Tastatur:

Hier geht Sony Ericsson beim M600i einen völlig neuen Weg. So hat das Gerät eine QWERTZ-Tastatur, wobei jedoch jede Taste, wie eine Art Wippe, mit jeweils 2 Buchstaben bzw. Funktionen belegt sind. So braucht es schon einiges an Gewöhnung um dauerhaft mit der Tastatur zurechtzukommen und schnell SMS oder andere Texte zu verfassen.
Alternativ findet die Eingabe selbstverständlich per Handschrifterkennung oder Bildschirmtastatur über den Touchscreen vonstatten.
Zur Tastenbeleuchtung kann ich nur sagen, dass diese sehr hell geworden ist. Das Blau (mit starken Türkis-Touch) ist sehr gleichmäßig und bildet dank der dunklen Tasten sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen perfekten Kontrast zu der Tastengrundfarbe. Der seitliche Jogdial und die Zurück-Taste sind auch gut zu erreichen, so kann man wirklich sehr schnell durch das Menü navigieren und alle Funktionen erreichen.
Grundsätzlich gesagt sollte aber jeder mit dieser Tastatur zurechtkommen, auch Vielschreiber sollten damit nach einiger Zeit der Gewöhnungsphase sehr gut klarkommen.
Menü:

Das Menü hat sich bei Sony Ericssons Symbian UIQ Geräten von der Struktur her langsam bewährt. Man kann das Hauptmenü wahlweise in Listen- oder Tabellenform darstellen. Selbst in den Untermenüs ist somit eine Ansicht mit jeweils 3x3 (sehr großen) Symbolen möglich.
Es gibt folgende Oberpunkte im Hauptmenü:
- Nachrichten
- Media-Player
- Telefon
- Kalender
- Kontakte
- Multimedia
- Unterhaltung
- Office
- Extras
Wie auch schon vom Vorgänger gewohnt sehen die Symbole und Menüs sehr fein aus, wobei natürlich die einzelnen Symbole dank der hohen Displayauflösung sehr fein gezeichnet wirken. Die Menügeschwindigkeit hat sich gegenüber dem P910i in meinen Augen kaum verändert - so kann es sich problemlos mit der Symbian-Konkurrenz aus dem Hause Nokia messen. Es gibt definitiv kaum Hänger oder Hakler im Menü - hierzu habe ich auch ein kleines Menüvideo am Testanfang bereitgestellt.
Beim Thema Menügeschwindigkeit seit allerdings noch angemerkt dass die Boot-Geschwindigkeit des Gerätes im krassen Gegensatz zur eigentlichen Menügeschwindigkeit steht. So habe ich vom betätigen des Einschalters bis zum Aufbau des Standbybildschirms ca. 60 Sekunden gemessen. Ein ständiges Ein- und Ausschalten des Gerätes sollte man also tunlichst vermeiden.
Bei der Personalisierbarkeit des Menüs hat Sony Ericsson auf das bewährte Theme Konzept zurückgegriffen, so finden sich schon verschiedene, schöne vorinstallierte Themes auf dem Gerät. Diese einzelnen Themes verändern nicht nur die Farbpalette, sondern auch den Klingelton, Screensaver, Wallpaper, Highlight und natürlich den Menühintergrund.
Bedienung:

Von der Bedienung her kommt man sehr leicht zurecht. Erstaunlicherweise braucht man trotz der Fülle an Funktionen erst in der richtigen Menütiefe die Bedienungsanleitung gelesen zu haben um sich im Untermenü zurechtzufinden. Einzig die Beschriftung der Schließen-Taste ist nicht immer ganz einheitlich. So findet man in der rechten oberen Bildschirmecke teilweise ein „X“ zum schließen und teilweise einen Zurück-Pfeil um den Menüpunkt zu verlassen. Aber im Grunde genommen bewirken beide Beschriftungen dasselbe. *g*
Für die Unbeholfenen unter uns hat Sony Ericsson ein recht umfangreiches Hilfe-System in das Gerät installiert. So kann man bei vielen Menüpunkt über das entsprechende Untermenü auf die Hilfe zugreifen und sich Tipps und Erklärungen zu den Menüpunkten geben lassen. Das heißt es gibt eigentlich so gut wie keinen Oberpunkt der nicht erklärt wird, so kann man wirklich getrost die Bedienungsanleitung beiseite liegen lassen.
Die eigentliche Bedienung des Gerätes geht wahlweise per Jogdial und Zurück-Taste vonstatten oder über den beigefügten Stylus. Ich muss schon sagen, der Joydial ersetzt an vielen Stellen sogar problemlos die Touchscreen Bedienung per Stift. Die meisten Funktionen kann man so einfach ansteuern und verändern.
Auf die Dauer bzw. bei längerer Bedienung des Gerätes ist der Stift allerdings nichts desto trotz die schnellere Variante, da man hier sofort und ohne Blättern den entsprechende Auswahl treffen kann.
Des Weiteren gibt es beim M600i neuerdings 3 Bildschirm Softkeys. Die jeweilige Beschriftung ändert sich natürlich je nach Menüebene in der man sich gerade befindet. Zugegriffen wird auf die Softkeys übrigens am besten über den seitlich eingeschobenen Stift, da die Bedienung mit dem Finger auf dem Tochscreen nicht ganz das Wahre ist.
Akku und Empfang:

Beim Empfang würde ich keine allzu großen Unterschiede zwischen dem M600i Prototypen und dem K800i Prototypen, den ich gerade teste, sehen. Wenn ich von dem K800i ausgehe, so würde ich den Empfang beim M600i als absolut gleichwertig ansehen und irgendwo zwischen gut bis sehr gut einstufen.
Das Gerät beherrscht neben GSM-Triband auch UMTS, wobei der UMTS Empfang im E-Plus Netz bisher sehr stabil funktioniert. Zu Abbrüchen oder Problemen beim Handover ist es bisher nicht gekommen. Die Netzwahl ist übrigens absolut automatisiert, so habe ich zumindest keinen Menüpunkt gefunden um selbsttätig zwischen UMTS und GSM Netz zu wählen.
Weiter zur Sprachqualität - bei der Sprachqualität würde ich das M600i ziemlich hoch ansiedeln. Ich habe es hier im Vergleich zum K800i getestet und finde kaum einen hörbaren Unterschied. Einzig die Lautstärke des K800i würde ich etwas besser als beim M600i ansehen. Aber keine Angst, so muss man auch beim M600i trotzdem nicht unbedingt die volle Lautstärke auswählen um den Gesprächspartner gut hören zu können.
Über den Akku kann ich leider nicht viel sagen, außer dass er bisher gut über die Runden kommt, obwohl ich die ganze Zeit damit rumgespielt habe. Angegeben ist es vom Hersteller mit maximal 7,5 Std. Gesprächszeit und 340 Std. Standby. In der Praxis wird das M600i hoffentlich ähnlich lange durchhalten wie andere Smartphones aus dem Hause Sony Ericsson. Genauere Erkenntnisse zur Akkulaufzeit im GSM und UMTS Netz wird aber wohl erst das Seriengerät liefern können.
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