WALKMAN- und Video-Player - TEIL 2:

Mittig am Gerät findet man übrigens die wie schon erwähnt die WALKMAN-Taste, diese startet wie schon beim W810i direkt den Music Player auch ohne anstecken des Headsets. Um versehentliches Starten der Musikwiedergabe über den Lautsprecher zu vermeiden hat Sony Ericsson es so umgesetzt das man zuvor noch per „Play/Pause Taste“ die Wiedergabe aktivieren muss.
Nachdem der Player in den Hintergrund gelegt wurde, werden übrigens am oberen Bildschirmrand die entsprechenden Track Informationen in einer Scrollleiste dargestellt, genauso wie man es von den Walkman Geräten kennt.
Das integrierte FM-Radio hat Platz für 20 Stationen, und Sony Ericsson hat auch hierbei wieder RDS integriert. So wird bei den meisten Radiosendern hierbei der Sendername übertragen, jedoch nicht Titel oder Interpret (dies ist stark abhängig vom genutzten Sender). Selbstverständlich muss auch beim W850i das Headset angesteckt bleiben, da es wie immer als entsprechende FM-Antenne fungiert.
Der Videoplayer kann natürlich auch Videos im Vollbild abspielen, und Einzelbilder können als Screenshot aus dem Video herausgenommen werden. Ein nettes Feature zur Videobearbeitung ist der VideoDJ. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man hiermit Videos, Bilder und Texte auf seinem W850i zusammenschneiden. Heraus kommt eine 3GP Datei, die sich problemlos weiterversenden / übertragen lässt.
Der Player kann übrigens nicht nur Videos, wie die niedrige Videokamera-Auflösung von 176x144 Pixel vermuten lässt, in dieser Auflösung abspielen sondern auch in Vollbildauflösung. Das heißt dass bei einer Auflösung von 240x320 Pixeln eine absolut flüssige Wiedergabe möglich ist und je nach eingesetzter Komprimierung diese auch frei von jeglicher Kästchenbildung ist.
Abschließend beschreibe ich die wohl neueste Musikfunktionen des W850i, die Rede ist vom TrackID Tool. Schon für das K800i damals angekündigt, bzw. auf diversen Vorserien-Geräten noch installiert, ist es nun erstmals in einem Sony Ericsson Serien Gerät zu finden. Mit Hilfe dieses Menüpunktes lassen sich zu, dem Hörer unbekannte Musiktiteln, der entsprechenden Musiktitel, der Interpret und das dazu passende Album anzeigen. Das Feature funktioniert erstaunlich gut (wie man in dem kleinen Video am Thread anfang sehen wird) und es wird eine ziemlich hohe Trefferquote erzielt. Möchte man also zu einem Lied aus dem Radio oder auf einer Party den passenden Interpreten und den Titel wissen, geht dies kostenlos und schnell (einzig für die Datenübertragung entstehen kosten).
Verbindungsmöglichkeiten:

Hier kann man wie eigentlich schon immer Töne, Themes, Videos und Bilder per Infrarot / Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Auch das W850i lässt sich, zur reinen Datenübertragung auf die Speicherkarte, als Wechseldatenträger ohne externe Treiber nutzen. Dies ist ein echter Vorteil, da man somit zum reinen Datenaustausch nicht mehr zwingend die PC Suite benötigt.
Einen Nachteil hat die Sache aber auch, so schaltet sich das Gerät während der Nutzung des reinen Datenmodus ab, vermutlich um einen Datenverlust während des Zugriffes zu vermeiden. Löst man die Verbindung, so startet das Gerät unverzüglich und man kann wieder mit dem Telefon arbeiten.
Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per Datenkabel, Bluetooth oder IrDA).Ein Senden des Telefonbuches von einem K800i an das W850i ging übrigens problemlos und inklusive aller Anruferbilder, per Bluetooth, vonstatten.
An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:
- Windows Adressbuch
- Outlook 2000
- Outlook 2002
- Outlook 2003
- Lotus Notes 5
- Lotus Notes 6
- Lotus Notes 6.5
Für die schnelle Übertragung von vielen Dateien empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarten-Slot einen Card Reader, da die Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann. Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch sehr gut ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens nicht ganz so schnell wie ein USB 2.0 Kartenleser.
Für die mobile Datenübertragung stehen sowohl UMTS- als auch GSM-GPRS zur Verfügung.
Büro und Business Funktion:

