Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


Nokia 6110 Navigator - Testbericht

Vorwort:

Das Nokia 6110 Navigator ist das zweite Symbian-Gerät aus dem Hause Nokia das über einen integrierten GPS Empfänger verfügt. Es ist wie schon das N95 ein weiteres Slider-Gerät und verfügt genauso über eine Menge an Features. Das Gerät unterstützt des Weiteren HSDPA, EGDE, GPRS, Bluetooth und vieles mehr - nur WLAN sucht man auf der Ausstattungsliste. Was das Gerät sonst zu bieten hat wird der nachfolgende Testbericht zeigen.

Bilder und Video:


- Gerätebilder : Galerie mit 49 Bildern
- Displaybilder : Galerie mit 61 Bildern

- Kamerabilder : Galerie mit 18 Bildern*
*aus Trafficgründen verkleinert auf 1024 x 768 Pixel

Lieferumfang:


Gerät: Nokia 6110 Navigator - Betriebssystem: Symbian - UI: Series 60 3rd Edition

- Nokia 6110 Navigator
- Nokia Akku BP-5M
- Nokia Reise-Ladegerät AC-4E
- Nokia Headset HS-42
- Nokia microSD-Speicherkarte MU-28 (512 MByte)
- Nokia Datenkabel DKE-2
- CD-ROM mit der Nokia PC Suite 6.83
- DVD mit weiteren digitalen Karten
- Bedienungsanleitung und Kurzanleitung

Erster Eindruck:


Nach dem öffnen des Kartons kommt es also zum Vorschein, das neue Navigationshandy 6110 Navigator. Der erste Eindruck nach dem auspacken ist erstaunlich positiv geraden. Mir wurde gleich klar das die Verarbeitung eine ganze Ecke besser und stabiler ist als die des Nokia N95. Neben dem Gerät findet sich eine Menge an Zubehör im Karton. Ersteinmal alles sortiert und ausgepackt kann es eigentlich schon losgehen. Also Simkarte, Speicherkarte und Akku eingesetzt und das Gerät eingeschaltet.

Man wird wie gewohnt von der netten Nokia Animation mit dazu passendem Jingle begrüßt. Insgesamt dauert der Startvorgang beim Nokia 6110 Navigator ca. 20 Sekunden bis die PIN Eingabe erfolgen kann. In meinen Augen ist das etwas schneller als bei einigen anderen Symbian Geräten. Dies resultiert sicherlich durch die Kombination von Arbeitsspeicher (~17 MB freier ausführbarer RAM / 64 MB SDRAM) und der schnellen CPU (369 MHz).

Für die grundlegende Konfiguration der wichtigsten Einstellungen für WAP, Internet und MMS steht ein nettes Tool in Form des so genannten Settings Wizard zur Verfügung, der dabei hilft völlig automatisch die entsprechenden Details für den User vorzunehmen.

Gehäuse und Verarbeitung:


Das vorliegende Neugerät ist wirklich sauber und stabil verarbeitet, kein wackeln oder knarzen soweit das Auge reicht. So stellt man sich einen sanft geführten Slider vor, er rastet in seiner Schieberichtung am Anschlag fest ein. Das Gerät ist in meinen Augen sogar besser verarbeitet als das vergleichsweise teure Nokia N95. Klar können die Features nicht in allen Punkten mithalten, doch braucht sich das 6110 nicht zu verstecken. Der Slider ist übrigens halbautomatisch, d.h. er wird nach ca. einem Zentimeter durch einen Federmechanismus in der Öffnung unterstützt und schnellt dann automatisch auf.

Die Größe des Nokia 6110 Navigator ist mit 101 x 49 x 20 mm noch als angenehm zu empfinden, das Gewicht von 125 Gramm ist dieser Größe angemessen. Die Dicke mit maximal 20 mm ist für ein Symbian Smartphone mit diesem Funktionsumfang durchaus angemessen. Es ist dank des Slidermechanismus noch als hosentaschentauglich zu bezeichnen.

Richtig Spaß macht wie gesagt der Slider, dieser ist sehr solide an der rechten und linken Gehäuseseite verankert und rastet stabil ein. Erst beim aufschieben kommt wie gewohnt die vollständige Zifferntastatur zum Vorschein. Ein Wackeln, Knarzen oder Schanierspiel ist bei dem vorliegenden Gerät absolut nicht vorhanden. Zusammengefasst bleibt nur zu sagen: So muss ein Gerät dieser Preisklasse verarbeitet sein, und nicht anders.

Zum Gewicht von 125 Gramm sei gesagt dass es sich sehr positiv auf den Gesamteindruck niederschlägt, so wirkt das Gewicht für die Gerätegröße sehr angenehm. Es vermittelt vielmehr einen sehr hochwertigen Eindruck und man bekommt nicht den Eindruck ein reines Plastikhandy in der Hand zu halten.

Display:


Das Display hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Die verwendete Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 16,7 Millionen Farben ist eine absolute Augenweide für jeden Anwender. Durch die hohe Auflösung ist zumal eine sehr feine Schriftgröße möglich, so dass ggf. sehr viele Informationen auf einen Blick anzeigbar sind. Dank der variablen Schriftgröße (klein / mittel / groß) und des riesigen 2,2 Zoll Displays sollte nie die Übersicht verloren gehen.

