Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


Sony Ericsson C902 - ausführlicher Testbericht

Vorwort:


Die Sony Ericsson Cyber-shot-Reihe findet Erweiterung in Form des brandneuen C902. Das Gerät ist nebem dem neu erschienenen C702 das erste Geräte der neuen C-Serie (C = Cyber-shot Serie). Dank des flachen und hochwertigen Gehäuses macht es einen wirklich soliden und stabilen Eindruck. Durch die integrierte 5.0 Megapixel Kamera konkurriert das C902 auch firmenintern mit dem G900 und dem K850i. Die Ausstattung kann sich am Preis gemessen durchaus sehen lassen, auch wenn der Lieferumfang üppiger hätte ausfallen können, aber dazu später mehr.

Das Gerät ähnelt in vielen Punkten den anderen Sony Ericsson Geräten der A200 Plattform, weshalb man mit nachsehen möge dass der Testbericht in einigen Punkten an meinen W890i Testbericht angelehnt ist.


Dateien:

- Gerätebilder: Galerie mit 47 Bildern
- Kamerabider: Galerie mit 24 Bildern*
- Displaybilder: Galerie mit 96 Bildern

* Bilder aus Trafficgründen auf 1024 x 768 Pixel verkleinert


Lieferumfang:


Hier eine kurze Auflistung des Lieferumfangs:


- Sony Ericsson C902 (Swift Black)
- Li-Ionen Akku
- Ladegerät
- USB-Kabel
- Stereo-Headset
- Handschlaufe aus Leder
- PC-Media Manager
- PC-Synchronisierungsprogramm



Abb. Lieferumfang (Symbolafotos)

Gehäuse und Verarbeitung:


Hier macht das Sony Ericsson C902 gleich nach dem auspacken eine extrem gute Figur. Es ist wirklich sehr schlank und edel in seinem ansehnlichen komplett schwarz-silbernen Metall-/Kunststoffgehäuse. Das C902 ist aktuell in zwei verschiedenen Farben erhältlich: Swift Black und Luscious Red. Für meinen Test habe ich mich für die schlichte Farbvariante in Swift Black entschieden.

Das Gerät misst gerade einmal 108.0 x 49.0 x 10.5 mm bei einem Gewicht von ziemlich handlichen 107 Gramm. Dies ist also neben dem K770i das bislang dünnsten und handlichste Sony Ericsson Cyber-shot Geräte am Markt.

Beim Sony Ericsson C902 findet erstmals ein raffinierter Slider-Kameramechanismus seinen Einsatz. Das Gerät kann oberhalb des Displays ein Stück weit auseinander gezogen werden, was auf der Rückseite die Kameralinse zum Vorschein bringen lässt. Gleichzeitig kommen in diesem Moment 8 Sensor-Touch-Tasten zum Einsatz, diese befinden sich quer angeordnet oberhalb und unterhalb des Displays wieder.



Abb. Telefonübersicht (Vorder- und Rückseite)

Fangen wir an der linken Seite des Gehäuse, hier ist weit und breit nichts zu finden außer der relativ weit unten verbauten Fastport-Schnittstelle für Ladegerät- und Headsetanschluss. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich auch wieder recht weit unten die die Lautstärkentaste sowie die Kamerataste.

Gehen wir jetzt weiter zur Gerätefront. Hier finden sich ganz oben rechts die versenkte Öffnung für die Frontkamera (die zur Videotelefonie dient); in der Mitte die feine Öffnung für den Lautsprecher und links davon befindet sich ein kleine Öffnzung für den Helligkeitssensor. Direkt darunter befindet sich das 2.0 Zoll messende Farbdisplay. Wiederum direkt unter dem Display befinden sich die zusammenhängenden und leicht zugängliche Softkeys sowie die große Menütaste und die Anrufertasten. Das Ziffernfeld ist übrigens ausreichend groß dimensioniert, hier kommt es zu kaum einer Fehleingabe.


Display:


Das Display ist in seiner Qualität und Größe dem Display des K800i bzw. K810i ziemlich gleichzusetzen. Es werden 240 x 320 Pixel bei 262.144 Farben dargestellt, die aktive Fläche liegt bei 2.0 Zoll (diagonal) und damit ist es identisch mit der Displaygröße des K800i. Schade aber dass Sony Ericssson nicht gleich das 2.2 Zoll des K850i verbaut hat, die Fläche auf der Front wäre sicherlich vorhanden gewesen.

Um Akkuleistung zu sparen hat Sony Ericsson links von dem Lautsprecher einen kleinen, unauffälligen Lichtsensor verbaut (es ist der kleine, helle Punkt auf den Livebildern). Der Lichtsensor lässt sich nicht per Menü beeinflussen sondern findet automatisch seine Anwendung. Grundsätzlich ist die funktionsweise so gedacht das dass Display bei hellerer Umgebung automatisch aufgehellt wird, in dunklerer Umgebung dann abgedimmt wird um den Nutzer nicht unnötig zu blenden und andereseits zusätzlich Akkuleistung zu sparen.

Der Kontrast des Displays ist vorbildlich, und auch die Schriftgröße ist noch als ausreichend dimensioniert zu bezeichnen (die Schrift ist leider nicht in ihrer Größe einstellbar). Kommen wir an dieser Stelle zur Ablesbarkeit des Displays. Bei direktem Sonnen- und Lichteinfall ist das Display noch gut lesbar. Klar hängt das zum Teil vom ausgewählten Theme ab, d.h. wählt man ein komplett schwarzes Theme / Design so wird die Lesbarkeit logischerweise etwas schwieriger. Hat man aber ein helleres Theme eingestellt ist die Lesbarkeit und der gebotene Kontrast zur Schrift absolut ausreichend um alle Informationen ablesen zu können.

Schön, dass man auch die Displayhelligkeit einstellen kann (zwischen 50% - 100% Helligkeit) - so kann man bei guten Lichtverhältnissen nochmals zusätzlich Akkuleistung sparen. In den Untermenüs werden in der Regel rund 6 Menüpunkte bzw. Zeilen gleichzeitig angezeigt. Hinzu kommen hierbei wie immer noch die Überschrift für den jeweiligen Menüpunkt sowie die Schrift für die neuen drei Softkeys. Auch gut, dass man die Optik des Menüs immer noch nahezu komplett mit eigenen Themes personalisieren kann.

