902 ausgehe, so würde ich den Empfang beim W760i eine ganze Spur besser ansehen und irgendwo um die "Schulnote 2- bis 3+" einstufen.
Das Gerät beherrscht GSM Quadband und auch UMTS, HSDPA und EDGE. Im Empfangstest hat sowohl der GSM als auch der UMTS Empfang bisher stabil funktioniert. Zu Abbrüchen oder Problemen beim Handover ist es bisher nicht gekommen. Die Netzwahl ist übrigens wahlweise „GSM und UMTS“ oder „nur GSM“, so kann man also bei Bedarf das Gerät auf den reinen GSM Modus zwingen.
Bei der Sprachqualität würde ich dem W760i recht gute Werte zusprechen. Sicherlich ist dies immer rein subjektiver Natur, aber ich bin damit sehr zufrieden beim W760i. Ich habe es hier im Vergleich zum C902 getestet und finde kaum einen hörbaren Unterschied. Einzig die Lautstärke des W760i würde ich eine Ecke lauter als das C902 ansehen. Man muss gerade einmal die halbe Lautstärke auswählen um den Gesprächspartner gut hören zu können.
Über den Akku kann ich leider nicht viel sagen, außer dass er bisher gut durchgehalten hat, obwohl ich die ganze Zeit damit rumgespielt habe. Angegeben ist es vom Hersteller mit maximal 9 Std. Gesprächszeit und 400 Std. Standby (im GSM Betrieb). In der Praxis hält das W760i hoffentlich ähnlich lange durch wie andere aktuelle Sony Ericsson UMTS Geräte.
Hauptfunktionen:

Hier hat Sony Ericsson meiner Meinung nach nicht viel getan, wenn man das Gerät mit anderen Sony Ericsson Geräten vergleicht; doch im Detail hat es schon ein paar kleine Neuheiten zu bieten.
So befinden sich beim W760i folgende wesentlichen Features:
- großes 2.2 Zoll Display mit 240x320 Pixeln bei 262.144 Farben
- vollwertiges Telefonbuch mit 1000 Kontakten und 7000 Rufnummern
- Aktivitäten-Menü (Multitasking Feature)
- USB Wechseldatenträger (Treiber sind nicht nötig)
- 3.2 Megapixel Kamera (ohne Autofocus)
- UMTS, HSPDA, GPRS und EDGE
- Bewegungssensor
- Shake Control im MP3-Player
-
neues Medienmenü
- integrierter GPS Empfänger
- Walkman 3.0 und Media-Player (inklusive Vollbild-Modus)
- Stereo-Lautsprecher
- Speicherkarten-Slot (Hot-Swap), aktuell bis 8 GB
- Radio mit RDS
- Fastport Schnittstelle
- TrackID ( mit Interpret Info und Titel Vorschlägen)
- Browser mit Smart-Fit und Vollbildmodus
- RSS Feed Reader
- A2DP (Stereo-Bluetooth)
- Flugzeug Modus (Offline Modus)
- OTA Software Update
Ein etabliertes Feature ist die erweiterte Multitasking-Funktion der aktuellen Sony Ericsson Geräte. So kann man problemlos mehrere Java Applikationen (getestet mit 3 Programmen parallel; das Maximum liegt bei 8 Applikationen) gleichzeitig laufen lassen und parallel noch Musik hören oder zwischendurch eine SMS lesen / verfassen. Dies ist zum Beispiel dann praktisch wenn man einerseits im Web per Opera Mini surft und andererseits im ICQ per Jimm online ist. Diese Funktion zeichnet die Sony Ericsson Geräte aktuell noch gegenüber den meisten Konkurrenzprodukten aus dem Hause Nokia oder Samsung aus.
Eine weitere sinnvolle Funktion ist der Flugzeug Modus, so kann man das Gerät problemlos in den Offline Modus versetzen. Im Gegensatz zu älteren Sony Ericsson Geräten bleibt in diesem Fall selbstverständlich aber das komplette Menü nutzbar und nicht nur der Musik Player.