Verglichen mit der direkten Konkurrenz ist das Display des Nokia 6110 Navigator wegweisend, egal ob es die Ausmaße sind oder die reine Leuchtkraft. Die Fläche des Displays im Gehäuse wirkt gut genutzt, auch wenn das Display nicht bis ganz an den Rand des Gehäuses reicht.

Bei maximaler Helligkeit (per Lichtsensor dimmbar) spielt das Display seine Stärken vollkommen aus, so ist die Farbwiedergabe extrem kontrastreich und leuchtend. Zum Energiesparen lässt sich die Beleuchtungsdauer und die Zeit bis zum Standbymodus nach eigenen Wünschen verändern. Des Weiteren gibt es den vom N80 bekannten Lichtsensor der dafür sorgt das Display und Tastaturbeleuchtung je nach Helligkeit angepasst wird.

Das Display verfügt übrigens über einen Displayschlafmodus, d.h. im Standby bleibt nur zeitweise ein kleiner Streifen mit Daten, Uhrzeit und den restlichen wichtigsten Informationen erhalten. Dieser Standbybalken verschwindet nach einer einstellbaren Zeit dann aber auch vollkommen (das Display ist dann komplett schwarz). Man wird also nicht permanent über verpasste Anrufe, SMS und Co. informiert. Aufgrund dieser Tatsache muss also erst ein Tastendruck erfolgen um die zuvor genannten Informationen abzurufen.

Personalisierbarkeit:


Wem die normale Menüanordnung nicht in ihrer Standard-Form gefällt, der kann die verschiedenen Icons auch in ihrer Reihenfolge verändern oder gar in selber angelegte Unterordner verschieben. Dies ist insbesondere für die oftmals verwendeten Programme praktisch, so sind diese dann optimal zu erreichen. Das 6110 Navigator unterstützt Themes im Serie60 typischen *.sis Installationsformat, womit sich jeweils das komplette Menüaussehen inkl. Icons verändern lasst. Es finden sich insgesamt 3 vorinstallierte Themes auf dem Gerät (Nokia Theme, Roads, Abstract) die natürlich problemlos durch weitere Themes ergänzt werden können.

Zum Anpassen an die jeweiligen Menügrafiken und -farben kann man sogar die Schriftfarbe per Nokia Theme Studio in eine beliebige Farbe ändern, so dass die Beschriftung bei Verwendung eines z.B. eines dunklen Hintergrunds immer gut lesbar bleibt. Hier mal einige Beispiele was man alles per Theme ändern kann:

- Menühintergrund
- Titel- und Statusleiste
- Analog- und Digitaluhr
- Akku- und Empfangsbalkens
- Menüicons
- Klingelton
- Bildschirmschoner
- Schriftfarben
- Schriftart
- und vieles mehr

Wem die Schnellzugriffe im Aktive-Standby nicht passen sollten, der kann diese gegen andere Shortcuts austauschen, oder aber den Aktive-Standby auch komplett abschalten. Auch hier bietet sich wieder ein hohes Maß an persönlicher Definierbarkeit.

Tastatur:


Die Softkeys und Hörertasten machen einen sehr stabilen Eindruck, sie sind allerdings nicht erhaben, sondern bündig in den oberen Sliderteil des Gehäuses eingelassen. Sie haben einen sehr guten Druckpunkt und sind sehr fest im Gehäuse verankert. Das Steuerkreuz lässt sich sehr gut bedienen und man kommt ohne große Eingewöhnung zurecht. Die Lösung statt eines Joystick ein Steuerkreuz zu nutzen ist sicherlich die bessere, da in meinen Augen mit dem Steuerkreuz eine problemlosere und präzisere Navigation ohne Fehleingaben möglich.

Das Ziffernfeld lässt sich sogar noch einen Tick besser bedienen als die Softkeys, so sind die Tasten ausreichend groß und breit angelegt, einzig die obere Tastenreihe liegen etwas nah an der Gehäusekante des Sliderteils. Man kommt aufgrund der Tastenform nichts desto trotz gleich zu Anfang gut zurecht, auch ohne Eingewöhnungsphase kann man schnell SMS und Texte verfassen.

Die symbianspezifische „C-Taste“ ist beim 6110 Navigator übrigens direkt unter die "Auflegen-Taste" gewandert. Im oberen Sliderteil findet sich des Weiteren die beiden "Softkey-Tasten" sowie die "Symbian-Menü-" und die "Navigator-Taste" wieder.

Seitlich am Gehäuse befinden sich beim 6110 einige spezielle Kameratasten. Fangen wir im Querformat gesehen links an. Hier befindet sich die "Zoom +/- Taste" die im Telefonmodus zur Lautstärkenregulierung dient. Als nächstes folgt die Taste für den Bildauslöser. An der anderen Gehäuseseite findet man die "Eigene Taste" wieder, diese kann frei mit einem Programm nach Wahl belegt werden.

Kommen wir noch kurz zur Tastenbeleuchtung, so ist diese in einem hellen weiß gehalten. Die Tastenbeleuchtung kommt allerdings nur zum Einsatz wenn es die äußeren Beleuchtungsbedingungen wirklich erfordern. Die Softkeys sind genauso in weiß gehalten, was bei dem schwarzen Gerät für einen angenehmen Kontrast sorgt. Alle Tasten sind gleichmäßig ausgeleuchtet, hier ist also alles in bester Ordnung.

