Kameras:

Hier hat Nokia extrem aufgerüstet, statt einer 2,0 Megapixel Kamera legt Nokia gleich eins drauf und verbaut eine 3,2 Megapixel Kamera auf der Rückseite auf der ein Carl Zeiss Logo prangt. Aktuell stellen diese Auflösung auf dem deutschen Markt noch die absolute Spitzenauflösung dar, so spielt es aktuell in einer Liga mit dem Sony Ericsson K800i und muß sich durchaus an diesem messen lassen. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2048x1536 Pixeln. Es stehen folgende Auflösungen zur Auswahl:
Fotomodus:
- Abzug 3 Mio. - Groß (2048 x 1536 Pixel)
- Abzug 2 Mio. - Mittel (1600 x 1200 Pixel)
- Abzug / E-Mail 0.8 Mio. (1024 x 768 Pixel)
- Multimedia-Mitteilung (640 x 480 Pixel)
Videomodus:
- Hoch - 352 x 288 Pixel
- Normal - 176 x 144 Pixel
- für MMS begrenzt
Die Kamera verfügt im Gegensatz zum Nokia N80 auf der Rückseite über keine Brennweitenverstellung, für Makro- und für normale Portraitaufnahmen, dies geschiet beim N73 dank integrierten Autofocus automatisch. Steht beispielsweise die Kamera im Menü auf dem Makromodus, so kann man recht gute Nahaufnahmen realisieren - laut Menü sollte hierbei der Abstand zwischen 10cm und 60cm zum Objekt betragen. Somit sollten also auch abfotografierte Dokumente lesbar auf den Bildschirm gebannt werden.
Des Weiteren ist natürlich ein digitaler 20fach Zoom mit an Bord, der selbst bei voller Auflösung von 3,2 Megapixeln zur Verfügung steht.
Der Sucher des N73 nutzt im übrigen das komplette Display im Querformat - so kommt echtes Digitalkamerafeeling auf. Die Bildqualität des Suchers ist erstklassig und auch die Bildwiedergabe ist schön flüssig. In der Galerie werden die Bilder automatisch im Querformat angezeigt, sodaß auch hier das volle Display ausgeschöpft wird. In der Galerie steht natürlich wie immer eine Zoomfunktion zur Verfügung, sodaß man ggf. noch in Bilddetails hineinzoomen kann. Die Geschwindigkeit leidet beim Zoomen spürbar, so hat das Gerät mit einem 3 Megapixel Bild schon ganz gut zutun.
Bei den Bildern hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:
- Motivprogramm (Auto, Benutzerdefiniert, Nahaufnahme, Porträt, Landschaft, Sport, Nacht, Porträt bei Nacht)
-
Blitz (Automatisch, Ein, Rote-Augen-Red., Aus)
- Selbstauslöser (Aus, 2 Sekunden, 10 Sekunden, 20 Sekunden)
- Sequenzmodus
- Belichtungsausgleich (von +2.0 bis -2.0)
- Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht, Neonlicht)
- Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ, Kräftig)
- Lichtempfindlichkeit (Automatisch, Niedrig, Mittel, Hoch)
Somit sollte also auch für den Bilderfreak genug zum Rumspielen gegeben sein. Beachtlich ist auf jeden Fall die Qualität der Makroaufnahmen, diese kommen von der gezeigten Bildschärfe schon recht nahe an die Referenz (Sony Ericsson K800i) heran. Auch die Umgebungsaufnahmen sind recht gut, so sind die Bilder bei Tageslicht absolut brauchbar um Abzüge der digitalen Bilder entwickeln zu lassen. Schade ist nur das Nokia es im Gegensatz zu Sony Ericsson versäumt hat ein echtes Blitzlicht zu integrieren. So bietet das N73 nur eine normale LED um Aufnahmen bei Nacht hinzubekommen.
Im direkten Vergleich zwischen Nokia N73 und Sony Ericsson K800i würde ich das K800i auf jeden Fall ein kleines Stück vorne sehen was die Fotoqualität angeht. Beide Geräte haben sicherlich ihre Stärken, so weiß das Nokia z.B. durch die bessere Videoauflösung zu überzeugen, das Sony Ericsson durch die bessere Kamerabenutzeroberfläche und den echten Xenon Biltz. Es bleibt also eine Entscheidung die jeder für sich persönlich treffen muß.
Bedienung:

Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Wie eigentlich bei jedem Nokia braucht man keine Anleitung gelesen zu haben, um sich im Menü zurechtzufinden. Für die Unbeholfenen unter uns hat Nokia wie immer die Kurzanleitung im Menü. Meist kann man die Hilfe über die Linke Softkey-Taste erreichen und somit Informationen zu den wichtigsten Menüpunkten nachlesen. Recht gut ist auch, dass man die Softkey-Tasten frei belegen kann. Der Joystick ist beim N73 standardmäßig folgendermaßen belegt (läßt sich aber auch noch verändern):
Oben: Internet
Unten: Konfiguration
Links: Radio
Rechts: Bildschirmpräsentation
Mitte: Musik
Alles in allem Nokia-like leicht zu bedienen und IMHO sehr intuitiv. Wer schon mal ein Symbian Handy hatte, für den ist dies sicherlich so auch richtig ausgedrückt. Wer aber bisher nur die normalen Nokia Serie40 Geräte kennt der wird sicherlich anfangs etwas überfordert sein bzw. sich erst eingewöhnen müssen. So ist die Serie60 Oberfläche zwar leicht zu beherrschen, doch generell komplett anders aufgebaut wie die Serie40 Geräte.
Wer sich nocheinmal die wichtigsten Funktionen in einer Einführung grafisch aufbereitet anzeigen lassen will, der kann auf den integrierten Flash Player zurückgreifen. Hier wird nochmal eine Einführung in die Bedienung, Foto-, Video- und Musikfunktion geliefert.
Akku / Sprachqualität:

