Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


Sony Ericsson K800i - Ausführlicher Testbericht

Tastatur:


Wie schon beim Vorgängermodell ist die Tastatur des K800i sehr gut geraten. Der Druckpunkt der Tasten ist hervorragend, und auch die Größe ist sehr angenehm zu empfinden - lediglich einen fühlbaren Zeilenabstand hätten sich sicherlich einige User gewünscht.
Im Vergleich zu den Zifferntasten sind einzig die schmalen Tasten zwischen den Softkeys etwas klein geraten, d.h. im Detail die Browser-Taste und die Activity-Menü Taste sind erst nach kurzer Eingewöhnung dauerhaft gut zu erreichen. Der Joystick macht auf mich einen besseren Eindruck als beim K750i, so scheint dieser nun etwas leichter zu bedienen zu sein.

Als nette Zugabe für die Kamerabedienung und die Bedienung beim Nutzen der integrierten Spiele hat Sony Ericsson zwei winzigkleine Tasten oberhalb des Displays integriert. Diese Tasten sind zwar ganz nett gedacht, aber aufgrund der Größe nicht unbedingt leicht zu treffen. So muss man schon sehr genau mit der Fingerspitze auf die Tasten drücken damit sich die entsprechende Funktion öffnet.
In meinen Augen hätte man sich diese Tasten also durchaus sparen können, da diese insgesamt gesehen keinen echten Mehrwert bieten.

Zur Tastenbeleuchtung kann ich nur sagen, dass diese sehr hell geworden ist. Das Blau (mit leichtem Violett-Touch) ist sehr gleichmäßig und bildet dank der dunklen Tasten sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen perfekten Kontrast zu der Tastengrundfarbe. Der Joystick wird von den umherliegenden Tasten auch leicht beleuchtet, so ergibt sich ein blauweißlicher Schimmer um den Joystick.
Grundsätzlich gesagt sollte aber jeder mit dieser Tastatur zurechtkommen, auch SMS Junkies sollten damit nach kurzer Gewöhnungsphase sehr gut klarkommen.

Menüoberfläche:


Das Menü hat sich bei Sony Ericsson von der Struktur her langsam bewährt. Es gibt folgende Oberpunkte:

PlayNow ------ Internet ----- Unterhaltung
Cyber-shot ---- Nachrichten ----- Music Player
Datei-Manager -- Kontakte --------Videoanruf
Anrufe -------- Organizer ---------- Einstellungen

Auch hier wieder der obligatorische Vergleich mit dem K750i - so werden wie gewohnt die Symbole sehr fein und nett animiert dargestellt (sobald man mit dem Joystick über den jeweiligen Menüpunkt fährt), wobei natürlich die einzelnen Symbole dank der hohen Displayauflösung noch feiner gezeichnet wirken. Eine nette Neuerung im Hauptmenü ist auch die permanente Anzeige der aktuellen Uhrzeit in der Statusleiste ganz oben im Menü.

Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber dem K750i kaum verändert - so kann es sich problemlos mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv keine echten Hänger oder Hakler im Menü - hierzu habe ich auch ein kleines Menüvideo am Testanfang bereitgestellt.

Bei der Personalisierbarkeit des Menüs hat Sony Ericsson nochmals nachgelegt - so unterstützt das K800i jetzt neben den üblichen animierten Themes auch Makromedia Flash Lite in den Themes. Die Makromedia Flash basierten Grafikthemes sind hier einigen sicher schon vom W810i oder dem W550i bekannt - leider ist jedoch kein Theme vorinstalliert, so dass ich dieses nicht weiter testen konnte.
Diese einzelnen Themes verändern nicht nur die Farbpalette, sondern auch den Klingelton, Screensaver, Wallpaper, Highlight und natürlich den Menühintergrund.

Kameras:


Hier hat Sony Ericsson nochmals nachgerüstet - statt einer 2,0 Megapixel Kamera wurde beim K800i nun eine 3,2 Megapixel Hauptkamera verbaut. Die Kamera macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Die Fotoqualität reicht nicht mehr nur für einfache Schnappschüsse, sondern ist auch für recht gute Fotos verwendbar, wenn mal keine echte Digitalkamera dabei ist.

Erreicht wird die Fotoqualität durch einen Autofocus, welcher wie bei einer richtigen Digitalkamera durch halbes Runterdrücken der Auslösetaste aktiviert wird. Signalisiert wird ein „scharfstellen“ des aktuellen Motivs in diesem Moment einerseits durch ein akustisches Signal also auch optisch durch einen grünen Sucherrahmen auf dem Display. Schön gemacht, Sony Ericsson - so werden selbst Makro Aufnahmen problemlos richtig scharf.
Im Auslieferungszustand passen noch knapp 100 Bilder auf das Gerät, sicherlich mehr als ausreichend bei einem freien Speicherplatz von ca. 70 MB auf dem Gerät. Die Bilder werden, wie bereits gesagt, dank Autofocus und 3.2 Megapixel für ein Handy erstaunlich gut; so kann man durchaus in Betracht ziehen, das ein oder andere Bild auf Fotopapier professionell entwickeln zu lassen.