Die Profile werden wie schon beim bekannt mit verschiedenen kleinen Symbolen am oberen Displayrand angezeigt, ein kleiner Baum symbolisiert z.B. „Draußen“, ein kleines Auto ist das „KFZ Profil“, usw. So erkennt man endlich prima auf den ersten Blick in welchem Profil sich das Gerät gerade befindet.
Eine weitere Feinheit im Menü ist auch die permanente Anzeige der Uhrzeit in der Statusleiste. So sieht man problemlos aus jedem Untermenü heraus neben der Akkukapazität die aktuelle Uhrzeit.
Walkman- und Media-Player:

Der Walkman 3.0 Player hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Die Qualität des Players ist gut, so ist die Klangqualität wirklich sauber und klar, egal ob über das Stereo-Headset oder die internen Stereo-Lautsprecher. Hier legt Sony Ericsson beim Lieferumfang das schon bekannte HPM-70 Headset bei was für einen satten und kräftigen Klang sorgt. Die Bässe kommen wirklich gut und druckvoll rüber und für den Standarduser sollten diese Kopfhörer vollkommen ausreichen.
Die unterstützten Media-Formate sind:
- 3GPP
- AMR
- AAC
- AAC+
- eAAC+
- MP3
- MP4
- M4A
- MIDI
- iMelody
- eMelody
- Real Video 8
- Real Audio 8
- RHZ
- RTSP (Streaming)
- WAV
- WMA
- WMV
- XMF
An Einstellmöglichkeiten bietet der Walkman Musik Player einige Möglichkeiten, da die Funktionen der Walkman Reihe nochmals erweitert wurden. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit Titel zu wiederholen oder willkürlich abzuspielen. Bei der willkürlichen Wiedergabe kommt wahlweise auch die Standard-Shuffle-Funktion zum Einsatz oder das neue Shake Control Feature. Dank des Bewegungssensors kann man nun durch schütteln des Handys einen beliebigen Musiktitel aus dem Handgelenk schütteln. Des Weiteren kann man durch kippen des Gerätes die Lautstärke ändern, neigt man das Gerät bei gedrückter Walkmantaste nach vorne wird es leiser, neigt man es nach oben wird es lauter.
Wer noch eine Spur weiter gehen möchte als die standardmäßige Sortierung der Musik nach den üblichen Punkten wie: Interpret, Album, Titel, Playlist, Genre, Jahr, etc. der kann durch die neue SenseMe Funktion auch Musik nach Stimmungslage hinzufügen. Hierzu kann man die eigene Musik per PC-Software mit Stimmungsinfos versehen und so nach den 4 Hauptkategorien sortieren:
- Traurig
- Ruhig
- Fröhlich
- Schnell
Die einzelne Musiktitel erscheinen dann in einem zweidimensionalen Koordinatenssystem und werden wie eine Art Punkt auf der Sternenkarte dargestellt. Man kann dann wahlweise einzelne Titel wiedergeben, oder gar ganze Playlists hieraus erstellen.
Wem der Standard Klang des Gerätes so nicht passt der kann dies per Equalizer anpassen. Hier stehen folgende EQ Modi zur Auswahl:
- Normal
- Bass
- Mega-Bass
- Sprache
- Höhenanhebung
- Manuell
Die Lautstärke über den internen Lautsprecher ist des Weiteren wirklich gut - laut, klar und ohne verzerren wird die Musik wiedergegeben. In der Qualität ist der Lautsprecher wirklich hörenswert, kann aber nicht ganz mit den Musik-Handys der Konkurrenz von Nokia konkurrieren. Natürlich hat Sony Ericsson auch an die Möglichkeit der eigenen Playlist-Erstellung gedacht, sodass man seine Lieblingssongs einfach zusammenstellen kann.