Abschließend noch eine negative Sache zum Displayverhalten im Standby-Betrieb. Das Display beherrscht leider keine echte "Energiesparuhr", so wird weder die Uhrzeit noch verpasste Anrufe oder SMS dauerhaft angezeigt. Das ist insofern schade da man immer eine Taste drücken muss um die Beleuchtung zu aktivieren und zu schauen ob ein Anruf in Abwesenheit oder ähnliches stattgefunden hat (d.h. die Energiesparuhr ist zwar vorhanden, jedoch wird das Display komplett abgeschaltet und erfordert dadurch einen Tastendruck um es zu beleben).


Tastatur:


Durch das recht großzügig dimensionierte Gehäuse und den daraus resultierenden, zur Verfügung stehenden Fläche ist eine relativ große, aber nichts wirklich gut bedienbare Tastatur verbaut worden. So sind die Softkeys, die Menütaste und die Anruftasten ausreichend groß dimensioniert, haben aber keinen Einzelabstand zueinander und sind gut bedienbar. Die Zifferntasten sind dagegen etwas weniger gut bedienbar, das liegt vor allem an der schrägen Bauform und dem zu straffen Druckpunkt. Die Zifferntasten erfordern einen zu kräftigen Druck beim schreiben von SMS oder Texten.

Dank der großen, zentralen Steuertaste macht die Handhabung des Menüs zumindest viel Spaß und es kommt sogut wie nie zu Fehleingaben. Sämtliche Taste sind sehr fest und stabil in das Gehäuse eingelassen. Das Steuerkreuz macht auf mich sogar einen besseren Eindruck als das Steuerkreuz des Sony Ericsson K770i oder K850i.

Seitlich am Gehäuse befinden sich zwei weitere Tasten. Ganz unten an der (rechten) Gehäuseseite findet sich die Laut-/Leiste-Taste wieder. Diese dient bei aktivierter Kamera dann zur Nutzung des digitalen Zooms (nur bei VGA Auflösung möglich). Direkt darüber auf der selben Gehäuseseite findet sich die Taste für den Kameramodus wieder. Die Taste ist einerseits dafür da um die Kamera zu starten und andererseits dafür da um das gewünschte Fotomotiv zu fixieren.

Zur Tastenbeleuchtung kann ich nur sagen, dass diese noch ausreichend hell geworden ist. Das weiß ist leider nicht 100%ig gleichmäßig was die Ausleuchtung der Tasten angeht. Die Tasten bleiben somit auch unter schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar.

Die weiße Tastenbeleuchtung bildet nicht nur bei Nacht einen guten Kontrast zur Gehäusefarbe, auch tagsüber bildet das weiß einen hervorragenden Kontrast zur schwarzen Tastaturfarbe. Das Steuerkreuz wird von der Mitte heraus auch rund umleuchtet, so ergibt sich ein weißlicher Schimmer um das Steuerkreuz.

Grundsätzlich sei zur Tastatur und Ihrer Bedienung gesagt das jeder mit dieser Tastatur zurechtkommen sollte, auch wenn SMS-Vieltipper mit der Tastatur so ihre Probleme kriegen werden (aufgrund des zu straffen Druckpunktes).


Menüstruktur:


Das Menü hat sich bei Sony Ericsson von der Struktur her langsam bewährt. Es gibt folgende Oberpunkte:

PlayNow ----------- Internet ----------- Unterhaltung
Cyber-shot--------- Nachrichten ------ Medien
Alarme -------------- Kontakte --------- Radio
Anrufe ------------- Organizer --------- Einstellungen


Auch hier wieder der obligatorische Vergleich - so werden wie gewohnt die Symbole sehr fein und nett animiert dargestellt (sobald man mit dem Steuerkreuz über den jeweiligen Menüpunkt fährt), wobei natürlich die einzelnen Symbole sehr fein gezeichnet wirken. Ein nettes Detail ist wie gehabt im Hauptmenü auch die permanente Anzeige der aktuellen Uhrzeit in der Statusleiste ganz oben im Menü.

Seit dem W910i sind die Punkte "Medien" und "Radio" im Hauptmenü untergebracht, selbiges ist somit auch beim neueren C902 der Fall. Einerseits wurde der überflüssige Punkt Videotelefonie ins Untermenü verfrachtet und andererseits der Datei-Manager durch den Punkt Medien ersetzt (und ins Untermenü Organizer verschoben). Dies sind rein optisch erstmal die wichtigsten Unterschiede im Hauptmenü. Im Untermenü Medien kommt dann die zweite optische Neuerung, so ist hier ein Medienmenü wie bei Sonys PSP oder Playstation 3 zu finden. Mehr dazu aber später im Test.


Abb. Sony Ericsson C902 Menü (Ausschnitt aus der Menüoberfläche)

Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber anderen Sony Ericsson Geräten nicht verändert - so kann es sich problemlos mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv keine echten Hänger oder Hakler im Menü.

Eine nette optische Spielerei sind die beiden neuen Menüansichten. So kann man das Menü einerseits als Matrix darstellen, alternativ als Rondell oder aber als Einzelsymbol. Gerade die Rondellansicht ist nett anzuschauen, da hier von links nach rechts durch das Hauptmenü rotiert wird.

Cyber-shot Kamera:


Hier hat Sony Ericsson gegenüber seinem Cyber-shot Bruder K850i nahezu identische Hardware verbaut. So findet man beim C902 eine 5.0 Megapixel Hauptkamera mit Autofocus und LED-Licht wieder. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2592 x 1944 Pixeln. Die Fotoqualität reicht zwar je nach Lichtverhältnis nicht ganz an die Qualität des Sony Ericsson K850i heran, doch es kann sich immer noch von der Qualität her sehen lassen.