Menüstruktur:


Das Menü ist schon diversen Nokia Series 60 Geräten bekannt, und so kann es komplett nach eigenen Wünschen angepasst werden. Dank des neuen Feature Packs kann die Ansicht wahlweise in folgender Form erfolgen:

- Raster
- Liste
- Hufeisen
- V-Form

Bei dem hier getesteten Gerät gab es folgende Hauptmenü-Oberpunte:

- Mitteilungen
- Kontakte
- Protokoll
- Organizer
- Galerie
- Medien
- Internet
- Einstellungen
- Office
- Laden!
- Programme
- Navigator

Wie zuvor auch schon genannt kann man zwischen mehreren Menüanordnungsstilen wechseln, wobei mir persönlich die Gitteranordnung am besten gefällt. Die Symbole sehen farbreich und plastisch aus, so kennt man es schon seit dem Nokia N80 oder auch Serie40 Geräten wie dem Nokia 6300.

Zum leichteren Umgang mit oft verwendeten Funktionen kann man das oben schon erwähnte, so genannte Active-Standby-Menü verwenden. Um Zugang auf die Shortcuts zu erreichen muss man im Standby nur über den entsprechenden Menüpunkt navigieren (man blättert hierbei seitlich links und rechts durch die einzelnen Menüpunkte).

Wem das Menü auf den ersten Blick zu überladen wirkt (durch die vielen Untermenüpunkte) dem sei gesagt das man die Programme Serie60-üblich in entsprechende Unterordner verfrachten kann.

Zu den folgenden Umgebungsprofilen gibt es noch die Möglichkeit das Gerät in den Flugzeug Modus umzuschalten. Hierbei werden alle Funkverbindungen inkl. Bluetooth deaktiviert, das restliche Menü und z.B. Funktionen wie die Kamera oder den MP3-Player können weitergenutzt werden.

Die verschiedenen Menüpunkte in der Profilauswahl (über die rote Hörertaste zu erreichen) sind:


- Allgemein
- Lautlos
- Besprechung
- Draußen
- Pager
- Offline
- Telefon sperren

Die Profile lassen sich natürlich nach eigenen Wünschen umbenennen, anpassen, etc. Einzig eine automatische Zeitsteuerung der verschiedenen Profile vermisst man im Serienszustand des Gerätes. Doch keine Sorge, wer eine automatische Profilumschaltung sucht wird problemlos im 3rd Party Softwareangebot fündig.

Kamera:


Hier hat Nokia eher seine Standardhardware verbaut, so findet sich die von mehreren Geräten bekannte 2,0 Megapixel Kamera wieder. Aktuell stellt diese Auflösung auf dem deutschen Markt noch das gute mittlere Ausstattungssegment dar, so spielt es in einer Liga mit dem Sony Ericsson W850i oder dem Nokia E65 und muss sich durchaus an diesen messen lassen.

Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 1600 x 1200 Pixel. Dies reicht locker für Schnappschüsse und Videos (maximal bis der Speicher im Telefon oder auf der Speicherkarte voll ist). Im Auslieferungszustand passen einige hundert Bilder in höchster Qualität auf das Gerät (der interne Gerätspeicher ist mit über 40 MB recht üppig bemessen), dies sollte für einige Schnappschüsse genügen.

Die Bilder werden übrigens sehr farbgetreu auf dem Display dargestellt. Schön auch das dass komplette Display als Sucher dient und somit ein angenehm großes Sucherbild entsteht. Es gibt kein ruckeln oder nachziehen während der Sucher aktiviert ist.

Die Ergebnisse von Umgebungsaufnahmen sind recht gut, so sind die Bilder bei Tageslicht absolut brauchbar um Abzüge der digitalen Bilder entwickeln zu lassen. Schade nur das Nokia es mal wieder nicht geschafft hat den bekannten "Rotstich" in der Bildmitte verschwinden zu lassen. So hat man bei einigen Bildern eine recht auffällige Rotfärbung in der Bildmitte des gewünschte Motives.

Es stehen folgende Auflösungen im Fotomodus zur Auswahl:

- 320 x 240 Pixel
- 640 x 480 Pixel
- 1152 x 864 Pixel
- 1600 x 1200 Pixel

Bei den Bildern hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Digitalzoom: max. 4x
- Nachtmodus - Ein / Aus
- Blitz - Ein / Aus / Automatisch
- Panoramamodus - Ein / Aus
- Bildfolgemodus - Ein / Aus
- Selbstauslöser - 10 / 20 / 30 Sekunden
- Galerie öffnen
- Hauptkamera oder Zweitkamera verwenden
- Kontrast - Weißabgleich / Farbton
- Aufnahmen anzeigen: Ja/Nein
- Bildqualität - Hoch / Normal / Niedrig
- Standard Fotoname - Datum / Text
- Verwend. Speicher - Telefonspeicher / Speicherkarte

Aber kommen wir zur eigentlichen Bildqualität. Die Bildqualität des Suchers ist erstklassig und auch die Bildwiedergabe ist schön flüssig. In der Galerie werden die Bilder wahlweise als Ausschnitt oder im Vollbild angezeigt, so dass auch hier das volle Display ausgeschöpft wird. In der Galerie steht natürlich wie immer eine Zoomfunktion zur Verfügung, so kann man ggf. noch in Bilddetails hineinzoomen. Die Geschwindigkeit leidet beim Zoomen minimal, so benötigt das Gerät mit einem 2 Megapixel Bild pro Zoomstufe zwischen 1-2 Sekunden Ladezeit.