Als kleines Extra hat Sony Ericsson auch eine Stereo Widening Option integriert, so wird ein räumlicher Klang simuliert, was bei den verbauten Stereo-Lautsprecher durchaus Sinn macht. Wo wir schon beim Thema Stereo sind; das W760i beherrscht auch Bluetooth Stereo Streaming per A2DP, so kann man mit dem passenden Zubehör also auch drahtlos Stereo-Musik hören.
Das integrierte UKW-Radio hat Platz für 20 Stationen, und Sony Ericsson hat auch hierbei wieder RDS integriert. So wird bei den meisten Radiosendern der Sendername übertragen, jedoch nicht Titel oder Interpret (dies ist stark abhängig vom genutzten Sender). Selbstverständlich muss auch beim W760i das Headset angesteckt bleiben, da es wie immer als entsprechende UKW-Antenne fungiert.
Der integrierte Videoplayer kann natürlich auch Videos im Vollbild abspielen. Hier genügt dank des Bewegungssensors ein einfaches drehen des Gerätes ins Querformat und schon wird das Video im Querformat bzw. Vollbildmodus wiedergegeben. Die Wiedergabesymbole und Softkeybeschriftungen verschwinden dann nach wenigen Sekunden der Wiedergabe automatisch und stören somit nicht mehr den Blick auf das ausgewählte Video.
Abschließend beschreibe ich das vom W910i, W890i & Co. schon bekannte Musikerkennungsfeature - die Rede ist vom TrackID Tool. Es scheint nun langsam bei Sony Ericssons Handys etabliert worden zu sein . Mit Hilfe dieses Menüpunktes lassen sich zu, dem Hörer unbekannte Musiktiteln, der entsprechenden Musiktitel, der Interpret und das dazu passende Album anzeigen. Es lassen sich neben dem Titel und Interpreten auch weiterführende Informationen zum Interpreten zugänglich sowie alternative Musiktitel des selben Genres.
Das Feature funktioniert erstaunlich gut und es wird eine ziemlich hohe Trefferquote erzielt. Möchte man also zu einem Lied aus dem Radio oder auf einer Party den passenden Interpreten und den Titel wissen, geht dies kostenlos und schnell (einzig für die Datenübertragung entstehen kosten).
Ortsbezogene Dienste:

Unter dem Menüpunkt "Ortsbezogene Dienste" verbergen sich die GPS- / Ortungsfunktionen die vor allem dank dem integrierten GPS Empfänger vollen und ganz ihren Funktionsumfang entfalten. In dem Verzeichnis findet man unter anderem die "Google Maps" Anwendung, welche in Verbindung mit dem Internet eine Positionsbestimmung und Routenplanung ermöglicht. Selbstverständlich gibt es eine Karten- und Satellitenbilderansicht, so wie man es eben von Google Maps gewohnt ist.
Eine richtige Navigation mit Turn-by-turn ist mit Offboard Navigationslösungen von "Wayfinder" des Weiteren auch vorinstalliert. Die kostenfreie Lizenz ist auf 3 Monate befristet, danach muss eine neue kostenpflichtige Lizenz erworben werden. Wie bei Offboard Navis üblich entstehen pro Route Kosten für die Berechnung der Route und der Fahrmanöver. Dank gesunkener Datenpreise halten sich aber die Kosten hierfür mittlerweile in Grenzen - so kostet eine komplette Routenberechnung mittlerweile nur noch wenige Cent.
Eine weitere Applikation die sich unter dem Menüpunkt "Ortsbezogene Dienste" verbirgt ist der sogenannte Tracker. Dieses Programm ist als Traninsapplikation zu verstehen, es lässt sich ein Kalorienverbrauch ermitteln, die zurückgelegte Strecke, die Geschwindigkeit und einiges mehr. Insgesamt eine super Sache, die dank des integrierten GPS Empfängers noch mehr Sinn macht.