An Auflösungen stehen folgende zur Auswahl:

Foto:

- 2048 x 1536 Pixel (3 MP)
- 1632 x 1224 Pixel (2 MP)
- 1280 x 960 Pixel (1 MP)
- 640 x 480 Pixel (VGA)

Video:

- 176 x 144 Pixel (QCIF)

Für das perfekte Bild sorgt einerseits, je nach Szenenmodus, der Image Stabilizer und andererseits die so genannte "BestPic™" Funktion (pick the best, delete the rest), bei dieser Funktion werden 9 Bilder in Serie geschossen und man kann das Beste der Bilder auswählen. Bei schlechten Lichtverhältnissen hilft übrigens der integrierte Xenon-Blitz weiter, welcher bei Objekten die wenige Meter entfernt sind durchaus für eine angenehme Helligkeit sorgt.
Wie bei vielen Kamerahandy oder auch Digitalkamera zeugen die Bilder in absoluter Dunkelheit allerdings von einigem Grundrauschen. So kann man zumeist absolut scharfe, rauschfreie Bilder nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen erzielen.

Der Suchermodus der Kamera ist sehr gut gelöst, die Menüführung hierbei ist schon von diversen Sony Ericsson Geräten bekannt und denkbar einfach. Das Gerät wird hierfür einfach quer gehalten und man bewegt sich per Joystick seitlich durchs Menü (Sony Cyber-Shot Benutzeroberfläche), ausgelöst wird dann über die in dieser Position oben angebrachte Auslösetaste. Man kommt sehr leicht damit zurecht und kann unzählige Einstellungen vornehmen. Auch die Bilddarstellung des Suchers ist sehr flüssig und wird im Vollbild dargestellt.

Bei der Foto-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Zoomfunktion
- Aufnahmemodus (Normal, Panorama, Rahmen, BestPic)
- Szenen (Automatisch, Nachtszene, Nachtportrait, Landschaft, Portrait, Schnee /Strand, Sport, Dokument)
- Bildgröße (3MP, 2MP, 1MP, VGA)
- Autofocus (Automatisch, Makro, Unendlich)
- Blitz (Aus, Automatisch, Rote-Augen-Reduktion)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Sepia, Negative, Solarisieren)
- Selbstauslöser
- Weißabgleich
- Messmodus (Normal, Spot)
- Bildqualität
- Verschlusston
- Zeit und Datum
- Speicherort

Wem die Features und unzähligen Einstellmöglichkeiten über den Kopf steigen, für den hat Sony Ericsson ein ganz nettes Java Programm mit auf das Gerät gepackt. So hilft das Programm Photo Mate dabei die einzelnen Einstellungen zu erklären und optimal zu nutzen.

Bei der Präsentation über den Bilderordner hat man dank des großen Displays nun die Möglichkeit 3x3 Vorschaubilder anzuzeigen. Eine Neuheit hierbei ist die Anzeige der Bilder in einer Zeitleiste. Hier werden die Bilder nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet. Alles in allem sind somit also für den Bilderfreak und Hobbyfotographen genug Möglichkeiten zum Rumspielen gegeben sein.

Auf die Frontkamera zur Videotelefonie gehe ich hierbei nicht weiter ein, da diese wirklich nur für die Videotelefonie konzipiert wurde und sonst eigentlich nichts zu bieten hat.

Die Videofunktion ist genauso wie die Videotelefonie nicht unbedingt der Rede wert, da Sony Ericsson klar die Priorität auf gute Standbilder gelegt hat. Sonst lässt es sich für mich nicht erklären wieso nur eine Auflösung von 176 x 144 Pixeln bei der Videoqualität möglich ist. Hier hätte es nicht geschadet zumindest in voller Displayauflösung aufzuzeichnen. Aber wer weiß, vielleicht plant Sony Ericsson ja ein reines HandyCam Modell in der Zukunft.

Bei der Video-Kamerafunktion hat man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

- Aufnahmemodus (MMS, Hohe Qualität)
- Autofokus (Automatisch, Makro, Unendlich)
- Image Stabilizer (An, Aus)
- Nachtmodus (An, Aus)
- Effekte (Aus, Schwarzweiß, Negative, Sepia, Solarisieren)
- Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Leuchtstofflampe, Glühlampe)
- Messmodus (Normal, Spot)
- Mikrofon (An, Aus)
- Speicherort

Der einzige Trost bleibt hierbei, dass zumindest die Videos in 176 x 144 Pixel Auflösung flüssig aufgenommen / wiedergegeben werden und es dank Video-Stabilizer kaum Verwackler und Kästchenbildung gibt. Auch bei der Wiedergabe im Vollbild sehen die Videos trotz Ihrer enormen Streckung auf 240 x 320 Pixel noch halbwegs passabel und durchaus annehmbar aus. Einige Beispiele habe ich zu Beginn des Threads eingefügt.

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