In der Galerie hat man folgende Möglichkeiten:


- Öffnen
- Senden
- Suchen
- Sortieren nach - Datum / Titel / Größe / Format
- Bearbeiten
- Bild verwenden - Kontakt zuordnen / Hintergrund
- Löschen
- Ordnen
- Markierungen
- Umbennen
- Details zeigen
- Hilfe

Somit sollte also auch für den Bilderfreak genug zum Rumspielen gegeben sein.

Neben dem Fotomodus bietet das 6110 Navigator auch die Möglichkeit Videos im 3GP Format aufzunehmen. Ein wichtiges Merkmal ist die Videoauflösung in QVGA Auflösung, was 320 x 240 Pixeln entspricht und trotz der 15 Bildern pro Sekunde schöne Video ergibt. Klar sind die Videos nicht unbedingt zur Wiedergabe im Vollbildmodus auf dem heimischen PC geeignet, doch zur flüssigen Wiedergabe auf dem Handydisplay reicht es allemal.

Es stehen folgende Videoauflösungen zur Auswahl:

- 320 x 240 Pixel
- 176 x 144 Pixel
- 128 x 96 Pixel

Je nach Größe der Speicherkarte und gewählter Auflösung können somit Videos von zu einer Stunde Länge inkl. Ton aufgenommen werden. Bilder und Videos werden im Galerieordner gespeichert und können dort bearbeitet und betrachtet werden.

Wer übrigens mag kann auch die kleine Frontkamera für Video oder Fotos nutzen, allerdings steht hier nur eine recht schlechte Auflösung von 320x240 Pixeln zur Verfügung. In erster Linie ist dies also für "Fun-Bilder" oder Selbstportraits nützlich.

Bedienung:


Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem Nokia braucht man keine Anleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden. Für die Unbeholfenen unter uns hat Nokia wie immer die Kurzanleitung und eine umfangreiche Hilfe im Menü untergebracht . Meist kann man die Hilfe über die Linke Softkey-Taste erreichen und somit Informationen zu den wichtigsten Menüpunkten nachlesen.

Recht gut ist auch, dass man die beiden Softkey-Tasten frei belegen kann. Des Weiteren gibt es seitlich am Gehäuse eine "Eigene-Taste" welche für schnellen Zugriff auf ein Programme nach Wahl sorgt. Enzig die Navigationstaste in der Mitte ist fest mit der Navisoftware verknüpft, was sich auch nicht ändern lässt.

Alles in allem Nokia-like leicht zu bedienen und meiner Meinung nach auch sehr intuitiv. Wer schon mal ein Symbian Handy hatte, für den ist dies sicherlich so auch richtig ausgedrückt. Wer aber bisher nur die normalen Nokia Serie40 Geräte kennt der wird sicherlich anfangs etwas überfordert sein bzw. sich erst eingewöhnen müssen. So ist die Serie60 Oberfläche zwar leicht zu beherrschen, doch in vielen Punkten wesentlich umfangreicher als als man es von Serie40 Geräten kennt.

Wer sich noch einmal die wichtigsten Funktionen in einer Einführung grafisch aufbereitet anzeigen lassen will, der kann auf das integrierte Flash Tutorial zurückgreifen. Hier wird optisch ansprechend angezeigt was das 6110 eigentlich so alles kann und wie man mit dem Gerät umgeht.

Sprachqualität und Akku:


Bei der Sprachqualität würde ich das 6110 Navigator relativ durchschnittlich ansiedeln, etwas dumpf und blechern ist der Gesprächspartner zu hören. Das Gerät ist zwar ausreichend laut, doch der Klang könnte etwas wrämer und heller sein. Über die integrierte Freisprechfunktion verbessert sich der Eindruck etwas, da das Gerät wirklich sehr kraftig und laut tönt. Hier ist dann selbst in lauterer Umgebung eine problemlose Verständigung möglich.

Für die Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb ergibt sich dank des 900 mAh starken Akkus ein guter Eindruck. In der Praxis werden bei nicht allzu starker Nutzung dank des üppig dimensionierten Akkus um die 3,0 Tage Laufzeit realistisch sein. Es kommt natürlich immer darauf an ob man permanent telefoniert, simst, navigiert oder aber beispielsweise Bluetooth einsetzt. Hierdurch geht die Standby natürlich umso schneller in die Knie.

Angegeben ist das Gerät übrigens vom Hersteller mit bis zu 3,5 Std. Gesprächszeit (GSM) und 244 Std. Standby (GSM und UMTS). In der Praxis wird es sich also sicherlich an anderen Geräten der Serie 60 (mit UMTS) orientieren.

