Menüoberfläche:

Das Menü hat sich bei Sony Ericsson von der Struktur her langsam bewährt. Es gibt folgende Oberpunkte:
E-Plus WAP ----- Internet ---------- Unterhaltung
Kamera ---------- Nachrichten ------ WALKMAN
Datei-Manager --- Kontakte --------- Radio
Anrufe ---------- Organizer ---------- Einstellungen
Auch hier wieder der obligatorische Vergleich mit älteren Sony Ericsson Geräten - so werden wie gewohnt die Symbole sehr fein und nett animiert dargestellt (sobald man mit dem Navi-Key jeweiligen Menüpunkt fährt), wobei natürlich die einzelnen Symbole dank der hohen Displayauflösung noch feiner gezeichnet wirken. Eine nette Neuerung (seit dem K610i / K800i) ist im Hauptmenü die permanente Anzeige der aktuellen Uhrzeit in der Statusleiste ganz oben im Menü.
Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber anderen, aktuellen Sony Ericsson Geräten kaum verändert - so kann es sich problemlos mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv keine echten Hänger oder Hakler im Menü - hierzu habe ich auch ein kleines Menüvideo am Testanfang bereitgestellt.
Bei der Personalisierbarkeit des Menüs geht Sony Ericsson den üblichen Weg der Individualisierung per Design / Theme. Die einzelnen Grafik-Themes sind übrigens kompatibel mit denen des K790i bzw. K800i. Diese einzelnen Themes verändern nicht nur die Farbpalette, sondern auch den Klingelton, Screensaver, Wallpaper, Highlight und natürlich den Menühintergrund. Dank der unzähligen Möglichkeiten sind dem kreativen Designer kaum Grenzen gesetzt.
Wer sich nicht selbst die Arbeit machen möchte, der kann auf einige Hundert (vielleicht auch Tausend) Theme-Downloads zurückgreifen. Sollte man selber Hand anlegen wollen, so stellt Sony Ericsson den kostenlosen Theme Creator für Windows und Mac Os Rechner bereit.
Kamera(s):

Hier hat Sony Ericsson mehr oder weniger Standard Hardware verbaut, so verfügt das W850i lediglich über eine 2.0 Megapixel Kamera ohne Autofocus. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln. Die Fotoqualität reicht zwar nicht ganz an die Qualität der Sony Ericsson Geräte mit Autofocus heran, doch es ist reicht immer noch für mehr als nur einfache Schnappschüsse. Das W850i ist also noch für recht gute Fotos verwendbar, wenn mal keine echte Digitalkamera dabei ist. Die Farben werden bei entsprechend guten Lichtverhältnissen sehr farbgetreu und leuchtend, blasser werden die Bilder nur sobald die Lichtverhältnisse abnehmen.
Im Auslieferungszustand passen übrigens noch knapp 30 Bilder auf das Gerät, bzw. mehrere hundert Bilder auf die Speicherkarte, sicherlich mehr als ausreichend bei einem freien Speicherplatz von ca. 12 MB auf dem Gerät bzw. 1GB auf der mitgelieferten Speicherkarte. Die Bilder werden, wie bereits gesagt, dank 2,0 Megapixel für ein Handy ganz gut; so kann man durchaus in Betracht ziehen, das ein oder andere Bild auf Fotopapier professionell entwickeln zu lassen.
An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:
Foto:
- 1600 x 1200 Pixel (2 MP)
- 1280 x 960 Pixel (1 MP)
- 640 x 480 Pixel (VGA)
Video:
- 176 x 144 Pixel (QCIF)
Für das optimale Bild sorgen unzählige Einstellmöglichkeiten wie zum Beispiel Weißabgleich, Bildqualität und diverse Aufnahmemodi. Wie bei vielen Kamerahandy oder auch Digitalkamera zeugen die Bilder in dunklerer Umgebung allerdings von einigem Grundrauschen, immerhin kann der integrierte LED Blitz dies etwas verbessern, sofern er zugeschaltet wird. Generell gilt allerdings weiterhin die Regel dass man scharfe, nahezu rauschfreie Bilder nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen erzielen ohne großartig zu tricksen oder im Menü der Kamera herumzuspielen.
Noch einmal zurück zur LED; die schnellste Variante um den grellen LED Blitz zu aktivieren ist ein Druck auf die #-Taste. Dies ist ein Feature das ich beim K800i vermisse, so kann man die LED wunderbar als Taschenlampe oder Hilfsleuchte im Dunkeln oder der Dämmerung verwenden. Sicherlich nicht verkehrt in der kommenden, dunklen Jahreszeit.
Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei ist schon von diversen Sony Ericsson Geräten bekannt und denkbar einfach. Das Gerät wird hierfür einfach quer gehalten und man bewegt sich per Steuerkreuz seitlich durchs Menü (Sony Cyber-Shot Benutzeroberfläche), ausgelöst wird dann über die in dieser Position oben angebrachte Auslösetaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.
Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Zoomfunktion
- Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, Bildfolge)
- Bildgröße (2MP, 1MP, VGA)
- Nachtmodus
- Fotoleuchte
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Sepia, Negative)
- Selbstauslöser
- Weißabgleich
- Bildqualität (Normal, Fein)
- Verschlusston
- Zeit und Datum
- Dateinr. zurücksetzen
- Speicherort
Wer die Features und unzähligen Einstellmöglichkeiten schneller erreichen möchte der kann die einzelnen Shortcuts per Ziffer 0 anzeigen lassen und aufrufen.
Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man dank der neuen Software nun die Möglichkeit wahlweise 3x3 oder 5x5 Vorschaubilder anzuzeigen. Eine weitere Neuheit für viele wird hierbei auch die Anzeige der Bilder in einer Zeitleiste sein. Hier werden die Bilder nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet. Alles in allem sind somit also für den Bilderfreak und Hobbyfotographen genug Möglichkeiten zum Rumspielen gegeben sein.
Auf die Frontkamera zur Videotelefonie gehe ich hierbei nicht weiter ein, da diese wirklich nur für die Videotelefonie konzipiert wurde und sonst eigentlich nichts zu bieten hat.
Die Videofunktion ist genauso wie die Videotelefonie nicht unbedingt der Rede wert, da Sony Ericsson wie bei seinen vielen Geräten zuvor klar die Priorität auf gute Standbilder gelegt hat. Sonst lässt es sich für mich immer noch nicht erklären wieso nur eine Auflösung von 176 x 144 Pixeln bei der Videoqualität möglich ist. Hier hätte es nicht geschadet in höherer Auflösung aufzeichnen zu können. Aber wie schon mehrfach mal erwähnt plant Sony Ericsson ja vielleicht ein reines HandyCam Modell in der Zukunft.
Bei der Video-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Aufnahmemodus (MMS, Hohe Qualität)
- Nachtmodus (An, Aus)
- Fotoleuchte (An, Aus)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negative, Sepia)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Leuchtstofflampe, Glühlampe)
- Mikrofon (An, Aus)
- Dateinr. zurücksetzen
- Speicherort
Der einzige Trost bleibt hierbei, dass zumindest die Videos, auch in höherer Auflösung (auch höher als die eigentliche Displayauflösung) flüssig wiedergegeben werden und es kaum Kästchenbildung gibt. Auch bei der Wiedergabe im Vollbild sehen kleinere Videos trotz Ihrer eventuellen Streckung auf 240 x 320 Pixel noch halbwegs passabel und durchaus annehmbar aus.
Bedienung:

Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem der letzten Sony Ericsson Geräte braucht man keine Bedienungsanleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden.
Für die Unbeholfenen unter uns hat Sony Ericsson wie üblich eine Kurzerklärung im Menü integriert. Diese führt dazu dass man über den rechten Softkey „Info“ eine kurze Erklärung zum jeweiligen Menüpunkt erhält. Das heißt es gibt eigentlich so gut wie keinen Oberpunkt der nicht erklärt wird, so kann man wirklich getrost die Bedienungsanleitung beiseite liegen lassen.
Des Weiteren gibt es wie bereits erwähnt die beiden vom W810i schon bekannten Softkeys. Der linke Softkey ist mit der Anrufliste, der rechte Softkey mit dem Menü belegt.
Rechts, unterhalb von Softkey und C-Taste hat Sony Ericsson neuerdings seine Taste für das so genannte "Aktivitäten Menü" integriert. Diese Taste fungiert einerseits als eine Art Task-Manager - so kann man schnell zum Music Player oder zum Radio springen. Andererseits hat man hier auch seine aktuellen und verpassten Events, d.h. verpasste Anrufe, neue SMS / MMS und Kalendereinträge werden hier noch einmal untereinander aufgezeigt.
Die Taste vereint auch die Features der früheren "Mehr"-Taste“, d.h. hier werden Verknüpfungen wie Bluetooth, Infrarot, Kalender, etc. gesammelt. Insgesamt ist das ein super Feature, da dieses sog. "Aktivitäten-Menü" durch einen einfachen Druck auf diese Taste aus jedem Menüpunkt heraus direkt angesprochen werden kann und sogar eigene Shortcuts erstellt werden können.
Natürlich sind auch die Menü-Shortcuts per Ziffernwahl von Vorteil und erleichtern die Eingabe. Der Navi-Key ist standardmäßig folgendermaßen belegt (lässt sich aber auch noch verändern):
Navi-Key oben: WALKMAN-Player
Navi-Key unten: Kontakte
Navi-Key links: SMS / MMS verfassen
Navi-Key rechts: noch frei belegbar
Aber zurück zu den Tasten. Links, unterhalb von Softkey und Zurück-Taste hat Sony Ericsson (vermutlich auf Netzbetreiberwunsch) die Browser Taste hinterlegt, diese sorgt dafür dass man über einen kurzen Druck relativ schnell im Internet landet. Wer also ein versehentliches Einwählen ins Internet vermeiden will, der kann ganz einfach ein leeres Internet-Profil erstellen und verursacht somit keine Kosten.
Alles in allem Sony Ericsson-typisch leicht zu bedienen, wobei wie oben schon gesagt einige nützliche Features hinzugekommen sind.
Ein nettes Feature, was die Walkman Reihe auszeichnet ist die spezielle Walkman-Taste, welche jetzt mittig oberhalb des Steuerkreuzes zu finden ist. Diese orangene Taste öffnet den Musik Player und sorgt dafür dass während der Wiedergabe sämtliche Softkeys in ein helles Orange getaucht werden. Diese Taste ist sehr praktisch wenn man oft die Musikfunktion nutzen möchte, allerdings hätte dies sicher auch ein einfacher Menü-Shortcut getan.
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