Im Auslieferungszustand passen noch eine Menge Bilder auf das Gerät, der Platz ist sicherlich ausreichend bei einem freien Speicherplatz von knapp 160 MB auf dem Gerät. Eine Speicherkarte sucht man leider vergeblich im Lieferumfang, hier muss man sich also im Zubehörhandel bedieen. Die Bilder werden, wie bereits gesagt dank 5.0 Megapixel zumindest bei guten Lichtverhältnissen brauchbar, auch wenn es an einem echten Xenon Blitzlicht fehlt und nur eine LED verbaut wurde. Bei Nacht jedoch stößt die Kamera dadurch recht schnell an Ihre Grenzen, hier entsteht bei weiter entfernten Objekten ein sehr starkes rauschen.

An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:

Foto:

- 2592 x 1944 Pixel (5 MP)
- 2048 x 1536 Pixel (3 MP)
- 1280 x 960 Pixel (1 MP)
- 640 x 480 Pixel (VGA)

Video:

- 320 x 240 Pixel - QVGA (Normal / maximale Länge)
- 320 x 240 Pixel - QVGA (Für MMS / max. 15 Sek.)

Für das bestmögliche Bild sorgen unzählige Einstellmöglichkeiten und diverse Aufnahmemodi. Wie bei vielen Kamerahandys zeugen die Bilder in dunklerer Umgebung allerdings von einigem Grundrauschen und aufgrund des fehlenden Xenon Blitzes (nur eine LED) sind weit entfernte Aufnahmen etwas unscharf. So kann man gut verwertbare Ergebnisse nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen erzielen.

Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei ist schon von diversen Sony Ericsson Geräten bekannt und denkbar einfach. Das Gerät wird hierfür einfach quer gehalten und man bewegt sich per Steuerkreuz seitlich durchs Menü (Sony Ericsson Cyber-Shot Benutzeroberfläche), ausgelöst wird dann über die in dieser Position oben angebrachte Auslösetaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.

Praktisch sind die rund um das Display angeordneten, blau leuchtenden Touch-Tasten. So kann man schnell zwischen den verschiedenen Kamerafunktionen wechseln. Sei es der Wechsel der Szenenmodi oder der Wechsel zwischen Kamera- und Videofunktion. Für viele Funktionen gibt es die passenden Touch-Taste.


Abb. Cyber-shot Oberfläche mit Touch Tasten (Kamera Menüoberfläche)

Auch im Kameramenü eine kleine Neuerung, so ist die Oberfläche noch etwas optisch ansprechender gestaltet. Die einzelnen Symbole sind noch größer und übersichtlicher gestaltet. Auch im Untermenü gibt es eine Neuerung, unter dem Punkt "Einstellungen" sind alle übrigen Kameraeinstellungen wie "Fotoqualität, Speicherziel, etc." zusammengefasst worden.

Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Zoomfunktion (nur in VGA)
- Aufnahmemodus (Normal, BestPic, Panorama, Rahmen)
- Szenen (Auto., Nachtszene, Landschaft, Portät, Strand/Schnee, Sport, Dokument)
- Bildgröße (5MP, 3 MP, 2MP, VGA)
- Autofocus (Automatisch, Gesichtserkennung, Makro, Unendlich)
- Blitz (Automatisch, Aus)
- Selbstauslöser (Ein, Aus)
- Messmodus (Normal, Spot)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Solarisieren)
- Einstellungen (Fotoqualität, BestPic, Überprüfung, Stabilisator, Speicherziel, Auto-Drehen, Verschlußton, Vibration, Einstellungen zurücksetzen, Zähler rückset.)

Wer die Features und unzähligen Einstellmöglichkeiten schneller erreichen möchte der kann die einzelnen Shortcuts per Ziffer 0 anzeigen lassen und aufrufen.

Auf die Frontkamera zur Videotelefonie gehe ich hierbei nicht weiter ein, da diese wirklich nur für die Videotelefonie konzipiert wurde und sonst eigentlich nichts zu bieten hat.

Die Videofunktion ist zwar nicht unbedingt der Rede wert, doch immerhin hat sich Sony Ericsson die Kritik zu Herzen genommen. Sony Ericsson bietet jetzt immerhin die Möglichkeit Videos in QVGA Qualität mt 30 Bildern / Sek. aufzunehmen, was einer Auflösung von 240x320 Pixeln entspricht. Dies ist schon mal ein kleiner Vorschritt gegenüber den extrem veralteten 176x144 Pixeln die zumeist bei Sony Ericsson Geräten als Videoauflösung möglich waren.

Bei der Video-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Zoomfunktion
- Aufnahmemodus (Für MMS, Normal)
- Nachtmodus (An, Aus)
- Selbstauslöser (An, Aus)

- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Solarisieren)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe)
- Mikrofon (An, Aus)
- Einstellungen (Überprüfung, Speicherziel, Zähler rückset)

Die aufgenommen Videos in 240 x 320 Pixel Auflösung werden meines Erachtens nach relativ flüssig wiedergegeben und es gibt recht wenig Kästchenbildung. Zwar ist die QVGA Videoauflösung beim C902 immer noch nicht das gelbe vom Ei, doch für gelegenliche Videos ist es schon wesentlich brauchbarer als die alte QCIF Auflösung.


Bildergalerie:


Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man dank des etwas größeren Displays nun die Möglichkeit wahlweise 3x3 oder 5x5 Vorschaubilder anzuzeigen. Eine weitere Variante hierbei ist die Anzeige der Bilder über das neue Menü "Medien". Hier werden die Bilder nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet. In dieser Ansicht werden dann 3x4 Vorschaubilder angezeigt, inkl. der Überschrift des gerade ausgewählten Monats.

Die Bildergalerie bietet eine wunderbare Möglichkeit einen Überblick über seine gespeicherten Bilder zu halten. So kann man seine bevorzugten Bilder zu einer Favoriten Übersicht hinzufügen. Wer mag kann die Bilder in einer Slideshow abspielen - auch hier wieder eine nette Spielerei - es lassen sich Stimmungslagen einstellen was eine bestimmte Musik und Wiedergabeoptik der Bilder zufolge hat.

- Stumm
- Traurig
- Romantisch
- Glücklich
- Energie

Die Bilder werden optisch nett aufbereitet indem die Bilder seitlich ins Bild hineinblättern, die Farben verändert werden (z.B. in Grautönen) und in bestimmte Ausschnitte hereingezoomt wird. Insgesamt sind so sehr nette Effekte bei der Präsentation möglich.