Hier bietet das W850i einige Features:
- Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern, Privat-Anschrift, Firmen-Anschrift, Emailadresse, URL, Anruferbild (schön groß), etc.
- Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
- Notizfunktion
- Aufgabenliste
- Codememo
- Netfront Browser (WAP 2.0 und HTML mit JAVA Script- / SSL Support, Smart-Fit Funktion)
- E-Mail Client
- Sprachwahl / Sprachsteuerung
- und natürlich einen umfangreichen Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).
Bekannt für viele Nutzer ist auch integrierte Netfront WAP bzw. HTML Browser, dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50%-200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten perfekt auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Neu ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch.
Des Weiteren gibt es jetzt ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden.
Der Seitenaufbau geht dank UMTS Datenübertragung erstaunlich schnell und flüssig vonstatten, so kommt Freude beim mobilen Surfen auf.
Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich ein entsprechendes Datenpaket über den jeweiligen Netzbetreiber hinzuzubuchen. In meinem Fall kann ich sagen dass man bei E-Plus mit dem Data30 oder Data50 sicher kaum an seine Volumengrenzen stößt.
Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine RSS Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen.
Sony Ericsson hat endlich bei der Speicherkapazität des Adressbuchs zugelegt; so kann man jetzt echte 1000 Kontakte mit insgesamt maximal 2500 Rufnummern speichern. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann nun endlich über „Kontakt öffnen“ alle Details ansehen.
Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.
Neben den gerade genannten Neuerungen gibt es ein weiteres, sinnvolles Feature. Es gibt jetzt im Telefonbuch die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf dem Memory Stick Pro Duo zu sichern und ggf. wiederherzustellen. Dieses Feature wird in Zukunft sicherlich bei vielen Sony Ericsson Geräten Anwendung finden und somit dabei helfen schneller zwischen den Geräten zu wechseln.
Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. An vorinstallieren Java Anwendungen findet man FaceWarp und Music Mate auf dem Gerät. Als Pflichtinstallationen für gelegentliche Surf-Sessions empfehle ich zusätzlich die kostenfrei erhältlichen Programme Jimm und Opera Mini auf dem Gerät zu nutzen.
Für kurzweilige Unterhaltung im Büroalltag sorgen die Games Juiced, Quadra Pop und Treasure Towers.
PC Software:

Die beigefügte Sony Ericsson PC Suite bietet einen recht umfangreichen Zugang zum Sony Ericsson W850i. Das Hauptaugenmerk liebt natürlich auf der Synchronisierbarkeit mit diversen PIM-Anwendungen (weiter oben im Test gibt es schon eine Liste der unterstützten Anwendungen). So konnte ich in meinem Test einige hundert Kontakte problemlos zwischen W850i und dem heimischen PC synchronisieren. Selbst einige Kalendereinträge oder Notizen sind mit der PC Suite kein Problem. Inwieweit sich das Gerät bei einem richtig umfangreich gefüllten Outlook Adressbuch verhält kann ich nicht beurteilen, da sich in meinem Adressbuch in erster Linie Rufnummern, E-Mail- und Postadressen befinden.
Ein weiteres Detail in der Software ist der Sony Ericsson Datei Manager. Dieser sorgt für einen problemlosen Austausch von Multimedia-Dateien. Selbstverständlich tut es alternativ auch der Microsoft Windows interne Explorer um das Gerät oder die Speicherkarte mit Daten zu füttern.
Das wohl nützlichste Stück Software um die Musik-Features des Gerätes auszuschöpfen ist die Disc2Phone Software. Diese ermöglich es dem Anwender seine heimischen Audio CDs spielend einfach auf das Handy zu kopieren. Falls nicht schon CD-Text auf der jeweiligen CD vorhanden ist, besorgt sich die Software die entsprechenden Titelinformationen aus dem Internet und fügt diese Informationen den MP3-Tags hinzu.
Selbstverständlich kann vor dem eigentlichen Konvertierungsvorgang die Bitrate nach eigenen Wünschen beeinflusst werden, um die Qualität individuell anzupassen.
Fazit:

Das Sony Ericsson W850i ist ein sehr gutes Gerät der Walkman-Serie. Es bietet erstmals alle Features in einer schönen und handlichen Slider-Form. Auch wenn es das erste Slider Gerät aus dem Hause Sony Ericsson ist, so wartet es doch mit einem erstaunlich guten und robusten Slider-Mechanismus auf. Auch wenn die Kamera nicht komplett zu überzeugen weiß, so sind die restlichen Features und der Lieferumfang wirklich top. Das Gerät bietet 1GB Speicher, UMTS, ein umfangreiches Telefonbuch sowie einen sehr lauten Lautsprecher. Viel mehr braucht man eigentlich kaum - das K800i bietet im Vergleich eigentlich nur die bessere 3.2 Megapixel Kamera.
Bei den Musikfeatures ist der zur Anwendung kommenden Memory Stick Pro Duo sicherlich ein Vorteil, da dieser aktuell schon bis zu einer Größe von 4 Gigabyte verfügbar ist. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber dem neueren Memory Stick Micro M2 Format. Wer also ein wirklich gutes Musik-Handy in Slider Form sucht, der wird vom Sony Ericsson W850i sicherlich nicht enttäuscht werden. Es bietet fast alle Features die das Anwenderherz im Moment begehrt und weiß durch sein eigenwilliges Design zu überzeugen.
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