Hauptfunktionen:


Hier hat Nokia symbiantypisch viele Funktionen und Programme integriert. Hier noch mal die wichtigsten Features und echten Neuerungen:

- EGSM 850/900/1800/1900, GPRS/3G (WCDMA)
- Komm. Schnittstellen: UMTS, HSDPA, HSCSD, EGDE, GPRS, CSD, BT
- 2,2 Zoll Display mit 240 x 320 Pixeln bei 16,7 Millionen Farben
- umfangreiches, erweitertes Telefonbuch (fast unbegrenztem Platz für Kontakte)
- GPS Navigation über internen GPS Empfänger und mitgeliefertes Kartenmaterial
- 2,0 Megapixel-Kamera mit LED Blitzlicht
- MP3- und RealPlayer
- UKW-Stereo-Radio 
- Stereo-Lautsprecher
- 40 MB interner Speicher
- mini USB Anschluss (Wechseldatenträger oder PC Suite Modus)
- Office-Applikationen (Quickoffice, Adobe PDF, etc.)
- 3D Menüoberfläche inkl. Themesupport
- micro-SD Slot (aktuell bis 4GB)

Die augenscheinlichste Neuerungen ist wie bereits erwähnt das integrierte GPS Modul. Der GPS Empfänger sitzt im oberen Sliderbereich, sodass ein guter Empfang, vor allem bei geöffnetem Slidermodus möglich ist. Gegenüber dem N95 scheint das 6110 Navigator etwas beständiger und schneller im Satellitenkontakt zu sein. Wer also gerade auf die Navigation wert legt sollte eher zum 6110 tendieren. Mehr zur Navigation aber im folgenden Testbericht Oberpunkt.

GPS Navigation:


Zum zweiten Mal kommt in einem Nokia Handy überhaupt eine Onboard Navigation mit integriertem GPS Empfänger zum Einsatz. Vor einigen Jahren wäre eine integrierte Navigationslösung bei dieser Gerätegröße noch undenkbar gewesen, doch Nokia zeigt uns jetzt das es möglich ist. Im Vergleich zum N95 wird übrignes nicht auf die hauseigene Smart 2 Go Lösung gesetzt, sondern auf Route66 Software mit Kartenmaterial von Navteq.

Vorweg sei gesagt das man sich für den allererste Einsatz etwas mehr Zeit nehmen sollte da der erste Satelliten-Fix einige Minuten dauern kann. Am besten das Gerät bei geöffnetem Slider einige Zeit (in Ruhe) auf der Fensterbank oder dem Balkon liegen lassen (aber bitte nicht in der prallen Sonne) und den Satelliten-Fix abwarten.

Wie es in einschlägigen Foren zu lesen ist empfiehlt es sich auch das 6110 Navigator in regelmäßigen Abständen ca. 30 Minuten mit aktivem GPS liegen zu lassen, so aktualisiert sich der sogenannte Satelliten Almanach und so ist das Gerät zukünftig schneller einsatzbereit. Gewöhnlich ist das Gerät im Alltagseinsatz zwischen 30 Sekunden und 1-2 Minuten einsatzbereit und hat Kontakt zu einer ausreichend Anzahl an Satelliten.

Sobald das Gerät einmal richtig kalibriert ist kann es eigentlich auch schon losgehen. Im Gegensatz zum N95 ist das 6110 Navigator gleich auf Anhieb "ready to go". Es muss keine Lizenz für die sprachgeführte Navigation erworben werden, sondern es kann gleich genutzt werden. Die vorinstallierten Länder varieren selbstverständlich je nach Land in dem man das 6110 erworben hat, in Deutschland kommt es entsprechend mit dem vorinstallieren Kartenmaterial für Deutschland daher.

Beim Reisemodus kann man wählen zwischen: Schnelle Route, Kürzeste Route und Fußgängermodus. Des Weiteren kann man eine Menge weiterer Details einstellen, hier ein kleiner Auszug aus den Einstellungen:

- Autobahnen meiden
- Mautstellen meiden
- Alarm bei erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit
- Farbschema
- Nachtfärbung
- 3D Blickwinkel (im Winkel einstellbar)
- Lautstärke
- Stimme (Sprache, Männlich, Weiblich, etc.)
- Einheiten
- Beleuchtung
- und Vieles mehr!

Die Route ist schnell eingegeben und berechnet, schon kann es losgehen. Die Navigation geschieht wahlweise in 3D-Kartenmodus oder im 2D-Kartenmodus mit zusätzlichen Pfeilgrafiken. Schön das man dem 6110 Navigator zwei Lautsprecher auf der Rückseite verpasst hat, so ist die Sprachansage selbst bei eingeschaltetem Autoradio problemlos zu hören. Selten habe ich solch einen kräftigen Lautsprecher in einem Handy erlebt (hier muss sich selbst das N95 geschlagen geben).

Neben der eigentlichen Navigation lassen sich auf kostenpflichte Dienste hinzubuchen. Es gibt folgende Extras zu erwerben:

- Karten (weitere Karten / Länder können einzeln erworben werden)
- Verkehrsinformationen
- Sicherheits-Kamera
- Wetter
- Stimmen
- Farbschemen
- Reiseführer

Wer also mag kann Kartenlizenzen für diverse europäische Länder hinzukaufen, oder aber auch neue Stimmen, Reiseführer, etc. hinzukaufen. Wer also mag kann sein Navigationsgerät nach eigenen Wünschen erweitern, auch wenn es sicherlich ein teurer Spaß werden kann wenn man auf Einkaufstour geht.