Handhabung:


Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem der letzten Sony Ericsson Geräte braucht man keine Bedienungsanleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden. Gut, diese Aussage ist immer relativ, aber ich denke auch Sony Ericsson Neulinge sollten mit dem Gerät wirklich gut klarkommen.

Für die Unbeholfenen unter uns hat Sony Ericsson wie üblich eine Kurzerklärung im Menü integriert. Diese führt dazu dass man über den linken Softkey „Info“ eine kurze Erklärung zum jeweiligen Menüpunkt erhält. Das heißt es gibt eigentlich so gut wie keinen Oberpunkt der nicht erklärt wird, so kann man wirklich getrost die Bedienungsanleitung beiseite liegen lassen.

Des Weiteren gibt es insgesamt drei Softkeys zur Menüsteuerung, was eine weitere Erleichtung der Handhabung ist. Der linke Softkey ist mit dem Medienmenü, der rechte Softkey mit den Kontakten belegt und der zentrale Softkey ist mit dem Hauptmenü belegt.

Ein weiterer Standard der neuen Sony Ericsson Geräte sind die separaten Anruftasten. Einerseits eine "Annahmetaste" genauso wie eine "Auflegentaste"; somit geht Sony Ericsson den Weg wie Nokia oder Samsung und bietet einzelne Tasten zur Anrufabwicklung. Für Handyleihen sicherlich ein Bedienvorteil, für Sony Ericsson bzw. Handy-Kenner kein echter Vorteil.

Im linken Tastenbereich, rechts unterhalb der Rufannahmetaste befindet sich die Taste für das Aktivitätenmenü. Die Taste vereint die Features der früheren "Mehr"-Taste“, d.h. hier werden Verknüpfungen wie Bluetooth, Kamera, Kalender, etc. gesammelt. Insgesamt ist das immer noch ein super Feature, da dieses sog. "Aktivitäten-Menü" durch einen einfachen Druck auf diese Taste aus jedem Menüpunkt heraus direkt angesprochen werden kann und sogar eigene Shortcuts erstellt werden können.
Eine kleine Neuerung gibt es auch hier, so können jetzt auch eigene Java Applikationen direkt verknüpft werden. Wer also beliebte Programme wie Opera Mini 4.0 oder Jimm (ICQ Client) regelmäßig nutzt, der wird dieses Feature zukünftig zu schätzen wissen.

Ein netter Nebeneffekt der Tastenumstrukturierung ist der Wegfall der separaten Browser Taste, was für die meisten User sicherlich ein Segen sein wird da keine versehentliche Internet-Einwahl passieren kann. Die separate "Zurück-Taste" wurde auch gleich mit abgeschafft und auf den rechten Softkey verlegt, was die Handhabung somit minimal verändert.

Alles in allem Sony Ericsson-typisch leicht zu bedienen, wobei wie oben schon gesagt einige nützliche Features hinzugekommen sind.


Akku- und Empfangseigenschaften:


Trotz des flachen Gehäuses würde ich beim Empfang keine allzu großen Unterschiede zwischen dem C902 und Geräten wie dem vor wenigen Monaten getesteten W910i sehen. Wenn ich von einem W910i ausgehe, so würde ich den Empfang beim C902 ähnlich ansehen und irgendwo im Bereich "Befriedigend" ansiedeln. Was meiner Meinung nach unter anderem daran liegt dass das C902 eher behäbig vom UMTS Modus auf GSM zurückwechselt. Dies hat so seine Nachteile da es meist bis kurz vor einem drohenden Gesprächsabbruch am UMTS Netz festhält,und erst sehr spät auf das besser versorgte GSM Netz zurückwechselt.

Das Gerät beherrscht nach dem W890i und W910i auch GSM Quadband sowie UMTS, HSDPA und EDGE. Im Empfangstest hat sowohl der GSM als auch der UMTS Empfang bisher relativ stabil funktioniert. Zu Abbrüchen oder Problemen beim Handover ist es bisher selten gekommen. Die Netzwahl ist übrigens wahlweise „GSM und UMTS“ oder „nur GSM“, so kann man also bei Bedarf das Gerät auf den reinen GSM Modus zwingen.

Bei der Sprachqualität würde ich dem C902 recht gute Werte zusprechen. Sicherlich ist dies immer rein subjektiver Natur, aber ich bin damit sehr zufrieden und kann nicht klagen. Einzig bei der Lautstärke des C902 beim telefonieren hätte ich mir ein paar Reserven mehr gewünscht, man muss das Gerät schon ziemlich weit hochregeln um den Gesprächspartner in einer passablen Lautstärke verstehen zu können. Hier wird es in lauten Umgebungen also etwas schwierig werden sein Gegenüber zu verstehen.

Über den Akku kann ich eigentlich nur Gutes sagen, da er bisher wirklich gut durchgehalten hat, obwohl ich eine Menge der Funktionen genutzt habe. Angegeben ist es vom Hersteller mit maximal 9 Std. Gesprächszeit und 380 Std. Standby (im GSM Betrieb). In der Praxis hält das C902 in meinem Fall gute 3-4 Tage, bei gelegentlicher Nutzung der SMS (10 SMS / Tag) und Telefonie (ca. 2,5 Std.). Wer das Gerät als permanenten MP3 Player nutzt soll laut Sony Ericsson auf maximal 18 Stunden Musikgenuss kommen. In der Praxis wird dies sicherlich dafür sorgen dass der Akku bei entsprechender Nutzung von sämtlichen Funktionen inkl. MP3 um einiges schneller leer ist.