Bei der Sprachqualität würde ich das N73 relativ hoch ansiedeln, klar und deutlich ist der Gesprächspartner zu hören. Es kann sich allerdings nicht ganz mit Geräten wie dem Sony Ericsson K610i messen, dieses ist im Vergleich noch etwas lauter und klarer.
Über die Akkulaufzeit im Alltagsbetrieb kann ich leider nicht allzuviel sagen da durch das viele Rumspielen und Testen relativ schnell alle Balken verbraucht waren. Ich denke aber in der Praxis werden bei nicht allzustarker Nutzung dank des 1100mAh starken Akkus um die 3-4 Tage realistisch sein. Es kommt natürlich immer darauf an ob man permanent im UMTS Netz eingebucht ist, hier geht die Standby nochmal etwas in die Knie. Angegeben ist es übrigens vom Hersteller mit bis zu 6 Std. Gesprächszeit und 350 Std. Standby. In der Praxis wird es sich also sicherlich an anderen Geräten der Serie 60 orientieren.
Neuheiten / MP3 Player:

Hier hat Nokia IMHO einiges im Detail nachgelegt. Es hat den meisten Geräten seiner Klasse einiges voraus. Hier nochmal die wichtigsten Features und Neuerungen:
- Display mit 240x320 Pixeln bei 2.4 Zoll
- umfangreiches, erweitertes Telefonbuch (mit fast unbegrenztem Platz für Kontakte)
- Schnittstelle: Bluetooth, IrDa, USB
- MP3 Player und Stereo FM radio
- 40 MB interner Speicher
- Pop-Port mit USB 2.0 Speed (Wechseldatenträger)
- 3,2 Megapixel Kamera (20-fach Digitalzoom & Makro Modus)
- UMTS mit Videotelefonie (2. VGA Kamera)
- 3D Menüoberfläche inkl. Themesupport
- mini-SD Slot (aktuell bis 2GB)
Der Rest kommt mir soweit ziemlich bekannt vor. Der MP3- und Mediaplayer (Realplayer) - bekannt von Geräten wie dem N80 - hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Die Klangqualität des Players ist im Lautsprecher- wie im Kopfhörerbetrieb sehr gut. Die Lautstärke über die internen Lautsprecher ist vorbildlich, glasklar und selbst bei niedriger Lautstärke ohne erkennbares Hintergrundrauschen. Auch die Lautstärke im Kopfhörerbetrieb lässt keine Wünsche offen. An Einstellmöglichkeiten gibt es einen Klangregler (Bass-Boost, Klassik, Rock, Jazz, Pop), Random-/Repeat Funktion und natürlich eine Playlist.
Das Gerät lief übrigens im Test problemlos mit einer 512MB Mini-SD Karte, größere Karten werden laut Nokia natürlich auch unterstützt.
Die unterstützten Media-Formate sind:
- MP3
- AMR
- AAC
- AAC+
- eAAC+
- WMA
- WAV
- 3GPP
- MPEG-4
- RealAudio
- RealVideo
- H.263
Das integrierte FM Radio hat Platz für 20 Stationen und hat kein RDS Feature. Dafür geht Nokia einen anderen Weg der Visual Radio getauft wurde, so sollen darüber Informationen zu dem gerade gespielten Programm möglich sein. Leider gibt es in Deutschland bisher kaum Radiosender die diesen Dienst unterstützt und somit bleibt diese Funktion hier ungetestet.
Im Gegensatz zu einigen anderen Smartphones aus dem eigenen Hause, hat Nokia beim N73 einen Stereolautsprecher zur Tonwiedergabe verbaut. So werden Musikstücke über zwei getrennte Öffnungen wiedergegeben. Eine nette Spielerei bei der Wiedergabe ist die 3D-Tonwiedergabe, so kann man die sog. "Schallkurve" verändern. Zur Auswahl stehen hierbei:
- Aus
- Kreis
- Zickzack
- Schlaufe
- Zufall
Den Wiedergabewechsel zwischen den beiden Lautsprechern hört man aber nur aus nächster Nähe zum Gerät. Echoeffekte gibt es auch noch hierbei:
- Aus
- Wohnzimmer
- Höhle
- Bahnhof
- Wald
- Rohr
Insgesamt sind also auch die Multimedia Features des N73 sehr gut und weit ausgeprägt. Die Wiedergabe über das mitgelieferte Headset ist soweit ganz gut, es fehlt allerdings etwas an Bass und Volumen. Wer die Wiedergabe verbessern will sollte auf einen Pop-Port Klinke Adapter zurückgreifen um bessere Kopfhörer verwenden zu können.
Schade dass drahlose Kopfhörer über A2DP leider nicht unterstützt werden da dem Gerät der entsprechende Bluetooth-Stack fehlt. Für mich ist dieser Schritt nicht ganz nachzuvollziehen, da selbst Sony Ericsson beim K800i schon auf dieses Feature setzt.
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