Wer auch mal alternative Systeme zur Navigation testen möchte der kann auch auf kostenlose Offboard Navigationssysteme zurückgreifen. Hier gibt es aktuell Programme wie "Nav4All" und "amAze" die problemlos mit dem integrierten GPS Empfänger zusammenspielen. Der Hauptunterschied ist das man das Kartenmaterial bzw. die Fahrmanöver nicht auf dem Gerät berechnen lässt, sondern die Routenberechnung auf einem externen Server erfolgt. Die Route mit ihren Manövern wird anschließen über das Mobilfunknetz heruntergeladen und schon kann es losgehen. Hier empfiehlt es sich definitiv ein größeres Datenpaket oder eine Flatrate über seinen Netzanbieter zu buchen damit die Kosten nicht ins bodenlose steigen. Für Gelegenheitsnutzer, gerade bei Routenführung im Ausland sicherlich eine alternative zu dem o.g. Lizenzerwerb der Karten (des jeweiligen Nachbarlandes).

MP3- und Mediaplayer:


Der MP3- und Mediaplayer (Realplayer) - bekannt von Geräten wie dem N80 - hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Das Nokia 6110 Navigator ist zwar, wie der Name schon sagt nicht in erster Linie auf diese Features spezialisiert, doch es beherrscht es dank Symbian Betriebssystem nichts desto trotz sehr gut.

Die Klangqualität des Players ist im Lautsprecher- wie im Kopfhörerbetrieb sehr gut. Die Lautstärke über die internen Lautsprecher ist vorbildlich, klar und selbst bei niedriger Lautstärke ohne erkennbares Hintergrundrauschen. Dank der beiden rückseitig angeordneten Stereo-Lautsprecher gibt es bei dem Klang nichts zu beanstanden, das Gerät ist schön laut und sauber von der Wiedergabe her. Auch die Lautstärke im Kopfhörerbetrieb (über entsprechenden 2,5 Klinke Stereo Kopfhörer) lässt keine Wünsche offen.

Das Gerät verfügt wie seine Brüder über einen 8-Band-Equalizer der komplett einstellbar ist, desweiteren gibt es den schon bekannten 3D Raumklang und eine separate Bass-Boost Funktion. Mit den richtigen Einstellungen kann man dem 6110 Navigator einen richtig guten und kräftigen Klang entlocken. Wer sich nicht die Mühe machen möchte selbst den Equalizer einzustellen der kann auf die vordefinierten Programme: Standard, Bass-Boost, Klassik, Jazz, Pop, Rock zurückgreifen. Natürlich gibt es auch eine Random- / Repeat Funktion und eigene Playlists. Das Gerät wird übrigens mit einer 512MB micro-SD Karte geliefert, größere Karten werden laut Nokia natürlich auch unterstützt, die Grenze liegt aktuell bei 4GB.

Die unterstützten Audio-Formate sind:

- AAC
- AAC+
- eAAC
- eAAC+
- MP3
- MP4
- M4A
- WMA
- Mobile XMF
- SP-MIDI
- AMR (NB-AMR)
- MIDI Tones (poly 64)
- RealAudio 7,8,10,
- True tones (WB-AMR)
- WAV

Die unterstützten Video-Formate sind:


- 3GPP formats (H.263)
- H.264/AVC
- MPEG-4
- RealVideo 7,8,9/10

Die Wiedergabe über ein Standard Nokia Stereo-Headset ist soweit ganz gut, es fehlt allerdings etwas an Bass und Volumen. Wer die Wiedergabe verbessern will sollte auf einen handelsüblichen 3,5 Klinke Kopfhörer zurückgreifen um in den richtigen Musikgenuss kommen zu können. Um diese Kopfhörer nutzen zu können muss man sich jedoch einen Adapter von 2,5mm auf 3,5mm kaufen, da das 6110 Navigator nur über einen 2,5mm Anschluss verfügt.

Radio:


Neben dem MP3-Player bietet das 6110 auch die Möglichkeit über das integrierte UKW-Radio Musik zu hören. Hierzu muss selbstverständlich das beiliegende Headset angeschlossen sein. Neben der Speichermöglichkeit diverser Radiosender bietet Nokias Spross die Möglichkeit visuelle Inhalte über den "Visual Radio" Service herunterzuladen (Voraussetzung ist das der jeweilige Radiosender diesen Dienst auch anbietet). Das Radio kann selbstverständlich, wie alle anderen Applikationen auch, im Hintergrund betrieben werden.

Klingeltöne und Lautsprecher:


Das Gerät verfügt über mehrstimmige Klingeltöne im MIDI Format sowie einige Töne im AAC Format. Dank der kräftigen Stereo-Lautsprecher sind sowohl die MIDI- also auch die AAC-Dateien sehr klar und laut in der Wiedergabe. Der interne Speicher setzt der Nutzung von MP3s natürlich irgendwann Grenzen, aber dafür hat Nokia ja an einen microSD Slot zur Erweiterung gedacht und zugleich eine 512MB Speicherkarte beigefügt (wovon aber schon ein Großteil für das Kartenmaterial belegt ist).

Eigene Töne lassen sich selbstverständlich über mehrere Wege - im Detail wäre das per Bluetooth oder Datenkabel - aufs Handy schicken. Insgesamt sind einige schöne Klingeltöne dabei, viele klassische Nokia Sounds, sowie einige poppige AAC-Klänge. Wie bei Nokia üblich kann man selbstverständlich eigene Töne für SMS, Anrufe, Gruppen, einzelne Teilnehmer etc. wählen.

Das Gerät verfügt, wie die meisten Geräte über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate sowie die aufgenommenen Sprachnotizen einsetzen lässt. Von der Lautstärke her ist es durchaus brauchbar, allerdings ergibt sich bei der Nutzung der Freisprechfunktion in höchster Lautstärke eine leicht blecherne Wiedergabe.