Funktionsüberblick:


Hier hat Sony Ericsson nicht viel getan, zumindest wenn man das Gerät rein oberflächlich mit anderen Geräten der A200 Plattform vergleicht. So befinden sich beim C902 folgende wesentlichen Features:

- 2.0 Zoll Display mit 240x320 Pixeln bei 262.144 Farben
- vollwertiges Telefonbuch mit 1000 Kontakten und 7000 Rufnummern
- Aktivitäten-Menü (vollesl Multitasking Feature)
- USB Wechseldatenträger (Treiber sind nicht nötig)
- 5.0 Megapixel Kamera (mit LED und Autofocus)
- UMTS, HSPDA, GPRS und EDGE
- PSP Style Medienmenü
- nur 10.5 mm flaches Gehäuse
- MP3 und Media-Player (inklusive Vollbild-Modus)
- Speicherkarten-Slot (Hot-Swap), aktuell bis 8 GB
- Radio mit RDS
- Fastport Schnittstelle
- TrackID (jetzt auch mit Interpret Info und Titel Vorschlägen)
- Browser mit Smart-Fit und Vollbildmodus
- RSS Feed Reader
- A2DP (Stereo-Bluetooth)
- Flugzeug Modus (Offline Modus)
- OTA Software Update

Ein etabliertes Feature ist die erweiterte Multitasking-Funktion der aktuellen Sony Ericsson Geräte. So kann man problemlos mehrere Java Applikationen (getestet mit 3 Programmen parallel; das Maximum liegt bei 8 Applikationen) gleichzeitig laufen lassen und parallel noch Musik hören oder zwischendurch eine SMS lesen / verfassen. Dies ist zum Beispiel dann praktisch wenn man einerseits im Web per Opera Mini 4.0 surft und andererseits im ICQ per Jimm online ist. Diese Funktion zeichnet die Sony Ericsson Geräte aktuell noch gegenüber den meisten Konkurrenzprodukten aus dem Hause Nokia oder Samsung aus.

Eine weitere etablierte Funktion ist der Flugzeug Modus, so kann man das Gerät problemlos in den Offline Modus versetzen. Im Gegensatz zu älteren Sony Ericsson Geräten bleibt in diesem Fall selbstverständlich aber das komplette Menü nutzbar und nicht nur der Musik Player. Ein kleiner Nachteil hierbei: um ein Ausschalten des Gerätes kommt man beim Wechsel in den Flugzeug-Modus leider weiterhin nicht drumherum.

Die Profile werden wie schon beim bekannt mit verschiedenen kleinen Symbolen am oberen Displayrand angezeigt, ein kleiner Baum symbolisiert z.B. „Draußen“, ein kleines Auto ist das „KFZ Profil“, usw. So erkennt man endlich prima auf den ersten Blick in welchem Profil sich das Gerät gerade befindet. Eine weitere Feinheit im Menü ist auch die permanente Anzeige der Uhrzeit in der Statusleiste. So sieht man problemlos aus jedem Untermenü heraus neben der Akkukapazität die aktuelle Uhrzeit.

Music - und Media-Player:


Kommen wir zur den Musikqualitäten des C902, hier findet der ein minimal abgespeckter Walkman Player seinen Einsatz, also angelehnt an die aktuellste Version des Musik Players von Sony Ericsson. Die Qualität des Players ist gut, so ist die Klangqualität wirklich sauber, egal ob über das Stereo-Headset oder den internen Lautsprecher. Hier legt Sony Ericsson beim Lieferumfang das schon bekannte HPM-62 Headset bei, was für einen durchschnittliche Qualität sorgt. Die Bässe kommen leider nicht wirklich druckvoll und kräftig wie bei den bekannten Walkman Kopfhörern rüber.

Wer einen ausgewogenen Klang sucht wird mit den beiliegenden Kopfhörern also nicht bedient. Alternativen gibt es zu genüge - Shure, Sennheiser oder aber auch direkt aus dem Hause Sony - um nur ein paar Marken für gute Kopfhörer zu nennen. Wer sich unschlüssig ist über Alternativen, der wird über die Suchfunktion sicherlich Hilfe finden.

Aber zurück zu den MP3 Qualitäten des C902. Das Gerät unterstützt eine Vielzahl an Dateiformaten, die im folgenden nochmal aufgezählt werden,

Die unterstützten Media-Formate sind:

- 3GPP
- AMR
- AAC
- AAC+
- eAAC+
- MP3
- MP4
- M4A
- MIDI
- iMelody
- eMelody
- Real Video 8
- Real Audio 8
- RHZ
- RTSP (Streaming)
- WAV
- WMA
- WMV
- XMF

An Einstellmöglichkeiten bietet der Musik Player einige Möglichkeiten, da die Funktionen der Walkman Reihe entliehen wurden. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit Titel zu wiederholen oder willkürlich abzuspielen. Bei der willkürlichen Wiedergabe kommt natürlich auch die Standard-Shuffle-Funktion zum Einsatz, dazu aber gleich mehr.

Kommen wir zur Wiedergabe der Musik über den integrierten Lautsprecher zurück, so ist diese relativ gut. Trotz der geringen Bauform und des einzelnen Lautsprechers auf der Rückseite kommt eine beachtliche Lautstärke zustande. Klar könnte die Qualität noch eine Spur besser und sauberer sein, doch für die meisten User sollte die Qualität bei weitem reichen.

Doch zurück zu den Player-Funktionen des C902. Bei der Sortierung der Musik hat man dank des Medien-Menüs eine Menge an Möglichkeiten: Interpret, Album, Titel, Kompilation, Hörbücher, Podcasts, Wiedergabelisten, Aut. Wdg.liste. Wem der Standard Klang des Gerätes so nicht passt der kann dies per Equalizer anpassen. Hier stehen folgende EQ Modi zur Auswahl:

- Megabass
- Loudness
- Höhen
- Normal
- Rock
- Party
- Pop
- Dance
- Jazz
- Klassik
- Sprache

Natürlich hat Sony Ericsson auch an die Möglichkeit der eigenen Playlist-Erstellung gedacht, sodass man seine Lieblingssongs einfach zusammenstellen kann. Auch gut dass man den Musikplayer nach einer bestimmten Zeit in den "Schlaf" versetzen kann, d.h. die Musikwiedergabe endet zu einer frei definierten Zeit.

Wo wir schon beim Bereich Audio sind; das C902 beherrscht auch Bluetooth Stereo Streaming per A2DP, so kann man mit dem passenden Zubehör also auch drahtlos Stereo-Musik hören.