Ansonsten kann im Menü "Ortsbezogene Dienste" noch seine Favoriten speichern, sein Logbuch abfragen, Status des GPS überprüfen und die AGPS Funktion deaktivieren. Insgesamt macht die GPS Funktion wirklich Spaß. Es fehlt nur noch ein Onboard Navigationssystem mit vorinstallierten Karten und wirklich jeder wäre glücklich.
Verbindungsmöglichkeiten:

Hier kann man wie eigentlich schon immer zuletzt Kontakte, Töne, Themes, Videos und Bilder per Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Gut ist wie üblich die Tatsache, dass das W760i als Wechseldatenträger ohne externe Treiber angesprochen werden kann. Schön dass sowohl der Telefonspeicher als auch die Speicherkarte auf Wunsch als eigenes Laufwerk angezeigt werden. Dies ist ein echter Vorteil, da man somit zum reinen Datenaustausch nicht mehr zwingend die PC Suite benötigt.
Einen Nachteil hat die Sache aber auch, so schaltet sich das Gerät während der Nutzung des reinen Datenmodus ab, vermutlich um einen Datenverlust während des Zugriffes zu vermeiden. Löst man die Verbindung, so startet das Gerät unverzüglich und man kann wieder mit dem Telefon arbeiten.
Auch hier wieder eine kleine Neuerung der aktuellen Serie, so beherrscht das W760i das
Media Transfer Protokol. Dieses ermöglicht allgemein ausgedrückt die Übertragung von Daten zwischen Endgeräten und Computern. Wird das W760i also per USB an den Computer angeschlossen, so kann direkt über den Windows Media Player eine Medienwiedergabe bzw. ein Datenaustausch erfolgen.
Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per beiliegendem USB-Datenkabel oder Bluetooth).
Die wichtigsten, unterstützten Bluetooth Profile:
- DUN (Dial-up Network)
- OPP (Object Push Profile)
- SPP (Serial Port Profile)
- HFP (HandsFree Profile)
- HS (Headset Profile)
- BIP (Basic Imaging Profile)
- BPP (Basic Printing)
- FT (File Transfer)
- GAP (Generic Access Profile)
- HID (Human Interface Devices)
- A2DP (Advanced Audio Distribution)
- AVRCP (AV Remote Control)
- Sync (Sync Profile)
An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:
- Windows Adressbuch
- Outlook 2000
- Outlook 2002
- Outlook 2003
- Lotus Notes 5
- Lotus Notes 6
- Lotus Notes 6.5
Für die schnellere Übertragung von vielen Dateien empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarten-Slot einen Kartenleser, da die Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann. Gut ist die Tatsache dass die Entfernung der Speicherkarte beim W760i wenig aufwendig ist, da der Speicherkartenschacht unter einer eigene, leicht zu entfernenden Abdeckung an der Geräteoberseite zu finden ist.
Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch als gut zu bezeichnen ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens nicht ganz so schnell (was die Datenrate angeht) wie ein USB 2.0 Kartenleser.
Für die mobile Datenübertragung stehen erstmals sowohl UMTS als auch HSPDA und EDGE zur Verfügung. Hier hat Sony Ericsson also nichts anbrennen lassen und steht mit dem W760i auf Augenhöhe mit den Geräten der direkten Konkurrenz.
Büro- und Business-Funktion:

Hier bietet das Sony Ericsson W760i einige Funktionen. In der Regel sollte der nachfolgende Funktionsumfang für die meisten Nutzer mehr als nur ausreichen.
- Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern, Privat-Anschrift, Firmen-Anschrift, Emailadresse, URL, Anruferbild (schön groß), etc.
- Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
- Notizfunktion
- Aufgabenliste
- Codememo
- Netfront Browser (WAP 2.0 / HTML & JAVA Script / SSL Support, SmartFit Funktion)
- E-Mail Client
- SyncML und Exchange Server Sync
- RSS-News-Reader (jetzt auch mit Tickerfunktion im Standbyscreen)
- Sprachwahl und Sprachsteuerung
- intelligente Kontaktsuche im Standby
- und natürlich ein Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).