Verbindungsmöglichkeiten:


Hier steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Nokia PC Suite zur Verfügung (per Datenkabel oder Bluetooth). Im Detail sieht es mit den unterstützten Standards wie nachfolgend beschrieben aus:

Die unterstützten Bluetooth Profile sind die folgenden:

- Basic Imaging Profile (BIP)
- Dial-up Networking Profile (DUN)
- File Transfer Profile (FTP)
- Handsfree Profile (HFP)
- Headset Profile (HSP)
- Object Exchange Profile (OBEX)
- Object Push Profile (OPP)
- Bluetoohth Sync Profile (SYNC)
- SIM Access Server
- Advanced Audio Distribution Profile (A2DP)
- Audio Video Remote Control Profile (AVRCP)

Wie man sieht sind auch hier eigentlich alle Wünsche in Erfüllung gegangen, so sind laut Nokia Developer Forum neben dem "Advanced Audio Distribution Profile" (A2DP) auch drahtlose Steuerung des Video und Audioplayers (AVRCP sei dank) möglich. Es ist also für die wichtigsten Profile gesorgt, auch wenn A2DP nicht offiziell auf der Nokia Produktseite genannt wird für das 6110 Navigator.

Für die Übertragung von MP3s habe ich sowohl Bluetooth, einen Kartenleser, sowie ein USB-Datenkabel verwendet. Die schnellste Variante ist wohl die Verwendung des Kartenlesers, die bequemste Variante ist die Verwendung des USB-Datenkabels. Das Handy wird an einen handelüblichen mini-USB Stecker angeschlossen und wird problemlos als Datenträger unter Windows angezeigt. Man kann sofort auf die Speicherkarte zugreifen und Daten per Drag & Drop mit dem PC austauschen.

Für die mobile Datenübertragung steht sowohl HSDPA, UMTS, EDGE und GPRS zur Verfügung. Somit sind also außer WLAN alle aktuellen Standards und Verbindungsmöglichkeiten geboten.

Browser:


Der WEB- und WAP-Browser arbeitet recht flott, dank UMTS / HSDPA Verbindung sind die Daten sehr schnell geladen. Eine WAP Seite ist dann in ca. 1-2 Sekunden komplett aufgebaut. Auch normale HTML Seiten lassen sich problemlos in dem Browser anzeigen, allerdings werden die Seiten dann je nach Einstellung in einer Spalte umgebrochen, so dass man nur vertikal scrollen braucht.

Des Weiteren hat man im Browser einige Einstellmöglichkeiten die die Ablesbarkeit verbessern sollen, so kann man die Schriftgröße verändern, eine Seitenübersicht anzeigen lassen, in verschiedenen Stufen zoomen oder aber per Steuerkreuz (als eine Art Maus-Cursor) über die Seite navigieren.

Besonders interessant ist die vielleicht für einige bekannte MiniMap Funktion, was eine halbtransparente "Mini-"Übersichtskarte ist. Diese Übersicht lässt sich per Tastendruck oder schnellerem Scrollen automatisch einblendet, und die Navigation und Übersicht wird extrem verbessert. Drückt man die Zurück-Taste kann man in einer 3D-Ansicht von MiniMaps die zuvor besuchten Internetseiten betrachten.

Neu für den Anwender ist auch ein kleines Popup-Menü, das die wichtigsten Browser Funktionen auf die schnelle bereitstellt ohne in den tiefen des Menüs suchen zu müssen.

Büro-Funktion:


Hier bietet das Nokia 6110 Navigator dank Symbian OS auch einige Features um dem Alltag gerecht zu werden. Man hat eine Fülle an Möglichkeiten, wie zum Beispiel: Word, Excel oder Powerpoint Dateien auf dem Gerät anzuzeigen, PDFs zu öffnen, Notizen zu erstellen - um nur einige Möglichkeiten aufzuzählen.

Die wichtigsten Funktionen sind:

- Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern, Anschrift, Emailadresse, etc.
- Notizfunktion
- Freisprechfunktion
- Aufgabenliste
- diverse, personalisierbare Profile (z.B. Lautlos, Besprechung, Draußen)
- Offline-Modus (z.B. fürs Flugzeug)
- HTML Browser
- Email-Client (SMTP, POP3 und IMAP4)
- Dokumenten-Viewer QuickOffice (Microsoft Word, PowerPoint, Excel)
- AdobePDF
- Internet Telefonie (VoIP)
- HSDPA, UMTS Datenübertragung
- Sprachwahl, Sprachaufzeichnung, Sprachsteuerung
- und natürlich einen umfangreichen Kalender mit Erinnerungsfunktion

Wie man sieht eine sehr umfangreiche Liste an Features die das Nokia 6110 bietet. Leider bietet die Lite Version des Quick Office nur die Möglichkeit die o.g. Dateien anzuzeigen. Ein bearbeiten oder neuerstellen von Word, Excel oder Powerpoint Dateien ist nur mit der kostenpflichtigen Vollversion des Programmes möglich. Also wie bei der Navigationsoftware darf man wieder einmal die Kreditkarte zücken um den vollen Funktionsumfang zu erhalten.