Der integrierte Videoplayer kann natürlich auch Videos im Vollbild abspielen. Die Symbole und Softkeybeschriftungen verschwinden übrigens wenigen Sekunden nach dem Start der Wiedergabe automatisch und stören somit nicht mehr den Blick auf das ausgewählte Video.

Abschließend beschreibe ich das schon bekannte Musikerkennungsfeature - die Rede ist vom TrackID Tool. Es hat sich bei Sony Ericssons Handys etabliert und funktioniert sehr zuversichtlich. Mit Hilfe dieses Menüpunktes lassen sich zu unbekannte Musiktiteln, der entsprechenden Musiktitel, der Interpret und das dazu passende Album anzeigen. Das Feature funktioniert erstaunlich gut und es wird eine ziemlich hohe Trefferquote erzielt. Möchte man also zu einem Lied aus dem Radio oder auf einer Party den passenden Interpreten und den Titel wissen, geht dies kostenlos und schnell (einzig für die Datenübertragung entstehen kosten).


Verbindungsmöglichkeiten:


Hier kann man wie eigentlich schon immer zuletzt Kontakte, Töne, Themes, Videos und Bilder per Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Gut ist wie üblich die Tatsache, dass das C902 als Wechseldatenträger ohne externe Treiber angesprochen werden kann. Schön dass sowohl der Telefonspeicher als auch die Speicherkarte auf Wunsch als eigenes Laufwerk angezeigt werden. Dies ist ein echter Vorteil, da man somit zum reinen Datenaustausch nicht zwingend die PC Suite benötigt.

Einen Nachteil hat die Sache aber auch, so schaltet sich das Gerät während der Nutzung des reinen Datenmodus ab, vermutlich um einen Datenverlust während des Zugriffes zu vermeiden. Löst man die Verbindung, so startet das Gerät unverzüglich und man kann wieder mit dem Telefon arbeiten.

Auch hier wieder eine kleine Neuerung, so beherrscht das C902 das Media Transfer Protokol. Dieses ermöglicht allgemein ausgedrückt die Übertragung von Daten zwischen Endgeräten und Computern. Wird das C902 also per USB an den Computer angeschlossen, so kann direkt über den Windows Media Player eine Medienwiedergabe bzw. ein Datenaustausch erfolgen.

Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per beiliegendem USB-Datenkabel oder Bluetooth).

Die wichtigsten, unterstützten Bluetooth Profile:

- DUN (Dial-up Network)
- OPP (Object Push Profile)
- SPP (Serial Port Profile)
- HFP (HandsFree Profile)
- HS (Headset Profile)
- BIP (Basic Imaging Profile)
- FT (File Transfer)
- GAP (Generic Access Profile)
- GOEP (Generic Object Exchange Profile)

- PAN (Personal Area Networking Profile)
- HID (Human Interface Devices)
- A2DP (Advanced Audio Distribution)
- AVRCP (AV Remote Control)
- Sync (Sync Profile)
- Phonebook Access Profile

An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:

- Windows Adressbuch
- Outlook 2000
- Outlook 2002
- Outlook 2003
- Lotus Notes 5
- Lotus Notes 6
- Lotus Notes 6.x

Für die schnellere Übertragung von vielen Dateien empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarten-Slot einen Kartenleser, da eine Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann. Schade ist hierbei nur die Tatsache dass die Entfernung einer Speicherkarte beim C902 ein wenig aufwendig ist, da die Speicherkarten nur durch entfernen des Akkudeckels zugänglich und somit auswechselbar ist.

Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch als gut zu bezeichnen ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens nicht ganz so schnell (was die Datenrate angeht) wie ein USB 2.0 Kartenleser.

Für die mobile Datenübertragung stehen erstmals sowohl UMTS als auch HSPDA und EDGE zur Verfügung. Hier hat Sony Ericsson also endlich nachgerüstet und steht mit dem hier vorliegenden C902 auf Augenhöhe mit den Geräten der direkten Konkurrenz aus dem Hause Samsung oder Nokia.


Büro- und Business-Funktion:


Hier bietet das Sony Ericsson C902 einige Funktionen. In der Regel sollte der nachfolgende Funktionsumfang für die meisten Nutzer mehr als nur ausreichen.

- Kontakte speichern mit einer Vielzahl an Kontaktfeldern
- Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
- Notizfunktion
- Aufgabenliste
- Codememo
- Netfront Browser (WAP 2.0 / HTML & JAVA Script / SSL Support, SmartFit Funktion)
- E-Mail Client
- SyncML und Exchange Server Sync
- Web-Feed-Reader (auch mit Tickerfunktion im Standbyscreen)
- Sprachwahl und Sprachsteuerung
- neue intelligente Kontaktsuche im Standby
- und natürlich ein Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).

Das Adressbuch ist gegenüber seinem Vorgänger etwas erweitert worden und bietet jetzt die Möglickeit mehrere Handynummern pro Person speichern zu können; zuvor war nur eine Mobilnummer möglich, jetzt sind es Mobil / Mobil (privat) / Mobil (Arbeit).

Ansonsten ist es auch beim Speicherplatz des Telefonbuchs nochmals aufgebohrt worden, so kann man 1000 Kontakte mit nun insgesamt 7000 Rufnummern speichern. Hiermit sollte man also nun genügend Speicherplatz für eine Vielzahl von Rufnummern haben. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann über „Anzeigen“ alle Details ansehen.

Die einzelnen Felder des Telefonbuchs sind:

- Name
- Mobil
- Mobil (privat)
- Mobil (Arbeit)
- Privat
- Geschäft
- Fax
- Andere
- E-Mail Adresse
- Webadresse
- Bild
- Rufton
- Sprachbefehl
- Titel
- Firma
- Straße (Firma)
- Ort (Firma)
- Bundesland (Firma)
- PLZ (Firma)
- Land (Firma)
- Straße (Privat)
- Ort (Privat)
- Bundesland (Privat)
- PLZ (Privat)
- Land (Privat)
- Info
- Geburtstag

Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.

Bei der Suche der Kontakte gibt es auch eine neue Funktion, die Rede ist von der "intelligenten Suchfunktion". Diese erlaubt im Standbymodus nach Eingabe der Anfangsstellen eines Namens oder einer Rufnummer die "Anzeige der in Frage kommenden Kontakte".