Das Adressbuch ist gegenüber seinen Vorgängern etwas erweitert worden und bietet jetzt die Möglickeit mehrere Handynummern pro Person speichern zu können; zuvor war nur eine Mobilnummer möglich, jetzt sind es Mobil / Mobil (privat) / Mobil (Arbeit).
Ansonsten ist es auch beim Speicherplatz des Telefonbuchs nochmals aufgebohrt worden, so kann man 1000 Kontakte mit nun insgesamt 7000 Rufnummern speichern. Hiermit sollte man also nun genügend Speicherplatz für eine Vielzahl von Rufnummern haben. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann über „Anzeigen“ alle Details ansehen.
Die einzelnen Felder des Telefonbuchs sind:
- Name
- Mobil
- Mobil (privat)
- Mobil (Arbeit)
- Privat
- Geschäft
- Fax
- Andere
- E-Mail Adresse
- Webadresse
- Bild
- Rufton
- Sprachbefehl
- Titel
- Firma
- Straße (Firma)
- Ort (Firma)
- Bundesland (Firma)
- PLZ (Firma)
- Land (Firma)
- Straße (Privat)
- Ort (Privat)
- Bundesland (Privat)
- PLZ (Privat)
- Land (Privat)
- Info
- Geburtstag
Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.
Bei der Suche der Kontakte gibt es auch eine praktische Funktion, die Rede ist von der "intelligenten Suchfunktion". Diese erlaubt im Standbymodus nach Eingabe der Anfangsstellen eines Namens oder einer Rufnummer die "Anzeige der in Frage kommenden Kontakte".
Neben den gerade genannten Funktionen gibt es eine weitere, sinnvolle Funktion. Im Telefonbuch gibt es die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf einem Memory Stick Micro M2 zu sichern und ggf. wiederherzustellen.
Apropos Memory Stick und Speicherung von eigenen Daten. Auch hier gibt es eine vorteilhafte Funktion. So kann man die Speicherkarte als Speicherort für Mitteilungen einstellen und somit scheint sind der Speicherung von Kurznachrichten kaum noch Grenzen gesetzt. Um hier nicht den Überblick zu verlieren hat man auch mitgedacht, hier kann man seine Mitteilungen nach Kategorien einteilen. Die möglichen Kategorien sind:
- Favoriten
- Nachfassen
- Spaß
- Urlaub
- Wichtig
Weitere Kategorien lassen sich nach eigenem Belieben auch hinzufügen und verändern. Eine weitere richtig gute Möglichkeit den Überblick über seinen Nachrichten zu behalten ist die Änderung der Anzeige nach "Kontakten". D.h. hier wird eine Liste von Ordnern angezeigt mit allen Absendern von denen man je eine SMS
bekommen hat. Man kann nun im jeweiligen Kontakt-Ordner alle Nachrichten des jeweiligen Versenders lesen und muss sich nicht durch alle Nachrichten blättern.
Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht. Bei der Tagesansicht gibt es eine Liste der jeweils anstehenden Einträge, bei der Wochenansicht eine Balkenansicht mit Start- und Endzeit der einzelnen Termine. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit Termine beliebig zu wiederholen, egal ob: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich.
Ein Termin kann folgende Felder beinhalten:
Allgemein:
- Thema
- Anfangszeit
- Dauer (0.5 Stunden, 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden, etc.)
- Erinnerung
- Anfangsdatum
Details:
- Ort
- Beschreibung
- Ganztags
- Wiederholung
Sollte man mal einen Eintrag suchen ist dies auch nicht weiter tragisch, so bietet der Kalender eine Suchfunktion mit der man nach ganzen Einträgen, oder Teilen des jeweiligen Eintrags suchen kann.
Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. Des Weiteren gibt es natürlich auch eine Sprachwahl um die Anrufer per Namensnennung automatisch anzuwählen, dies funktioniert allerdings nur in ruhiger Umgebung zuverlässig. Bei lauter Umgebung wird der Anrufername zumeist nicht korrekt erkannt.
Browser und Web-Feed Reader:

Schön auch das für das mobile Surfen der integrierte Netfront HTML Browser wieder seinen Weg in das Gerät gefunden hat. Dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50% - 200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten perfekt auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Gut ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch. Dank Lagesensor braucht man nur das Handy drehen und schon ist es gedreht.
Des Weiteren gibt es ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden. Der Seitenaufbau geht dank HSDPA und EDGE relativ schnell und flüssig vonstatten
Wer das Smart-Fit Feature deaktiviert, bekommt eine neue Anzeigemöglichkeit zu bieten. Per Anzeigeoption "Schwenk + Zoom" hat man die Möglichkeit ähnlich wie bei der Opera Mini 4 per Curor-Auswahl über die ganze Website zu Scrollen und in den gewünschten Ausschnitt hineinzuzoomen. Hier zeigt sich der Vorteil des großen Displays, so kann man große Websites sehr gut überblicken und lesen.
Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich einen Blick in die Preisliste des Netzbetreibers zu werfen, da es schon extreme Unterschiede in den Kosten für eine Datenverbindung über das Mobilfunknetz gibt.
Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine Web Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen. Auch wenn z.B. auf einer Webseite RSS Feeds zu finden sind, dann bekommt man dies automatisch über ein kleines RSS Symbol am rechten unteren Bildrand signalisiert.
Sind die News dann einmal im Reader verzeichnet kann man diese wahlweise einzeln manuell abrufen oder alle in einem Zug aktualisieren. Neu hierbei ist die Anzeige der jeweiligen Schlagzeilen / Übersichten im Standby. Ist also ein Feed erfolgreich aktualisiert kann man dies im Standbyscreen durchblättern und bei Bedarf in den Browser wechseln um die komplette Nachricht zu lesen.
Der Web Feed Reader heißt jetzt übrigens absichtlich nicht mehr RRS Reader, da nicht mehr nur RSS Feeds genutzt werden können sondern auch Podcasts. Ich habe zum testen mal ein Tagesschau.de Podcast hinzugefügt und dieses abgerufen. Der Abruf und das Abspielen der Audio Datei lief in meinem Test einwandfrei, so ist dies also auch eine weitere kleine Neuheit.
Fazit:

Das Sony Ericsson W760i ist ein wirklich nahezu vollwertig ausgestattetes und angenehm handliches Telefon. Es bietet eine Menge Funktionen fürs Geld, auch wenn die Kamera wie üblich unterhalb der aktuellen Cyber-shot Reihe angesiedelt ist. Als kleine Entschädigung hat das Gerät einen integrierten GPS Empfänger, der sowohl für Offboard Navigation nutzbar ist und sich auch für mit der Fotofunktion verknüpft lässt. Ansonsten ist das Gerät mit den aktuellen Mobilfunkturbos wie HSDPA und EDGE ausgerüstet und der mobilen Datennutzung steht nichts mehr im Weg.
Auch in den eigentlichen W-Serien Disziplinen wie dem Walkman-Player und dem Medien Menü weiß das Gerät zu überzeugen. So ist der Walkman-Player von der Qualität her erstklassig und auch die Handhabung ist denkbar einfach. Dank des Bewegungssensors sind auch hier für ausreichende Spielmöglichkeiten geboten.
Durch das handlichen, flachen und gut verarbeiteten Gehäuses kommt auch bei der Gehäuseverarbeitung kein Zweifel am der Qualität des Telefons auf. Wer also schon länger nach einem sehr gut ausgestattetem Walkman-Slider aus dem Hause Sony Ericsson gesucht hat, und Wert auf eine gute Musikwiedergabe legt, der wird vom W760i sicher nicht enttäuscht werden.
Seite 1 |