Kommen wir zu der Kontaktverwaltung des 6110 Navigators. Diese ist wie nicht anders zu erwarten sehr umfangreich und gut ausgefallen. Für den Alltag sollten ausreichend Möglichkeiten und Felder zur Kontaktverwaltung vorhanden sein.

Im Detail lassen sich bei den Kontakten folgende Punkte hinterlegen und auch synchronisieren:


- Vorname
- Nachnamen
- Mobiltelefon
- Telefon
- E-Mail
- Videoanruf
- Pager
- Internet-Telefon
- Push-to-talk
- Firma
- Position
- Adresse (privat)
- Postfach (privat)
- Zusatz (privat)
- Straße (privat)
- PLZ (privat)
- Stadt (privat)
- Bundesland (privat)
- Land / Region (privat)

Hinzufügbare Zusatzfelder:

- Titel
- Zweiter Vorname
- Namenszusatz
- Position
- Aliasname
- Telefon
- Telefon (privat)
- Tel. (dienstl.)
- Mobiltelefon
- Mobiltel. (privat)
- Mobiltel. (dnstl.)
- Videoanruf
- Videoanr. (dnstl.)
- Internet-Telefon
- Internet-Tel. (Pr.)
- Internet-Tel. (D.)
- Push-to-talk
- Gemeins. Ansicht
- SIP
- Abteilung
- Position
- Assisten(in) Telefon
- Partner(in)
- Kinder
- Fax
- Fax (privat)
- Fax (dienstlich)
- Pager
- E-Mail
- E-Mail (privat)
- E-Mail (dienstl.)
- Web-Adresse
- Web-Adr. (privat)
- Web-Adr. (dnstl.)
- Adresse
- Adresse (privat)
- Adresse (dienstlich)
- DTMF
- Geburtstag
- Geburts-/Jahrestag
- Notiz

Wem die Bezeichnungen einzelner Felder nicht passen der kann jedes Feld mit einer eigenen Bezeichnung versehen und die alte Bezeichnung überschreiben.

Wie man sieht sind extrem viele Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich auf Wunsch wahlweise nach folgenden Varianten sortieren: Nachname Vorn., Nachname Vorname, Vorname Nachname. Jedem Kontakt lässt sich als kleines Gimmik noch ein kleines Kontakt-Foto zuordnen, welches bei eingehenden Telefonaten angezeigt wird. Größere Anruferblder oder gar Anrufervideos bringen da nur Tools wie der "Full-Screen Caller" oder ähnliche Tools.

Eine nette Sache der Symbian 3rd Edition ist auch der "Active-Standby", hier kann man die wichtigsten Shortcuts hinterlegen, Termine und Kalendereinträge anzeigen lassen oder aber auch den Interpret und die Lautstärke des MP3-Players steuern. So sieht man auf einen Blick alle wichtigen Informationen ohne nur das Hauptmenü in Anspruch nehmen zu müssen.

An Zusatzfeatures gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. Zusätzlich kommen noch einige Programme hinzu, wie ein Umrechner oder die Weltzeit Uhr. Natürlich ist auch die Sprachwahl bzw. Sprachsteuerung beim 6110 wieder mit an Bord, um in erster Linie die Nutzung im Auto oder im Headset Betrieb zu erleichtern.

Schön hierbei dass Nokia seit einiger Zeit auf die sprecherunabhängige Stimmerkennung setzt, so muss man den Namen oder die gewünschte Funktion gar nicht erst anzulernen.

Zusatz-Software:


Um das Gerät mit weiteren Programmen zu versorgen, die nicht schon auf dem Gerät vorinstalliert sind, hat Nokia auch eine Funktion im Menü geschaffen. So befinden sich unter den Menüpunkten "Laden" verschiedene Software-Applikationen. Man gelangt nach einem Klick auf diesen Menüpunkt in den Browser, auf die Nokia Seite mit den Software Lösungen für Nokias Smartphones.

So befinden sich bei meinem Testgerät im Software-Katalog Programme, Demos, Tools, Spiele. Insgesamt eine gute Möglichkeit um Programme direkt auf dem Handy zu testen, da es einige Demo-Versionen zum Download gibt. Die Auswahl des gewünschten Softwarestücks ist wirklich einfach und gut strukturiert, mit der Handhabung sollte also jeder zurechtkommen.

Selbstverständlich ist hierbei natürlich für größere oder häufigere Software-Downloads ein entsprechendes Datenpaket beim Netzbetreiber sinnvoll um nicht horrende Datenkosten zu verursachen.

Fazit:


Das Nokia 6110 Navigator hält was der Name verspricht, es ist ein wirklich gutes Navigationsgerät. Neben der einwandfrei funktionierenden Navigationslösung bietet das Gerät auch sonst eine Menge an Funktionen. Das Gerät beherrscht die üblichen Symbian-Standards und weiß durch seine HSDPA-fähigkeit auch Datennutzer zu überzeugen.

Die Verarbeitung des Gerätes ist über jeden Zweifel erhaben und es ist wirklich gut zu bedienen. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und auch sonst geht die Handhabung wirlich einfach von der Hand.

Der Lautsprecher, gerade im Navigationsmodus ist extrem kräftig und weiß durch seine laute und klare Wiedergabe zu überzeugen. Wer also schon längere Zeit mit dem Kauf eines Symbian Gerätes inkl. Navigation geliebäugelt hat, der sollte das 6110 Navigator als echte Alternative zum N95 in Betracht ziehen.

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