Neben den gerade genannten Funktionen gibt es eine weitere, sinnvolle Funktion. Im Telefonbuch gibt es die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf einem Memory Stick Micro M2 zu sichern und ggf. wiederherzustellen.

Apropos Memory Stick und Speicherung von eigenen Daten. Auch hier gibt es eine Neuerung. So kann man jetzt endlich die Speicherkarte als Speicherort für seine Mitteilungen einstellen und somit scheint sind der Speicherung von Kurznachrichten kaum noch Grenzen gesetzt. Um hier nicht den Überblick zu verlieren hat man auch mitgedacht, hier kann man seine Mitteilungen nach Kategorien einteilen. Die möglichen Kategorien sind:

- Favoriten
- Nachfassen
- Spaß
- Urlaub
- Wichtig

Weitere Kategorien lassen sich nach eigenem Belieben auch hinzufügen und verändern. Eine weitere richtig gute Möglichkeit den Überblick über seinen Nachrichten zu behalten ist die Änderung der Anzeige nach "Kontakten". D.h. hier wird eine Liste von Ordnern angezeigt mit allen Absendern von denen man je eine SMS bekommen hat. Man kann nun im jeweiligen Kontakt-Ordner alle Nachrichten des jeweiligen Versenders lesen und muss sich nicht durch alle Nachrichten blättern.

Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht. Bei der Tagesansicht gibt es eine Liste der jeweils anstehenden Einträge, bei der Wochenansicht eine Balkenansicht mit Start- und Endzeit der einzelnen Termine. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit Termine beliebig zu wiederholen, egal ob: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich.

Ein Termin kann folgende Felder beinhalten:

Allgemein:

- Thema
- Anfangszeit
- Dauer (0.5 Stunden, 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden, etc.)
- Erinnerung
- Anfangsdatum

Details:

- Ort
- Beschreibung
- Ganztags
- Wiederholung

Sollte man mal einen Eintrag suchen ist dies auch nicht weiter tragisch, so bietet der Kalender eine Suchfunktion mit der man nach ganzen Einträgen, oder Teilen des jeweiligen Eintrags suchen kann.

Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. Des Weiteren gibt es natürlich auch eine Sprachwahl um die Anrufer per Namensnennung automatisch anzuwählen, dies funktioniert allerdings nur in ruhiger Umgebung zuverlässig. Bei lauter Umgebung wird der Anrufername zumeist nicht korrekt erkannt.

Ortsbezogene Dienste:


Unter dem Menüpunkt "Ortsbezogene Dienste" verbergen sich die GPS- / Ortungsfunktionen die vor allem mit dem Sony Ericsson GPS-Enabler HGE-100 ihren vollen Funktionsumfang entfalten. In dem Verzeichnis findet man vor allem die "Google Maps" Anwendung, welche in Verbindung mit dem Internet eine Positionsbestimmung und Routenplanung ermöglicht. Selbstverständlich gibt es eine Karten- und Satellitenbilderansicht, so wie man es eben von Google Maps gewohnt ist.

Eine richtige Navigation mit Turn-by-turn ist mit Offboard Navigationslösungen von Firmen wie z.B. "Wayfinder", "Nav4All", "amAze", "OE-Navi" oder dem "Activepilot" möglich. Hierbei entstehen pro Route kosten für die Berechnung der Route und der Fahrmanöver. Dank gesunkener Datenpreise halten sich aber die Kosten hierfür mittlerweile in Grenzen - so kostet eine komplette Routenberechnung mittlerweile nur noch wenige Cent.

Browser und Web-Feed Reader:

Schön auch das für das mobile Surfen der integrierte Access Netfront 3.4 - HTML Browser wieder seinen Weg in das Gerät gefunden hat. Dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50% - 200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten perfekt auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Gut ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch.

Praktisch ist auch der eingeblendete Mauszeiger, der zum markieren der Links auf einer Weund scrollen über eine Website dient, dieser ist ähnlich dem Nokia Serie60 Browser zu verwenden. Durch die Verwendung des Mauszeigers ist die Nutzung wirklich wunderbar einfach und übersichtlich - So macht surfen Spaß!

Der Browser unterstüt
zt folgende Formate:

- HTML 4.01
- xHTML 1.0
- xHTML 1.1
- WML 1.3
- WAP 2.0
- CSS und JavaScript
- Frame und iFrame
- SSL / TLS Sicherheitsprotokolle

Des Weiteren gibt es ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden. Der Seitenaufbau geht dank UMTS, HSDPA und EDGE relativ schnell und flüssig vonstatten

Wer das Smart-Fit Feature deaktiviert, bekommt eine neue Anzeigemöglichkeit zu bieten. Per Anzeigeoption "Schwenk + Zoom" hat man die Möglichkeit ähnlich wie bei der Opera Mini 4.0 per Curor-Auswahl über die ganze Website zu Scrollen und in den gewünschten Ausschnitt hineinzuzoomen.

Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich einen Blick in die Preisliste des Netzbetreibers zu werfen, da es schon extreme Unterschiede in den Kosten für eine Datenverbindung über das Mobilfunknetz gibt.

Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine Web Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen. Auch wenn z.B. auf einer Webseite RSS Feeds zu finden sind, dann bekommt man dies automatisch über ein kleines RSS Symbol am rechten unteren Bildrand signalisiert.


Sind die News dann einmal im Reader verzeichnet, kann man diese wahlweise einzeln manuell abrufen oder alle in einem Zug aktualisieren. Ein recht neues Feature ist hierbei die Anzeige der jeweiligen Schlagzeilen / Übersichten im Standby. Ist also ein Feed erfolgreich aktualisiert kann man dies im Standbyscreen durchblättern und bei Bedarf in den Browser wechseln um die komplette Nachricht zu lesen.


Der Web Feed Reader heißt übrigens absichtlich nicht mehr RRS Reader, da nicht mehr nur RSS Feeds genutzt werden können sondern auch Podcasts. Ich habe zum testen mal ein Tagesschau.de Podcast hinzugefügt und dieses abgerufen. Der Abruf und das Abspielen der Audio Datei lief in meinem Test einwandfrei, so ist dies also auch eine weitere kleine Neuheit.


