Verbindungsmöglichkeiten:

Hier kann man wie eigentlich schon immer Töne, Themes, Videos und Bilder per Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Neu hingegen ist die Tatsache, dass das K610i als Wechseldatenträger ohne externe Treiber angesprochen werden kann.
Schade dass wie schon beim K750i nur die Speicherkarte als eigenes Laufwerk angezeigt wird und der Telefonspeicher nur über den Sony Ericsson Datei-Manager. Immerhin wird also zum Datentransport die Speicherkarte ohne Zusatzsoftware als echter Wechseldatenträger erkannt, so ist dies ein echter Vorteil, da man somit zum reinen Datenaustausch nicht mehr zwingend die PC Suite benötigt.
Einen Nachteil hat die Sache aber auch, so schaltet sich das Gerät während der Nutzung des reinen Datenmodus ab, vermutlich um einen Datenverlust während des Zugriffes zu vermeiden. Löst man die Verbindung, so startet das Gerät unverzüglich und man kann wieder mit dem Telefon arbeiten.
Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per Datenkabel oder Bluetooth). Auf eine Infrarotschnittstelle hat Sony Ericsson verzichtet, dieser Standard stirb eh langsam aus und ist schon längst durch BT ersetzt worden.
Ein Senden des Telefonbuches von einem K750i an das K610i ging übrigens, wie schon beim K800i, problemlos und inklusive aller Anruferbilder per Bluetooth vonstatten.
An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:
- Windows Adressbuch
- Outlook 2000
- Outlook 2002
- Outlook 2003
- Lotus Notes 5
- Lotus Notes 6
- Lotus Notes 6.5
Für die schnelle Übertragung von vielen Dateien empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarten-Slot einen Card Reader, da die Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann (auch wenn man dazu immer den Akkudeckel entfernen muß). Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Datenkabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch sehr gut ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens nicht ganz so schnell wie ein USB 2.0 Kartenleser.
Für die mobile Datenübertragung stehen sowohl UMTS- als auch GSM-GPRS zur Verfügung.
Büro und Business Funktion:

Hier bietet das K610i einige Features:
- Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern, Privat-Anschrift, Firmen-Anschrift, Emailadresse, URL, Anruferbild (schön groß) oder Videos, etc.
- Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
- Notizfunktion
- Aufgabenliste
- Codememo
- Netfront Browser (WAP 2.0 und HTML mit JAVA Script- / SSL Support, Smart-Fit Funktion)
- E-Mail Client
- Sprachwahl / Sprachsteuerung
- und natürlich einen umfangreichen Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).
Vom K800i bekannt ist der integrierte Netfront WAP bzw. HTML Browser, dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50%-200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten perfekt auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Schön ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch.
Des Weiteren gibt es jetzt ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden.
Der Seitenaufbau geht dank UMTS Datenübertragung erstaunlich schnell und flüssig vonstatten, so kommt Freude beim mobilen Surfen auf.
Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich ein entsprechendes Datenpaket über den jeweiligen Netzbetreiber hinzuzubuchen. In meinem Fall kann ich sagen dass man bei E-Plus mit dem Data30 oder Data50 sicher kaum an seine Volumengrenzen stößt.
Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine RSS Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen.
Sony Ericsson hat endlich bei der Speicherkapazität des Adressbuchs zugelegt; so kann man jetzt echte 1000 Kontakte mit insgesamt maximal 2500 Rufnummern speichern. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann nun endlich über „Anzeigen“ alle Details ansehen. Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.
Neben den gerade genannten Features gibt es eine weitere, sinnvolle Funktion. Es gibt im Telefonbuch die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf dem Memory Stick Micro M2 zu sichern und ggf. wiederherzustellen. Dieses Feature wird in Zukunft sicherlich bei vielen Sony Ericsson Geräten Anwendung finden (schon integriert im K800i und im W810i) und somit dabei helfen schneller zwischen den Geräten zu wechseln.
Auch beim Kalender hat man sich seit längerem zwei Mankos zu Herzen genommen, so kann man endlich ein eigenes Feld für Geburtstage (Jahrestag) hinzugefügt. Des Weiteren gibt es jetzt auch die Möglichkeit Termine beliebig zu wiederholen, egal ob: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich. Ein Traum wird also wahr für einige Sony Ericsson Fans.
Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. An vorinstallieren Java Anwendungen findet man FaceWarp, und Photo Mate auf dem Gerät. Als Pflichtinstallationen für gelegentliche Surf-Sessions empfehle ich zusätzlich die kostenfrei erhältlichen Programme Jimm und Opera Mini auf dem Gerät zu nutzen.
Für kurzweilige Unterhaltung im Büroalltag sorgen QuadraPop und WTA S.R. Tennis.
PC Software:

Die beigefügte Sony Ericsson PC Suite bietet einen recht umfangreichen Zugang zum Sony Ericsson K610i. Das Hauptaugenmerk liebt natürlich auf der Synchronisierbarkeit mit diversen PIM-Anwendungen (weiter oben im Test gibt es schon eine Liste der unterstützten Anwendungen). So konnte ich in meinem Test einige hundert Kontakte problemlos zwischen K610i und dem heimischen PC synchronisieren. Selbst einige Kalendereinträge oder Notizen sind mit der PC Suite kein Problem. Inwieweit sich das Gerät bei einem richtig umfangreich gefüllten Outlook Adressbuch verhält kann ich nicht beurteilen, da sich in meinem Adressbuch in erster Linie Rufnummern, E-Mail- und Postadressen befinden.
Ein weiteres Detail in der Software ist der Sony Ericsson Datei Manager. Dieser sorgt für einen problemlosen Austausch von Multimedia-Dateien. Selbstverständlich tut es alternativ auch der Microsoft Windows interne Explorer um das Gerät oder die Speicherkarte mit Daten zu füttern.
Das wohl nützlichste Stück Software um die Musik-Features des Gerätes auszuschöpfen ist die Disc2Phone Software. Diese ermöglich es dem Anwender seine heimischen Audio CDs spielend einfach auf das Handy zu kopieren. Falls nicht schon CD-Text auf der jeweiligen CD vorhanden ist, besorgt sich die Software die entsprechenden Titelinformationen aus dem Internet und fügt diese Informationen den MP3-Tags hinzu.
Selbstverständlich kann vor dem eigentlichen Konvertierungsvorgang die Bitrate nach eigenen Wünschen beeinflusst werden, um die Qualität individuell anzupassen.
Fazit:

Das Sony Ericsson K610i ist ein würdiger Nachfolger für das nicht ganz so erfolgreiche K600i. Sony Ericsson hat es verstanden, in vielen entscheidenden Punkten nachzulegen, sei es z.B. der vergrößerte Adressspeicher, der Speicherslot, das Multitasking oder die Tatsache dass man endlich einen vernünftigen Browser integriert hat. Schön, dass man so gezielt an den Features gearbeitet hat und die Vorteile der K-Serie beibehalten hat.
In der Preisklasse von knapp über 200€ stellt das K610i somit ein erstklassiges Telefon da, auch wenn die Kamera nicht ganz zu überzeugen weiß und das sonst übliche RDS-Radio fehlt. Es entschädigt dafür aber durch seine sehr kleine Bauforum und die erstklassige Optik.
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