Übersicht der Funktionen der A200 Plattform:



Hier möchte ich vor dem abschließenden Fazit zum C902 noch einmal kurz die Neuerungen des proprietären Sony Ericsson Betriebssystems aufnehmen und die spezifischen Funktionen des C902 zusammenfassen.

Im Detail hat das Sony Ericsson C902 ähnlich viel zu bieten wie das K850i (es bietet auch den Lagesensor), aber los gehts:


-x-pict Story
Eine neue Art der Diashow, hierbei werden die Bilder je nach eingestellter Gemütslage dargestellt und abgespielt. Ein wirklich schönes Feature wenn man öfter mal Bilder präsentieren möchte.

-Neigungssensor (Accelerometer)
Das Handy verfügt über einen Neigungssensor, so kann die Bildershow, Video- oder Bildwiedergabe beim drehen des Handys automatisch quer drehen lassen.

- Fototag Funktion
Die eigenen Fotos können mit Tags versehen werden, so dass man die Fotos hinterher nach den erstellten Kategorien sortiert anzeigen lassen kann

- Speicherplatz für Kontakte erweitert
Es können mittlerweile 3 verschiedene Handynummer gespeichert werden (Mobil, Mobil (privat), Mobil (Arbeit) und der Gesamtspeicherplatz ist auf 7000 Einträge gewachsen

- neue Suchfunktion für Kontakte
Durch die intelligente Suchfunktion kann direkt aus dem Standby heraus nach Kontakteinträgen gesucht werden

- Speicherplatz für Nachrichten / SMS erweitert
Der geräteinterne Speicherplatz liegt bei 1000 Nachrichten, neu ist jedoch dass als Speicherplatz die Speicherkarte gewählt werden kann und somit ein nahezu ungrenzter Platz für Nachrichten entsteht

- Nachrichten Sortiermöglichkeit nach Kategorien
Die eingegangen Nachrichten lassen sich jetzt nach verschiedenen Kategorien / Kontakten sortiert anzeigen

- neue E-Mail Oberfläche
Die E-Mail Oberfläche wurde optisch aufgewertet und die Konfiguration des E-Mail Anbieters wurde per Online-Abfrage automatisiert

- TrackID mit weiteren Details zum Künstler
Neu ist beim TrackID Feature dass jetzt weiterführende Informationen zum gefundenen Interpret verfügbar sind, genauso wie alternative Musiktitel ähnlicher Musikrichtung vorgeschlagen werden können

- Unterstützung von HSDPA, UMTS und EDGE
Mittlerweile beherrscht ein Sony Ericsson Gerät sowohl Quadband GSM + UMTS, als auch die Datenturbos HSDPA und EDGE

- Bluetooth auch im Flightmode

Neuerdings lässt sich die Bluetooth-Schnittstelle auch im Flight Mode wieder aktivieren

- eigene Verknüpfungen im Aktivitäten-Menü
Innerhalb des Aktivitäten-Menüs können auch jegliche Anwendungen (auch JAVA) direkt verknüpft werden.

- neues Medien-Menü (in Playstation Optik)
Die Wiedergabe von Bildern und Musik wurde vollends auf die Playstation Optik getrimmt.

- Videoauflösung QVGA
Das C902 nimmt Videos in QVGA Auflösung bei 30 fps auf, was einer Auflösung von 320x240 Pixeln entspricht

- Schwenk & Zoom Funktion im Browser
Ähnlich dem Opera Mini 4 Beta Browser lässt sich jetzt eine komplette Homepage in verkleinerter Ansicht auf dem Display darstellen und dann auf Wunsch der gewählte Ausschnitt vergrößern

- Web-Feed-Ticker im Standby
Die RSS-News können nach erfolgreicher Aktualisierung auch im Standby angezeigt und durchblättert werden.

Wie man anhand dieser Auflistung sieht gibt es schon viele kleine Detailsverbesserungen seit Einführung der A200 Plattform bei Sony Ericsson.


Fazit:


Das Sony Ericsson C902 ist ein wirklich gut ausgestattetes, schönes und angenehm flaches Telefon. Es bietet eine Menge Funktionen fürs Geld, auch wenn die Tastatur eher durchschnittlich zu bedienen ist. Ansonsten ist das Gerät mit den neuesten Mobilfunkturbos wie HSDPA und EDGE ausgerüstet und der mobilen Datennutzung steht nichts mehr im Weg.

Auch in der eigentlichen Disziplin des C902 der Cyber-shot Kamera weiß das Gerät größtenteils zu überzeugen. So ist die Kamera von der Qualität her durchweg brauchbar und auch die Handhabung ist denkbar einfach. Leider trübt wie bereits erwähnt die Tastatur etwas den Gesamteindruck. Die Ziffern sind insgesamt etwas zu fest vom Druckpunkt her, so führt ein längeres tippen auf der Tastatur zu leichten Ermüdungserscheinungen in den Fingern, da der Hubweg etwas zu schwergängig ist.

Dank des handlichen, flachen und gut verarbeiteten Gehäuses kommt zumindest bei der Gehäuseverarbeitung kein Zweifel am der Qualität des Telefons auf. Wer also schon länger nach einem sehr gut ausgestattetem, flachen Candybar-Gerät aus dem Hause Sony Ericsson gesucht hat, und Wert auf eine ziemlich gute integrierte Kamera legt, der wird vom C902 sicher nicht enttäuscht werden.

Links:

- Sony Ericsson C902 - Produktseite
- Sony Ericsson C902 - Bedienungsanleitung (PDF)
- Sony Ericsson C902 - Erste Schritte
- Sony Ericsson C902 - Softwaredownloads
- Sony Ericsson C902 - Try the Phone
- Sony Ericsson C902 - kompatibles Originalzubehör

- Sony Ericsson Update Service (Direkter Download)
- Sony Ericsson PC Suite (Direkter Download)
- Konfigurator: WAP - E-Mail - MMS


Quelle der Links : SonyEricsson.com

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